Zweifel

Gestern hat es sich schon angekündigt, heute ist es nun massiver: Zweifel. Was mach ich hier eigentlich? Ein Leben auf so ein WoMo beschränken????

Vorgestern war ich beim ersten Händler: Außen rum sind die Dinger riesig, mittelkleine Laster, breit und echt beeindruckend … und innen bekam ich Platzangst. Auch da massig große Sitze, alles vollgestopft … ich kam mir vor wie Alice oder Gulliver im Riesenland, ganz klein und kaum auffindbar.

Aber ist so nicht auch das wirkliche Leben? Wir halten uns über Wasser, indem wir so tun, als hätten wir alles unter Kontrolle. Aber in Wirklichkeit? Beherrschen wir ja nicht mal die Funktionen unseres Körpers, was wirklich auch ein Glück ist …

Also momentan ist das Leben wie so ein WoMo für mich: Alles ist riesig, massiv und ich komme mir klein und verletzlich vor … Aber wie sagte meine Freundin Jana: Wenn man den Mt. Everest besteigt, dann tun Pausen auch mal gut, vor allem, wenn die Luft dünner wird … Momentan wird sie also dünner … eine Stromschnelle im Lebensfluss … und ich bleib dabei: Wach, aufmerksam, präsent (wie ein Geschenk), mein Ziel im Herzen! Meine Vision im Blick: Eines Tages stehe ich am Atlantik, blicke auf diesen Moment zurück und weiß, dass es gut war und ist, dieser Weg.

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Ich würd mich freuen, wenn ihr meine blog-Artikel teilt! Und ich freue mich über jeden Kommentar und Beitrag.

Zitat: Da ist ein Ruf in dir …

… der dich fortzieht von den befahrenen Straßen. Auf einen Pfad, den nur du gehen kannst. Was du verlierst, ist die scheinbare Sicherheit. Was du findest, bist du.“ (Veit Lindau, humantrust). Ich hab bisher nur Unterstützung, Begeisterung und fast so was wie Neid erfahren. Noch keine/r hat mich verurteilt oder abgelehnt mit meiner Idee. Es ist wohl ganz und gar meins und das kommt wohl auch voll rüber: Ich gehe on tour!

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Bei aller Zukunftsplanung hab ich etwas die Gegenwart aus den Augen verloren: Es geht meinem Körper und meiner Seele nicht ganz so gut. Ich mag nichts essen, schlafe schlecht, atme zu flach und bin manchmal quengelig. Ich will wieder mehr im hier und jetzt einfliegen, hier alles wahrnehmen und spüren. Hab zu sehr aus der Zukunft heraus gelebt! Manchmal muss wohl die Vernunft den flow auch ein bisschen bremsen und/oder kanalisieren.

Heute will ich meine Matratze wenden (schlafe schlecht), mir was wirklich Leckeres kochen, auf das ich dann auch Appetit habe und dann weiter aussortieren. Werde einen Flohmarkttisch vor das Haus stellen, vielleicht kann ich so das eine oder andere verkaufen.

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Jeder hat einen anderen Traum

„Ihr rettet euch selbst vor der Leere der Nicht-Verwirklichung“. (Zitat aus Neal Donald Walsch, Gespräche mit Gott, Bd 1). Das trifft es genau: Wenn ich jetzt zwar den Garten und das Haus und all diese Verpflichtungen loslassen und in eine Wohnung ziehen würde, würde ich vertrocknen. Dieses Kleine, Überschaubare einer Wohnung ist schon eine Erleichterung, aber dieses fest Verortete, nur hier, wäre mir momentan einfach zu eng! Natürlich kann man da auch viele Abenteuer und Neues erleben, man aber momentan noch nicht ich. Ich brauche jetzt die Weite aller Möglichkeiten!

Und ich will viel mehr unter Leute, Gleichgesinnte! Hier hab ich mich doch zu vereinzelt, festgefahren in alten Mustern, die zu meinem neuen Ich einfach nicht mehr passen. Ich hab mich hier gemütlich eingerichtet in einer nun viel zu engen, kleinen Box. Egal, wo es mich hinführt, egal, was das Leben so von mir will/mir anbietet, letztlich ist es gut diesen Lebensabschnitt hier zu beenden.

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Manchmal kommen Zweifel auf: Was tu ich hier eigentlich? Ganz allein? Werd ich es schaffen? Nun, die Fülle der Aufgaben: Ausräumen, verkaufen, ab-/ummelden, WoMo kaufen, einrichten, Abschied nehmen … erscheint mir manchmal wie der Mount Everest … Babyschritte. Ein Schritt nach dem anderen, jetzt ausräumen, ausdünnen, verkaufen … auch wenn scheinbar alles gleichzeitig ansteht, so kann ich nur eins nach dem anderen erledigen.

Und wenn jemand seinen Lebensweg geht, dann ist er immer allein. Manchmal begleiten andere uns ein Stück oder auch länger, aber letztendlich ist doch jeder allein! Und das heißt auch, ich hab nur für mich die Verantwortung, was sich sehr befreiend anfühlt.

Im Feuer stehen

Heute Morgen bin ich mit Ängsten aufgewacht. Angst macht mir immer das, was sich scheinbar meiner Beeinflussung entzieht und strafend oder zumindest drohend auftritt. Meine Ängste: die Gemeinde fordert einen sauberen, breiteren Bürgersteig, den Nachbarn hat sie 15m vom Grundstück ein „Verkaufsverbot“ (Vorkaufsrecht zu 6€) ausgesprochen …

Gestern kam Trauer und Abschied. Habe den Maklervertrag unterschrieben und er hat klar gesagt, mein Haus entspricht nicht den heutigen Wohnanforderungen (Raumhöhe, Keller feucht, Raumanordnungen …). Also wird es abgerissen! Es war mir ca 30 Jahre eine Heimat, Sicherheit, Schutz

Alle Gefühle zulassen, hochkommen lassen, annehmen. Alle Zweifel, alle Ängste, alle Trauer, alles darf sein. Und manchmal fühlt es sich eben wie im Feuer stehen an.

Veit sagt immer, wir handeln nie allein, denn unsere Handlungen und Gedanken beeinflussen unsere Freunde, deren Freunde und wiederum deren Freunde, so dass wir am Ende sogar 6% der Menschen verändern, die wir überhaupt nicht kennen! Und ich gehe für Freiheit, Selbstbestimmung, Freude … Wenn ich mich da in meinem kuscheligen WoMo sitzen sehe, den Blick in weite, freie Natur, alles, was ich brauche, in Griffnähe, schnell und einfach sauber zu halten … dann ist es mir alle Aufgaben, Abschiede, Entscheidungen und Mühen wert! Das ist das Leben, das ich führen möchte!

Was muss ich heute tun?

Das war mein erster Gedanke nach dem Aufwachen. Ist das nicht traurig? Ich bin eigentlich frei: Kein Job, kein Partner, keine Familie … und zwinge mich selbst in dieses Korsett??!!!

Gestern war der Makler der Bank da: Hier werden immer 600qm als Baugrund verkauft = bezahlt, den Rest das Landes verschenke ich dann!!!! Glücklicher Weise hatte ich schon das Grundstück halbiert, aber trotzdem werde ich so sehr viel verschenken … Nun kam der Makler auf die Idee des Drittelns … Ein Gedanke, der mir erst mal total widerstrebte, denn das ist ja gegen meine Werte. Ich hatte damals extra ein altes Haus gekauft, weil ich die ZuBetonierung von Mutter Erde nicht unterstützen wollte. Und nun dies: Entweder dumm sein, ganz viel Land verschenken … und dann drittelt der Käufer das Grundstück … oder gegen meine Werte verstoßen aber selbst das Geld einheimsen. Was tun?

Eine meiner Freundinnen würde sagen: Vertraue dem Prozess. Mein Blick fiel auf den Kalenderspruch, der bestimmt schon Wochen so aufgeschlagen war: „Viele Male bitten wir dich, Vertrauen zu haben, wenn du unserer Führung folgst. Das Ergebnis wird immer voller Segnungen sein, selbst wenn du nicht genau weißt, was geschehen wird.“ Und ich OK, dann man los. Und ließ los, bat um eine Antwort. Sie kam nach dem Mittagsschlaf: Du könntest ja eine größere Summe spenden, zur Aufforstung, zur Renaturierung … Ja, damit kann ich sein.

Und das größte Geschenk: Ganz klare Hilfe, als ich darum bat!

Angst und Vorfreude

wechseln sich ab. Die to-do-Liste wird immer länger und immer mehr Fragen tauchen auf: Muss ich eigentlich einen festen Wohnsitz haben oder reicht ein Postfach? Wen kann ich dazu befragen? Und kostet Abheben bei einer Bank dann jetzt immer Gebühren? Muss ich mal nachfragen.

Gleichzeitig wächst der Berg „Kann weg“ ins Gigantische und es bleibt echt sehr wenig für „muss mit“. Dazwischen der Stapel „vielleicht für später“.

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Ein paar Möbel und diverse Bücherkisten werde ich einlagern. Kann das auch mein Wohnsitz sein? Als gemeldete Adresse? Und sonst nur ein Postfach?

Werd ich einsam sein? Mehr als hier oder eher weniger, weil ich ja immer wieder neue Menschen kennen lerne?

War vor ein paar Tagen im WoMoHafen Scharbeutz und Roland meinte gleich, hier wirst du immer einen Stellplatz haben. Das ist doch schon mal was!

Oh ich kann es fast in jeder Zelle fühlen: Ich sitze im WoMo, genieße ein leckeres Frühstück und freue mich auf die Abenteuer des Tages … oder ich liege gemütlich im Bett und der Regen pladdert auf`s Dach … oder ich sitze und lese, schaue manchmal raus in die Weite, Tür ist offen, Fridel liegt im Eingang … ich bin voller Vorfreude!

Leben in seiner schönsten, intensivsten Form

Bin wieder zu Hause gelandet und der Garten in seiner Üppigkeit „erschlägt“ mich. Er ruft nicht nur, nein er schreit nach Zuwendung, Aufmerksamkeit und Pflege. Dazu ist die Heiztherme kaputt, eine teure Reparatur steht an. All das bestärkt mich in meinem Vorsatz: Radikal reduzieren, alles auf ein gutes Minimum schrumpfen lassen, überschaubarer und handelbarer!

Hab bei mobile de gestöbert. Nun hier muss wohl mehr Geld fließen. Kastenwagen und Selbstbau, winterfest, wird wohl letztlich genauso teuer wie ein schon fertig gestaltetes … Dazu kommt meine Ungeduld!!!! Innehalten, das Leben beobachten, Wünsche wachsen lassen und annehmen … es reifen lassen! Etwas schwer für einen quirligen, übersprudelnden und am liebsten immer aktiven Geist. Also eine Zenübung: Ich nehme sie an. Ich vertraue!

Jede Menge Ängste

Heute ploppen jede Menge Ängste auf: Immer unterwegs, ist das nicht eher ein Weglaufen? Wovor? Kann ich auf den Luxus einer Badewanne verzichten? Finde ich wirklich das Auto? Wird Alf mir helfen? Ist meine Idealvorstellung vom Auto zu spartanisch? Und immer wieder: Was wird aus meinen Freundschaften?

Ich rutsche immer wieder in die alte Kiste und somit in die Horizontalentscheidung entweder – oder. Vertikal: ALLES ist möglich, ich kenne die Lösung noch nicht. Und wenn ich nur an mein WoMo und diese Unabhängigkeit und diese Rückzugsmöglichkeit denke, dann kribbelt alles voller Vorfreude und ich möchte sofort loslegen! Dann kann ich es kaum abwarten.

DSC_2644Entwurf meines WoMos

Heute geht`s zurück nach Hause und in die Verwirklichung dieses Traumes. Gestern hab ich noch ne kleine Rundtour und eine Waldwanderung gemacht. Manche Menschen haben hier ihren Traum gefunden:

DSC_2633Ziegenmilchwirtschaft, Kunst + Käse

Mein Traum-Mobil

Ich hätte gern einen Fiat ducato, den ich mit Alfs Hilfe ausbauen würde: Isolieren und Ikea-Möbel rein. Aber inzwischen hab ich mich auch an ein „normales“ Mobil herangedacht, das ich dann nach meinen Wünschen und Zwecken umbauen würde.

Wichtig ist für mich der Gasgebrauch bei Herd, Heizung und Kühlschrank. Diese Spiritusnutzung in meinem jetzigen Camper ist mir suspekt. Ich hätte ihn ja damals bei der ersten Ausfahrt fast abgefackelt!

Und wichtig wäre auch die Metallhülle, was für den ducato spricht. Herkömmliche Mobile haben wohl meist diesen Plastikaufbau …  Mal schauen, wann und wo ich mein Traummobil finde!

Hier am Schaalsee hab ich gerstern mit den Kranichen und Schwalben meditiert.

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am Krachnichkieker

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Kraniche kaum sichtbar am Waldrand, aber total hörbar! Was war ein wunderschöner Moment und eine tiefe, naturnahe Meditation.