Warten ….

Momentan stehe ich in einer Warteschlaufe: Unbekannt, wann das Auto kommt, unbekannt, wann das Haus einen Käufer findet, unbekannt, wann es endlich weiter geht. Bin nicht so unbedingt die Geduldigste! Ich nutze die Zeit zum Ausräumen. Täglich geht was weg, meist verschenke oder spende ich es. Und langsam fange ich an, Lücken zu sehen.

Wie viel Platz ist in dem Auto? Was werd` ich wirklich mitnehmen können? Unbekannt. Viele Unbekannte und trotzdem bin ich zufrieden. Früher hätte ich das nicht ausgehalten, hätte ich schnell nach einer schützenden Decke gegriffen: Neuer Mann, neues Hobbie, neue Anschaffung. Nur um diese Unsicherheit nicht spüren zu müssen!

Heute bin ich gern damit, es ist irgendwie eine Tür geöffnet, aber ich bin noch nicht im Raum. Ich stehe im Türrahmen und schaue mich um. Bin voller Vorfreude, weil ich überall interessante Dinge/Möglichkeiten sehe … aber ich darf mir Zeit lassen. Irgendwie wie ein erwachsenes Weihnachten: Viele Geschenke unter dem Baum aber die momentane Situation, das Umfeld, meine Mitmenschen sind so viel spannender als alle Geschenke dort.

Und sie warten ja auf mich, laufen nicht weg!

Erst einmal hinsetzen, tief einatmen, ausatmen, umschauen, ankommen. Ungewohnt, neu und gut!

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Und ich würde mich über Teilen und Kommentare riesig freuen!

Die Bilder könnt ihr kaufen, in der Regel 120€ ohne Rahmen, mit 150€.

Heute Morgen …

… bin ich mit einem starken schönen Bild aufgewacht:

Ich bin ein wilder, bunter Flickenteppich in vielen Farben und mit etlichen Anteilen verziert, wild und unordentlich und wunderschön! Und ich habe dicke, starke Tentakeln zu anderen Flickenteppichen, die mich stärken und schwächere zu denen, wo es nicht so viele Übereinstimmungen gibt. Wir alle bilden dies zauberhafte Gewebe im Wasser des Lebens.

Hin und wieder gibt es Sand im Getriebe, Sandkörner wie Schuld, Scham, Mangel, Unzulänglichkeit, Drängen oder Ablehnung. Die müssen wir nur wie Muscheln in das schimmernde Licht der Liebe einhüllen und weiterschicken, wenn sie nicht in unseren Flickenteppich passen! Für jemand anderen sind sie vielleicht total passend und der webt sie dann ein in sein stetig wachsendes Muster.

Ich wünsche euch einen zauberhaften, wilden, bunten Tag.

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Sorry,

ich hab einige Zeit nichts von mir „hören“ lassen. Der Grund: Ein weiterer Ausbildungsblock von dem ich mit sehr hohem Blutdruck wiederkam. Sausen in den Ohren, Kopfschmerzen, Engegefühl, Todesängste … ging mir richtig schlecht. Nach vielen, sicherlich auch kostspieligen Untersuchungen, wird eine Vermutung immer deutlicher: Salmis. Ich hab während des Seminars Salmis gegen meinen Mundgeruch gelutscht und Lakritz verursacht Bluthochdruck. Wusste ich nicht. Den positive Aspekt des ganzen hat dann Steff auf den Punkt gebracht: So hast du dich vor deiner Abreise noch mal gründlich durchchecken lassen und weißt jetzt, dass alles in Ordnung ist. Stimmt!

Also weiter geht`s!

Vom diesem ML-Block hab ich aber auch die Idee von Katja mitgebracht, alles, was weg soll, stückchenweise auf einen Tisch an den Straßenrand zu stellen. Also hab ich angefangen, den Gläserschrank auszuräumen und auf den Campingtisch vor die Gartenpforte zu stellen. Mit einem Hinweisschild „zu verschenken“. Würde mich aber auch über einen Ausgleich freuen.

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Dumm nur, dass gerade der Bürgersteig saniert wird. Also haben die Bauarbeiter meinen Tisch ganz sorgfältig wieder abgeräumt und in meinen Garten gestellt. Ihre Vorsicht fand ich sehr nett!!! Aber spätestens nächste Woche ist dann alles fertig und es kann weitergehen!

Ich freue mich übrigens weiterhin über Kommentare und Weiterempfehlungen!

Reduktion

Wie dampfe ich ein über 30 Jahre gefülltes Haus in ein 5,99m mal 2,05m großes Wohnmobil ein (und da muss noch der Motorraum abgezogen werden)? Ich war nun schon gefühlte 10x am Sozialkaufhaus, habe Berge von Kleidung, Bettwäsche, Tischdecken, Handtücher, Geschirr und Gläser weggebracht und noch sind kaum Lücken zu erkennen! Hab jetzt erst einmal beschlossen, alles auf 4 zu reduzieren, also 4 große Handtücher, 4 kleine, 4 Mini, 4 Waschlappen, 3x Bettwäsche, ebenso bei Bechern, Tellern, Gläsern, Töpfe, Pfannen … eine schier unendliche Liste! Wenn sich das als immer noch als zu viel herausstellt, kann ich es ja schon im WoMo lebend weiter reduzieren.

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Geschirr? Ich werd erst mal kein Campinggeschirr kaufen, lieber mein bisheriges kaputt nutzen. Falls es klappern sollte, leg ich Papier dazwischen. Und auch hier ist die Obergrenze 4, will aber auf 2 herunter kommen. Ich weiß, dass es unterwegs normal ist, mal eben sein Geschirr mitzubringen bei Einladungen.

Aber nun kommt die Kleidung. Erste Runde aussortieren: Was hatte ich im letzten Jahr nicht an? Da gingen schon mal mehrere Wäschekörbe voll weg. Nun die 2. Runde: Fühle ich mich darin rundum wohl? Sonst gleich weg. Und immer noch ist es weit weit weit zu viel!

Ähnlich geht es mir mit Büchern. Was lese ich denn wirklich noch ein 2. Mal? Und wie viele Bücher hab ich noch gar nicht zu Ende gelesen?! Das Regal für amazon zum Verkauf wird voll und voller. Auch meine Bücherei hab ich schon reichlich beschenkt. Jetzt fällt mir das Trennen schwer. Ob ich manche echt für später abstellen sollte?

Auf alle Fälle hat sich mein Reduzieren auf das Kaufverhalten ausgewirkt. Ich denk jetzt viel häufiger nach, ob ich mich wirklich „bevorraten“ sollte (eine Verhaltensweise aus dem Krieg und der Nachkriegszeit. Beides hab ich NIE miterlebt, ist wohl genetisch vererbt!!!). So bleibt das Kellerregal angenehm leer.

Wie gut, das Rosenrot (mein Camper) erst nächstes Jahr fertig ist, in 4 Wochen wäre das echt eine gewaltige Aktion!

Ich würd mich freuen, wenn ihr meine blog-Artikel teilt und hinterlasst auch gern Kommentare! Die hier veröffentlichten Aquarelle sind überwiegend noch zu kaufen.

Wunder … gibt es immer wieder …

… heute oder morgen, können sie geschehen … Wer kennt noch diesen Schlager aus meiner Kindheit?

Noch vor ein paar Tagen hab ich darüber nachgedacht, ob ich eigentlich an Wunder glaube. Auslöser waren Neal Donald Walschs Gespräche mit Gott. Mein Fazit: hmmm, weiß nich so recht, bin ja eigentlich mehr eine Täterin/Macherin … Und dann kam mein WoMo Ziel ins Stocken. Hab schon irre viel ausgeräumt, verschenkt, verkauft, aber die brennenden Fragen:

– Wo lasse ich die Möbel?

– Wo melde ich mich an, hab einen „festen“ Wohnsitz?

– Was ist mit Post?

– Welches WoMo nehme ich?

blieben und ich fand einfach keine Lösung.

Wieder angeregt durch diesen einfachen Umgang mit Gott/Universum von Mr. Walsch gab ich es einfach ab. So nach dem Motto: Schau, ich hab mein Bestes bisher gegeben. Jetzt stockt es und ich weiß echt nicht weiter. Wenn es denn wirklich sein soll, dann gib mir Ideen, hilf mir weiter, erledige den Rest.

Es machte nicht bäng, aber eines morgens stand ich mit der Idee auf, meine Nachbarn, die ein größeres Mietshaus im Nachbardorf haben, zu fragen, ob ich dort einen Raum mieten könnte. Und ja! Nicht nur Möbel unterstellen, ich könnte mich dort auch problemlos anmelden und gegen Ausgleich würden sie mir auch die Post nachsenden! Und das für nur 85€ plus!!!!!

Frage 1, 2 und 3 geklärt und ich wurde ruhiger, heiterer.

Neue Frage: Wenn ich ein WoMo finde, aber das Haus noch nicht verkauft habe … Zwischenfinanzieren? Und wie soll ich all meinen Besitz in vielleicht 4 Wochen sortieren und unterstellen …

Gestern war ich in Güster, endlich mal einen Clever life sehen und reinspüren, ob ich mich wohlfühle … und ja, empfand ich sehr angenehm! Es war ein nicht wirklich zu erklärendes Ja: Es roch gut, der Ausbau fühlte sich leicht an, innen war es hell und klar … Und nun der Hammer: Ein Auto nach meinen Wünschen wäre ca. nächstes Jahr September/Oktober fertig … also wirklich genug Zeit, alles hier in Ruhe abzuwickeln … die Finanzierung wäre gesichert … DANKE Universum, DANKE für diese Unterstützung und ja, ich glaube an Wunder.

Engel

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Leben im Umbruch

Haus noch nicht verkauft, Vieles ausrangiert aber noch nicht auf WoMo-Größe geschrumpft, Garten voll verwildert, noch kein optimales Mobil in Sicht, voll unsicher, wo und wie ich Möbel lagere und ob ich mich ab- oder ummelde und wohin und was für Folgen die jeweilige Entscheidung hat.

Komme mir vor, wie auf einer Baustelle. Alles angefangen, nichts beendet, alles im Umbruch und unsicher … fühlt sich echt scheiße unsicher an …so zwischen hü und hott und dazu die Dauerfrage: Tu ich mir wirklich gut damit? Das Herz und die Seele schreien ja, nur der Kopf sät Zweifel!

Dazu Hesses Gedicht Stufen: … und dem Werden deines Glückes, Raum und Felder reichlich gönnen … Zulassen, in der Metamorphose bleiben, der Noch-Nicht-Schmetterling im Kokon … das Schwerste ist, dass ich jetzt eigentlich nicht wirklich aktiv was tun kann außer den Raum halten. Dies ist es , was ich erleben (die Freiheit und das unabhängige Sein) will, bitte Universum tu deinen Teil, hilf, unterstütze und lass es wachsen.

Das Gras wächst nicht schneller, wenn ich dran ziehe … es ist nur schwer zu er/tragen, aus/inne/zu halten … stehen zu bleiben in diesem Sein … Voll konfrontiert mit meinem härtesten Lehrmeister: Ungeduld!

Und voller Dankbarkeit, dass ich überhaupt diese Wahl habe! Ich lebe jetzt im Basislager, der weitere Aufstieg liegt vor mir. Welch ein Glück! DANKE

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Stagnation?

Gestern war ich wieder auf WoMo-gucken-Tour. Eigentlich sehen alle gleich aus: Vorn die Sitze, in der Mitte Küche, Sitzecke und Bad, hinten Bett. Einige in braun, andere in beige, manche mit Teppichboden, andere Laminat. Eben wie Fertighäuser. Serienherstellung, unbeseelt, traurig.

Aber selber bauen? Individuell? Kabel verlegen, Heizung, Wasser, ist alles dicht und funktioniert es? Im Winter bewohnbar? Was will ich eigentlich? Was suche ich? Lebensfreude, Spontanität, heiliges brennen … hat das was mit der Wohnart, der Verpackung zu tun? Oder ist das alles eine Schnapsidee? Oder ein Findungsprozess?

Weiter suchen und auf ein Wunder hoffen … dass ich das finde, von dem ich gar nicht so ganz genau wusste, dass ich es suche. Aber wo mein Herz, meine Seele sofort andocken und JAAAA brüllen.

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Wagenburg

Ich hab schon immer davon geträumt, mit mehreren Wohnmobilen eine Wagenburg zu bauen, wie damals im Wilden Westen. Wir alle zusammen. Dieses WIR von gemeinsamen Abenteuern und Erlebnissen. Vielleicht auch ein WIR gegen den Rest der Welt.

Etwas in der Art lebte ich damals in der Attendornstraße. Dort wohnten wir (mehrere Paare und Singles) dicht verteilt auf wenige Hausnummern und trafen uns eigentlich täglich bei irgendwem zum Kaffee und Klönen am Nachmittag. Tauschten unsere Tageserlebnisse, Kämpfe, Gedanken und Gefühle aus. Das war ein wunderbares WIR.

Später hatte ich Ähnliches in der Reha-Klinik nach meinen Lungenentzündungen. Da wohnte ich gefühlsmäßig „nahe am Marktplatz“. Ich ging aus dem Zimmer ums Eck und war im Cafè, wo wir uns am Nachmittag auf einen Cappuccino trafen, Gedanken und Erkenntnisse austauschten und das Miteinander genossen.

Und bei jeder summer celebration und auch jedes Seminar ist wieder so: Viele Gleichgesinnte auf engem Raum, eigene Erlebnisse, Erkenntnisse, Gedanken und guter tiefer Austausch.

Und immer hatte ich die freie Wahl, wie viel Nähe und wie viel Rückzug ich brauche und habe!

Und jetzt? Sitze ich am Arsch der Welt und freue mich über unsere Treffen einmal im Monat!!!! Oder übers skypen oder telefonieren … Auf alle Fälle hab ich mich mit dem Haus und dem Riesengarten völlig vereinsamt. Früher hätte man sich wohl im Verein oder in der Dorfkneipe getroffen … Aber ich hatte während meiner Berufungszeit gar keine Kraft mehr für Kontakte im Umfeld, war durch die intensive Arbeit mit den kiddies und der vielen Fahrerei abends einfach viel zu ausgepowert, um noch irgendwelche weiten Wege für Kontakte zu bewältigen.

Ja und jetzt? Ich habe guten Kontakt zu einigen Nachbarn, dichter oder auch weiter weg in der Straße. Aber jeder lebt sein Leben, hockt in seinem Haus, bewältigt seinen Garten, seine Pflichten, geht seinen Hobbies nach … Ich fühle mich hier häufig ziemlich einsam! Kneipe? Verein? Ich habs mit der Flüchtlingsarbeit versucht … und irgendwie egoistischen Klüngel erlebt.

Und ich habe keine große Lust, weite Fahrwege nach Lübeck, Hamburg oder Hannover zu bewältigen, um für wenige Stunden dieses WIR zu haben! Später, im WoMo, habe ich wie eine Schnecke mein Häuschen dabei, habe dichte Nähe und kann mich zurückziehen, kann ganz WIR leben und weiterfahren …

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Dazu gehören

Seit der Trennung von meiner Tagesmutter im Alter von 5 Jahren habe ich mich immer danach gesehnt, mich wieder so aufgehoben und so dazu gehörig zu fühlen. Statt dessen: In der Grundschule wurde ich gemobbt, die damaligen Freunde hielten mich für arrogant, im Gymnasium zählte nur Leistung (Erwachsenenseite) und Wildheit (Kinder/Jugendliche) und beides konnte ich nicht so perfekt hinkriegen. Es gab eine kurze Spanne, da waren WIR das erste Schulsprecherkollektiv. Da gab es meinen ersten Freund. Dann Berufswahl, später Studium … immer gab es Gruppen, zu denen ich irgendwie nicht ganz gehörte.
Ich will hier nicht als Opfer rumjammern, ich will nur meinem Lebensgefühl nachspüren: Ich wollte gern eingewoben sein in ein Gewebe und fiel doch aus allen raus! Geht das allen so?

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Noch heute gibt es Momente/kurze Phasen, da fühle ich mich ganz dazu gehörig: Manchmal in tiefen Gesprächen, bei stillen Spaziergängen in der Natur, beim Toben und Spielen mit Frida und bei der Meditation. Ein tiefes Gefühl von Ja und EinsSein durchzieht mich dann. Selten und Wunder-schön.

Meine Freundin Marita sagte mal, dass es auch in der Ehe tiefe Einsamkeit gäbe, dass es eben auch da Phasen gibt, wo sie sich nicht eingewoben fühlt. Welcher Teil überwiegt? Bei mir ist es ein Grundgefühl, dass ich draußen bin, nicht dazu gehöre, allein klar kommen muss und mich bemühe, dass es nicht so auffällt, dass es nicht so tragend wird.

Wie wird das sein, wenn ich nur noch umherziehe? Damals, in meiner ersten Hippiezeit, fand ich eine tiefe Verbundenheit mit Mutter Erde. Ein tiefes, tiefes Heimatgefühl in der Natur! Ganz verwoben mit dem reißenden Fluss in Griechenland (Hades), dem Vollmondaufgang am Olymp, den Kastanienwäldern in Oberitalien, der Salzwüste in Tunesien und letztlich den Rapsfeldern hier in Schleswig-Holstein. Dieses Gefühl ist mir ziemlich abhanden gekommen, streift mich nur noch manchmal in tiefen Momenten bei Spaziergängen am Strand, in den Wäldern …

Letztlich sind wir alle Finger einer Hand, Teil eines Körpers … Nicht immer kann ich mir das vorstellen und nur selten ist es mir bewusst!

Und dann kam heute in der Kirche (Goldene Konfirmation!) kam der Gedanke, WIR, das ist die Gemeinschaft, die wir gemeinsam schaffen. Und meine ist dann örtlich mehr global, mit Freunden in Belgien, Schweiz, Österreich und überall in Deutschland.

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Geduld!

Ein Teil von mir möchte davonpreschen, sieht sich schon an der Atlantikküste stehen und die würzige Luft tief einatmen. Ein anderer Teil ruft: Gemach! Lass uns das alte Leben würdig verabschieden und in Ruhe schauen, was noch ins neue passt!

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Gestern hab ich ca 30 saubere, leere Marmeladengläser weggebracht. Warum hatte ich die? Ich wollte gern mal selbst Marmelade kochen. Warum? Ich ess ganz selten süßen Brotaufstrich, bin mehr für Herzhaftes. Und so wird häufig gute, gekaufte Konfitüre schlecht. Zum Verschenken? Freut sich der andere Mensch über das 5. Glas Marmelade zu Weihnachten? Sicher nicht! Außerdem bin ich nicht so eine begeisterte Küchenfee, denn nur selten gelingen mir die Dinge so, wie ich sie gern hätte.

Also, wozu die Gläser? Man/frau mit Garten kocht eben ein. Und so ist so viel Altes in mir, „man-tut-das“-Geschichten, die so gar nichts mit mir zu tun haben! Und all das darf beim Aufräumen jetzt sich verabschieden.

Welches der 3587 Bücher lohnt sich wirklich, ein 2. Mal zu lesen? Manche, die hier rumstehen, hab ich noch nicht mal das erste Mal gelesen … So hab ich jetzt Walsch entdeckt, aber andere …? Ich lass mir Zeit, sortiere ganz bewusst aus und verkaufe, verschenke, reiche weiter.

Zum ersten Mal erlebe ich diese Erleichterung des Loslassens. Frühere Ausräumaktionen hatten was Willkürliches, zumindest völlig Unbewusstes und hatten meist zur Folge, dass ich das ausgeräumte Teil schnell vermisst und somit wieder neu gekauft habe.

Tischdecken: Ich habe 2 Tische im Häuschen und ca 30 Tischdecken …

Bettzeug: Ein Bett, ca 15 Bezüge. Gestern endlich die Daunensachen (2 Kissen, eine Decke) zur Sozialstation gebracht. Ich bin allergisch gegen die Federn!!! Aber ca 20 Jahre lagen sie hier rum … Ich staune, was alte Glaubensätze wie – das kann man noch mal brauchen, – das ist zu schade zum Wegschmeißen, – wer weiß, wozu es noch mal gut ist … mit mir und meinem Leben gemacht haben. Jetzt freut sich vielleicht ein Obdachloser im nächsten Winter über die warme Pracht.

Ich würd mich freuen, wenn ihr meine blog-Artikel teilt und hinterlasst auch gern Kommentare!