Leben wie Gott in Frankreich …

Mein persönliches Fazit aus meiner bisherigen Frankreichtour:

Wundervolle Landschaften, üppige Natur, ein Reichtum an Tieren und Vögeln, ganz selten überfahrene Tiere auf der Straße, viele abwechslungsreiche Landschaften, wenig befahrene N und D Straßen, gepflegte Autobahnen, viele achtsame Fahrer, ganz wenig Müll an den Straßenrändern und echt viel weniger Weihnachtsgedöns.

Am meisten haben mich die vielen Vögel beeindruckt, die ich im Vorbeifahren sehen durfte: Habichte, Weihen, Bussarde, Eichelhäher, Schwalben, Stare, Meisen, Kraniche, Silber- und Graureiher, vielleicht Störche … und am letzten Stellplatz in Port-au-Nouvell … Flamingos! Wunderschöne, grazile, elegante Tiere … mit einer gruseligen Krächze.

Also Landschaft und die Üppigkeit der Natur sind einfach unbeschreiblich!

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Da ich eigentlich gar kein Französisch spreche, war/ist der Kontakt zu den Menschen sehr eingeschränkt gewesen. Aber es war immer freundlich, um Verständnis bemüht und viel Lachen! Und ich bin nie angeeckt, obwohl ich mich häufig, wenn ich keinen WoMoStellplatz fand, irgendwo hingestellt habe: Am Schwimmbad, vor einer Kirche, vorm geschlossenen Campingplatz.

Meine größten Herausforderungen waren technischer Art:

  • Die menschenlosen Kassierhäuschen an der Autobahn. Hier war der anonyme Sprecher am Notfallknopf einmal genervt von mir, dass er mich schließlich einfach durchgewunken hat: GO!!!!
  • Die Zapfsäule, die nur mit Kartenzahlung funktionierte.
  • Aber das WLAN-Netz war überall erste Sahne, flott und Flächen deckend!

Beim Einkaufen gefielen mir am meisten die kompostierbaren Plastiktüten, und dass neben den Preisen beim Gemüse auch ganz groß das Herkunftsland ausgewiesen war. Kein Suchen mit der Lupe!

Jetzt geht’s rüber nach Spanien und ich bin gespannt, welche Abenteuer und Erfahrungen mich dort erwarten.

Erste Eindrücke: Plastik ohne Ende, jeder raucht und die Lebenshaltungskosten traumha… Diesel teilweise unter 1,20€, Obst und Gemüse preiswerter als bei uns. Erste technische Herausforderung: mit Handy als Karte durch Figueres zum Dali-Museum. ES HAT GEKLAPPT. Bin so was von stolz auf mich …

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Im Dali-Museum fand ich die Drachenschalen am Schönsten.

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Wenn eine eine Reise tut …

Frankreich, was mir auffällt:

  • Die Lebensmittelgeschäfte haben sonntags alle bis 13h auf. Nicht, dass ich für Mehrarbeit plädiere, aber dieser Schnack, dass wir die fleißigste Nation Europas seien, muss kräftig überdacht werden!
  • Die Autofahrer halten sich zum größten Teil wirklich an das Tempolimit.
  • Die Blitzer an der Straße sind sehr phantasievoll verklebt.
  • In jedem Dorf gibt es in der Ortsmitte Fußgängerüberwege, die mit extremen Hubbeln in einer 30er Zone sind.
  • Bei Lidl gibt es Tüten aus kompostierbarem Plastik. Bei uns auch?

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Und manchmal will es das Leben anders! Dann wird es Zeit, inne zu halten und nicht mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Bei mir: Letzten Samstag kam ich in extremen Zickzackkursen einfach nicht über Orleans hinweg. Die Gelbwesten versperrten die Kreiselabfahrten und leiteten um.

So verfuhr ich über 300km, um knapp 200km auf meinem Weg voran zu kommen. Außerdem waren alle Campingplätze geschlossen und WoMo-Stellplätze zwar ausgeschildert, aber ich fand sie einfach nicht.

Total genervt bat ich das Universum um Hilfe, fand ein ruhiges Plätzchen für die Nacht und schlief sturmumtost an der Loire.

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Am Morgen bei der Medi dann das Bild von den Pyrenäen auf der Atlantikseite … ich schaute später bei google und Wetter: -3 Grad und leichter Schneefall. Damit war mein Weg Richtung Portugal versperrt … und ich hab die Bretagne verschoben. Fahre im Frühjahr hin! Und wie schlug Don Juan bei Castaneda vor: Lass alles eine Bestätigung sein. Jepp!!! Kaum beschlossen, brach die Sonne durch.

Also, bleib deinem Traum treu, verfolge ihn und vielleicht musst du es manchmal andersherum probieren!

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Wem Gott will rechte Gunst erweisen …

kennt ihr das Lied? Seit etwas über eine Woche bin ich unterwegs und schon so viel erlebt!

Erkenntnisse:

  • Andere Bundesländer haben viel mehr Wald.
  • Der Verkehrswahnsinn an einem Wochentag um 14h um Stuttgart herum ist für Norddeutsche unvorstellbar.
  • Auch Deutschlands Süden ist wärmer: Temperaturen 2stellig, aber Regen.
  • Eine Norddeutsche/zumindest ich tue mich (noch) schwer mit dem Fahren in den Bergen. Bin keine Bergziege!
  • Und das Wichtigste: Freunde sind unbezahlbar!

Ich hab es so genossen, an dem Freiburger Holon teilnehmen zu dürfen! Ich war willkommen, konnte mich tief mitteilen, wurde gesehen, gehört und lauschte. Es ist unbeschreiblich, was diese Ausbildung mit uns allen macht! Wie sie uns trägt, zusammenfügt, bereichert und weckt.

Und meine zweite wichtigste Erfahrung/Erkenntnis: Angst beengt, behindert die Potentialentfaltung. In den letzten 2-3 Wochen war ich ja plötzlich sehr mit meinen Ängsten konfrontiert und es hat mich viel Kraft gekostet, ins Jetzt zu gelangen.

Durch Eigenbeobachtung habe ich bei mir erkannt, dass die Angst im Kopf beginnt: mit einem Bild aus der Vergangenheit, dazu ein paar Worte in Richtung mögliche Zukunft. Dann halte ich den Atem an oder atme flacher und schon macht sich eine Enge im Brustraum breit und ich beginne zu schwitzen. Diese Körpersensationen benenne ich dann mit Angst! Dazu erinnere ich mich vielleicht noch an meine Sterblichkeit und schon habe ich totale Schwierigkeiten, das Jetzt wahrzunehmen. Aber alles, wirklich all das, spielt sich nur im Kopf und ein bisschen im Körper ab!!!!! Im Außen ist Stille, nichts Sensationelles, meist Alltagsroutine.

Um im Außen weiterhin (trotz des inneren Towabou) zu funktionieren, hat sich jeder bestimmte, Unterwürfigkeit signalisierende Verhaltensweisen angewöhnt: Kleine Augen, Lächeln, buckeln/klein machen (meine Lieblingsform), Verwirrung … aber niemand, der sich so verhält, ist in seiner Kraft, Klarheit und Stärke! Und kann somit auch nicht sein Potential entfalten.

Und welche Potentiale habe ich erkennen dürfen!!!!! Hinter all der Angst!
Wie wichtig ist es doch, dass wir uns gegenseitig ermutigen, uns die Erlaubnis zum Strahlen erteilen, uns liebevoll wahrnehmen und hinter/unter all die Selbstkritik und Ängste schauen.

Von daher: Sei mutig, lebe deine Träume und unterstütze andere!

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JetztZeit

Es ist wahr, es ist gegenwärtig, es ist real. Ich bin angekommen! Ich habe die letzte Nabelschnur (Stromkabel zum Haus) „gekappt“ und mich verabschiedet. Nun lebe ich nur noch „auf der Straße“.

30 Jahre Heimat, Belastung, Aufgabe, Sicherheit … und nun das ganz andere, neue Leben.

Die letzten 2 Wochen haben mich ziemlich geschüttelt. Plötzlich waren Ängste da, Befürchtungen, Zweifel … ein riesengroßes Fragezeichen, ob ich wirklich das Richtige tue. Ich habe mir Zeit geschenkt: Ein Jahr gebe ich mir, sammle Erfahrungen in diesem neuen Leben und November 2019 denke ich erneut darüber nach, ob ich ein weiteres Jahr so leben möchte. Bis dahin sind Zweifel nicht angebracht, ich sehe nur Lernaufgaben und will mich um Lösungen bemühen. 

Ich komme immer mehr im Jetzt an und es ist so schön, so beglückend! Jetzt stehe ich auf einem Parkplatz vor einer Autobahnraststätte und der Wind umbraust mein kleines Heim. Fridel döst noch ne Runde, ich schreibe mit Käffchen an meiner Seite, habe gestern mich von der Ostsee, von Freunden auf dem Stellplatz und meiner langjährigen Freundin Marita verabschiedet. Bin voller Freude und Gelassenheit bis hinter Hildesheim gefahren und freue mich auf Margit morgen. Wie ruhig es sogar hier sein kann … zwischen den brausenden Autos, zwischen den Gesprächen draußen, Zwischenräume! Alles ist gut!

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Wenn`s dir gefallen hat …

…. spendier mir doch ein Käffchen. Mein Spruch am Ende jedes Beitrags trägt Früchte. So war ich neulich mit Karin essen und ihr „nee, Wasser und Espresso zahl ich“ verstand ich erst gar nicht. „Na, da steht doch immer, sprendier mir mal n Käffchen und ich komm mit PayPal nicht klar.“ Und so genoss ich den Espresso mit ihr.
Auch jetzt trinke ich grad ein Käffchen, danke Gaby! Diese kleinen Anerkennungen tun gut. Danke auch noch mal an Cindy und Barbara.

Und sonst? Der Stand der Dinge: Am Ende des Monats ist Showdown. Dann muss das Geld auf dem Konto sein, bis dahin will ich den Weißen verkauft haben und ich will einen neuen festen Wohnsitz. Das gestaltet sich schwer, denn durch den vielfachen Missbrauch gibt es eine Gesetzesänderung: Der Vermieter muss unterschreiben und der letzte Passus droht Strafgelder bis zu 50.000€ an. Das beängstigt natürlich.
Nur was ist Missbrauch? Wenn ich dadurch Sozialhilfe in mehreren Gemeinden kassieren würde. Laut Auskunft meines Meldeamtes darf ich so viel reisen, wie ich will. Es gibt keine Mindestanzahl von heimischen Tagen. Und die Gemeinde wird nur tätig, wenn ich auf amtliche Post nicht reagiere oder Mahnverfahren habe. Das ist ja nicht zu erwarten, denn ich berechtige und bitte meine Freunde/meine Vermieter, meine Post zu öffnen und sie ggf. zu fotografieren und mir per whatsapp zuzuschicken. So kann ich von überall reagieren. Und der Tipp der Gemeinde: Bei einer amtlichen Einladung kann ja ggf. auch der Termin passender verschoben werden. Nette Aussage dort auch noch: „Das wurde gegen Missbrauch erschaffen, Sie wollen ja nur ein bisschen rumtingeln.“
Auch hier darf ich wieder den Unterschied von Ego (=Angst, falsch-richtig, gut-böse, Dualität) und Seele (=Vertrauen in eine höhere Macht) sehen. Dies Gesetz wurde nicht zum Gängeln braver Bürger und Steuerzahler gemacht, es wurde geschaffen, um Missbrauch und unrechtmäßige Bereicherung zu verhindern!
Wie mich dieser Weg schon bereichert hat! Früher hätte ich mich nie getraut, so offen und ehrlich darüber zu reden, was ich wirklich will. Und wie viele gute Erfahrungen wurden mir dadurch schon beschert!!!! Immer wieder erfasst mich an diesem Punkt tiefe Dankbarkeit.

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und natürlich …

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Wenn immer nur die Möhre lockt …

Wenn ich erst mal das WoMo hab, dann wird`s schön. Wenn ich erst mal das Haus leer hab, dann wird`s schön. Wenn ich erst mal im Süden bin, dann wird`s schön. Wenn erst mal die Sonne scheint, dann … kennst du das auch? Das Schöne, die Freude, das pralle Leben liegt in der Zukunft? Ich renne wie der Esel der Mohrrübe nach, die der Reiter an der Angel vor mir schaukeln lässt. Ich erreiche sie nie … ich verpasse den Moment.

Und wer ist der Reiter? Die dauernde Unzufriedenheit.

Ich lebe nicht, ich werde gelebt. Eine Vision gibt Richtung, weckt neue Energien, lässt mich über manche Hürde des Alltags hinwegspringen. Aber wenn ich nur auf die Zukunft gerichtet lebe, wenn ich nur einem Wunsch, einem Traum hinterherjage … es braucht auch den Moment des Annehmens, das Gefühl der Erfüllung, der Dankbarkeit: Egal, ob ich diese Vision je annähernd erreiche, jetzt … hier … dieser Moment, das ist mein Leben und es ist gut so. Dieser Moment ist alles, was ich habe.

Mal sehen, wo heute mein Goldklumpen steckt!

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