Manchmal halte ich es nicht aus …

Es gibt keinen Trost. Nur die große Leere: Sie ist nicht mehr da.
Nachts wache ich auf, weil ich sie gehört habe … und dann ist mein Herz so voller Liebe, bis die Erinnerungen kommen. Ihr hilfloser Blick, ihre Verwirrtheit nach jedem Anfall, ihr plötzlich vorhandenes Wolfsgeheul … Ich vermisse sie so sehr, dass ich es nicht aushalten kann, in Aktionismus flüchte oder in ein Buch.


Und manchmal plagen mich Schuldgefühle. Hätte ich es länger versuchen sollen? Nicht so schnell aufgeben? Doch dann sehe ich ihre mühsamen 5 Schritte, ihr pieschen vor dem Bus … es wäre nur eine Verlängerung der Qual gewesen.
Das ist der Vertrag, den man mit einem Hund eingeht: Ihn rechtzeitig erlösen, wenn das Leben keine Qualität mehr hat. Ich habe diesen Vertrag eingehalten und muss mit den Folgen leben.

Und das halte ich manchmal nicht aus …

Freunde

Ich bin so dankbar, dass ich hier aufgefangen werde. Katty, Maria, Roger und Piet sind da, essen, trinken und spielen mit mir und ich finde Halt und ins Leben zurück, mit Frida an meiner Seite. Sie ist immer noch da, bei mir, neben mir, nachts wache ich auf, weil ich sie höre.


Neulich hat Roger Paella gemacht. Hier das Rezept:
Jakobsmuscheln anbraten und zur Seite legen.
Shrimps mit Knofel und Chilli anbraten und zur Seite legen.
In Olivenöl und Chilli marinierte Hähnchenstücke anbraten, gewaschene und abgetrocknete Tintenfischstücke dazu, Paellagewürz, am Rand der Paellapfanne verteilen
Samba Oleg mit Tomatenmark in der Mitte anrühren, Paellareis dazu, Olivenöl, Thymian, Piripiri, Zwiebeln, am Rand der Pfanne verteilen
Tomatenstücke, rote Paprika, Erbsen, Oliven kurz in der Mitte anbraten, dann alles vom Rand unterrühren, die Shrimps und kleine Muscheln dazu, gehackter Knofel und Brühe, reduzieren lassen mit Deckel
Evt. Brühe nachgießen
Jakobsmuscheln mit Kräuterbutter verteilen, Deckel
Guten Appetit!

Ich zerbreche

Am Montag war war so weit. Der schwerste Gang in einer Mensch-Hunde-Beziehung stand mir bevor. Meine geliebte Frida konnte kaum noch gehen, verlor ihre Piesche und hatte immer wieder ganz schreckliche Krämpfe, Anfälle.
Wir gingen in die Praxis, sie lag auf dem Tisch, die Ärztin gab Zeit. Doch Zeit ist auch grausam. Sie verlängern das Leid, von beiden.
Ich nahm sie in den Arm, nickte der Ärztin zu und vergaß das Umfeld. Ich erzählte ihr von unseren Abenteuern, lachte mit ihr über manche Szenen, küsste ihren Hals, sie schlief ein. Ich redete weiter, die Tränen liefen, erzählte von Fahrten, erinnerte an das Meer, beschrieb unsere Spiele, streichelte ihren Bauch … und dann wurde sie schwer und ich wusste, es ist vorbei.
Das war der schwerste Gang meines Lebens. Nein, ich liebe Hunde, aber das kann ich nicht mehr. Fridel war die Letzte, die Beste, meine geliebte Partnerin.

Inzwischen bin ich …

In Totana angekommen und auch die Freunde vom letzten Jahr trudeln langsam ein. Es ist wie nach Hause kommen! Und gestern fand die erste Prozession statt: Eulalia zog für die Feiertage runter in die Stadt, begleitet von tausenden lachenden, tanzenden, singenden, musizierenden Menschen.
Unterwegs gab es Haltestellen für die Träger und TeilnehmerInnen, wo sie kostenlos Pizza oder Naschereien konsumieren. Zur Unterstützung gab es Schnaps, gemischt aus Limonensaft, Honig und dem süßen Annis.
Ich liebe diesen fröhlichen, lebensbejahenden Glauben!

Wenn eine eine Reise tut …

Vorgestern war ich am Kloster Montserrat. Eigentlich wollte ich am Fuße des Berges auf einem kleinen Parkplatz stehen, um dort dann später auch zu übernachten, aber mein Navi meinte, ich sollte bis ganz nach oben fahren. Das habe ich getan, auf dem Weg musste ich an der Schranke ein Ticket lösen.
Der Parkplatz klebt am Berg, abschüssig und für mich vom platten Land gefährlich. Also habe ich den Van gesichert, indem ich abwärts eingeparkt bin, mit der Handbremse, dem eingelegte Rückwärtsgang und der Reifenstellung gen hoher Bordsteinkante, um ein ungeplantes Abwärtsrollen zu verhindern.
So konnte ich mit ruhigem Gewissen die Kirche mit der schwarzen Madonna ansehen.
Als ich jedoch den Platz mit dem WoMo verlassen wollte, musste ich zuvor das Parkticket einlösen. Der erste Schreck erfasste mich, denn der Automat forderte 80€ von mir, da die Kamera an der Schranke meinen Wagen als Personenbus eingestuft hatte. Der Weg zurück zur Information beruhigte mich etwas, denn mir wurde versichert, dass an der Schranke Personal säße, das falsche Tickets berichtige.
Aber schon folgte der nächste Schock, denn das Zündschloss ließ sich nicht drehen! Es war eingerastet und sprach nicht auf den Schlüssel an. Was soll mir das nun wieder zeigen??? Zum Glück gibt es für jede Gelegenheit Videos auf YouTube und so erfuhr ich, dass ich kräftig am Lenkrad rütteln sollte, um die Justierung zu lockern. Nach einigen Versuchen klappte es.
Und unten saß ein sehr netter Mann, der meinte, dass mein Herz bei dem Ticketpreis wohl einen Aussetzer gehabt habe. Lachend forderte er den angemessenen Preis und ich verließ endlich das Gelände.
Im Weiteren gestaltetet sich die Stellplatzsuche als ziemlich schwierig, so dass ich erst in der Dunkelheit auf einem angemessenen Platz einparken konnte. Das war der Tag der Widrigkeiten, doch mein Fazit: Es gibt nette, hilfsbereite, zugewandte Männer, auf die ich mich verlassen kann.
Demnächst berichte ich von der Madonna.

Endlich wieder unterwegs!

Ihr Lieben, ich bin wieder auf Tour. Sie begann mit einer Lesung in Pirna, Anfang Oktober. Danach genoss ich erneut das Despacho mit Solveig in ihrem wunderbaren Haus nahe Freiberg.
Da meine neue Scheckkarte und die Druckexemplare der Bücher noch nicht eingetroffen waren, fuhr ich erneut nach Hause, packte den Van vollständig und verabschiedete mich von meinen Freunden dort. Nun ging Ende Oktober die Fahrt in die Überwinterung nach Spanien endlich los! Allerdings mit einem Abstecher nach Remshalden, denn Stefanie hatte mich und ihre Freunde zu einer Lesung geladen. Es war so wundervoll! Ein warmes Klima der liebevollen Akzeptanz empfing mich und ich bedankte mich mit einem 2-Stunden-Programm bestehend aus Erzählungen aus meinem Leben, vorlesen aus biestig und einer Traumreise zum heiligen, inneren Ort. Ein wunderbarer Beginn für meine Reise!
Jetzt, eine Woche später, stehe ich an der Rhone, genieße die herbstliche Stimmung in den Weinbergen und werde heute nach Uzes auf das Weingut fahren. Das Leben ist warm, die gelblichen und roten Farbtöne schmeicheln der Seele und ich fühle mich geborgen und geliebt. Ich schicke Licht und Liebe in eure Herzen, mögen eure Seelen es empfangen!

private Lesung

Bequeme Sessel, weiche Kissen, samtener Rotwein in bauchigen Gläsern, Kerzenlicht, auf dem Tisch stehen Käse und Kräcker … wir sitzen in gemütlich kleiner Runde und ich lese, erzähle von Abenteuern, den Wirren des Herzens, Zaudern und Herausforderungen.
Hast du dazu Lust? Du lädst deine FreundInnen ein und ich komme und gestalte unseren Abend. Ab der letzten Oktoberwoche bin ich wieder auf dem Weg in den Süden, Mitte März auf dem Rückweg.
Melde dich und wir finden einen Termin.

umgekrempelt …

… ist auf dem Weg, habe gerade die Druckfahnen versendet.

Kurze Inhaltsangabe: Jens ist unglücklich. Sein Leben entspricht in keiner Weise seinen Vorstellungen. Er lebt, was sein Vater will, was seine Mutter für richtig hält, wie es die dörfliche Gemeinschaft regelt. Wird er je den Mut haben, seinen Wünschen und Träumen zu folgen? Er schwankt zwischen zaghaftem Aufbegehren und Resignation, bis die Umstände ihn zwingen, endlich seinem Herzen zu folgen. Wird er diesen außergewöhnlichen Weg beschreiten und sich von seinen Fesseln seiner Herkunft befreien? Sich für ein eigenes Leben in Freiheit und Unabhängig entscheiden?
Angelehnt an eine wahre Heldenreise …

Nach dem Buch …

kommt das nächste. Dieses würde ich gern in Zusammen’arbeit’ mit interessierten LeserInnen schreiben. Meine Idee: Ich veröffentliche Teile der Gliederung, vielleicht auch einzelne Kapitel, und erhoffe mir direktes feedback und Vermutungen, wie es weitergehen könnte. Hättet ihr Lust dazu? Dann meldet euch bitte, ich würde eine gesonderte Gruppe wahrscheinlich auf WhatsApp dazu einrichten.
Was es bisher gibt: Drei Frauen, Emilia, Käthe und Lucy, die gemeinsam auf einem Areal für Tinyhäuser leben. Sie waren einst dicke Freundinnen, bis auf dem Midsummerfest vor 10 Jahren das Unglaubliche geschah. Seitdem reden sie kein Wort mehr miteinander.
Was könnte geschehen sein? Wie ist ein Leven auf so einem engen Areal, wenn man sich nicht mehr kennt? Fahren alle drei mit ihren jeweiligen Mobilen im Winter in den Süden?
Ich freue mich auf eure Ideen!