Zeitweiser Abschied

Liebe LeserIn, danke für deine Treue, dass du immer mal wieder auf diese Seite geschaut hast. In den letzten Wochen habe ich ja nicht mehr so regelmäßig hier geschrieben und das liegt daran, dass ich so mit meinem Roman beschäftigt bin. Wenn ich mehrere Stunden geschrieben habe, bin ich leer. Dann fällt mir nur noch Blabla ein und das möchte ich hier nicht veröffentlichen. 

Also habe ich beschlossen, eine Pause einzulegen. Ich bin inzwischen heil und gesund wieder in Deutschland angekommen und wurde von Freunden und  in meiner WG sehr herzlichst begrüßt. Ich melde mich auf dieser Seite wieder, wenn ich mich im Herbst erneut auf den Weg in den Süden mache. Bis dahin bleib gesund und genieß das Leben!

Falls jemand Lust hat, mein Buch in der Entstehungsphase mitzulesen: Ich suche Testleser, Rückmeldungen erwünscht und gefordert. Falls du dazu bereit bist, bitte melde dich. Ich freue mich. 

Sei herzlichst umarmt und ich freue mich auf ein „Wiederlesen“ im Herbst.

tarraaaaa

Ihr Lieben, heute tue ich es. Hier kommt ein Appetizer zu meinem Buch, ein Vorgeschmack. Ich bitte euch herzlichst um Feedback … Es ist der allererste Entwurf, unüberarbeitet, also mit jeder Menge Möglichkeiten zur Verbesserung.

1. Teil: Wie alles begann

Der Zusammenbruch

Ich bin Ella Mutzek, 57 Jahre und schuldig. 

Mein ganzes Leben war ich nicht gut genug, nicht fleißig genug, nicht ordentlich genug, nicht schön genug … ich bin einfach nirgends genug!

Ich musste 3x die Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium ablegen und niemand ließ damals einen Zweifel daran, dass ich letztendlich die Aufnahme nur dem Einsatz meines Vaters verdanke. Ich war einfach nicht schlau genug. 

Schließlich schaffte ich das Abitur, ging endlich sogar an eine Universität und absolvierte sogar ein Studium zum Lehramt und nun bin ich seit langer Zeit Lehrerin. Ich mag meinen Beruf, finde es manchmal sogar echt erstaunlich, dass ich dafür sogar Geld bekomme … aber …

Es gibt Kinder, die verstehen meine Erklärungen nicht oder nicht richtig. Ich finde es schrecklich, denen dafür in der Arbeit eine schlechte Note zu geben. Ich hätte das doch besser erklären müssen. 

Es gibt Kinder, die langweilen sich im Unterricht, andere sind überfordert, manche haben so viele Probleme zu Hause … und dann sollen sie hier die Klasse wiederholen? 

Ich habe eine andere Unterrichtsform eingeführt: Offenen Unterricht. Jedes Thema ist so aufbereitet mit Spielen, Informationen und Übungen, dass jedes Kind selbst entscheiden kann, wie viel es davon wissen will. Jede Ferien, jeden Nachmittag, jedes Wochenende sitze ich und bastle, schnipple, klebe und suche Informationen zusammen. 

Der Nachteil: Ich habe keine freie Zeit mehr für mich. Ich habe keine Freunde, und keine Liebesbeziehung mehr, nur noch der Hund und ich. Und nun ist auch noch der Hund tot. Das ist einerseits gut, denn ich liege im Krankenhaus und hätte niemanden, der sich um sie kümmert, aber wenn ich daran denke, wieder nach Hause zu gehen, in das leere Haus … Sofort schießen mir die Tränen in die Augen. Das ist kein zu Hause, das ist eine leere Bude mit Schreibtisch und Bett.

Ich schluchze, kann mich kaum einkriegen, die Tränen schießen mir nur so aus den Augen. Ich setze das ganze Bett unter Wasser …

„Ach Liebe, was ist denn?“ Schwester Gertrud schaut ganz bekümmert. „Tut Ihnen was weh?“

„Ja,“ jammere ich „mein ganzes Leben.“

„Ach Kindchen,“ sie ist kaum älter als ich. „Sie haben doch so einen schönen Beruf! Und sie bekommen sogar Post von Ihren Kindern!“

Eine Kollegin war heute hier und hat einen dicken Umschlag mit vielen lieben Briefen, Karten und Bildern vorbei gebracht. 

„Ja,“ japse ich, „aber ich kann das nicht mehr!“ Jetzt ist es raus. Ich kann das einfach nicht mehr. Seit Jahren fühle ich mich überfordert, stehe eigentlich permanent mit dem Rücken an der Wand und befürchte, dass irgendwer es endlich entdeckt. 

Entdeckt, dass ich unfähig bin, dass ich zu Unrecht diesen Posten bekleide, dass ich gar keine ordentliche, gute Lehrerin bin, dass ich unfähig bin. Bei diesen Sätzen breche ich innerlich zusammen und schwimme in meinen Tränen. Der Hals ist wie zugeschnürt, in der Brust wird es eng und der Schwindel setzt wieder ein. Alles um mich herum dreht sich, ich komme mir vor, als wäre ich auf einem Schiff bei Windstärke 12. Mir wird übel und ich befürchte, gleich in Ohnmacht zu fallen. 

Um mich herum piept es, irgendwie bricht Hektik aus, aber mir ist das alles egal: Ich lasse los und verschwinde.  

—> würdet ihr gern weiterlesen?

 

dankbar

Liebe LeserIn, ich möchte mich ganz herzlich bei dir bedanken, dass du immer wieder meine Gedankensplitter liest und auch zeitweise kommentierst. Ich liebe euch dafür! Und ich bin froh und dankbar, dass ich in all den Jahren, in denen ich mich hier so auslasse nur 2 echt bösartige Rückmeldungen bekommen habe. Was für ein Glück! 

Bei beiden Schreiben vermute ich männliche Dinosaurier dahinter, die noch nicht mitbekommen haben, dass Frauen heute selbstbestimmte, freie Wesen sind, die sich selbst erwählen, mit wem sie ihre kostbare Lebenszeit verbringen wollen.

Heute habe ich eine Bitte an euch: Ich schreibe (endlich!!!) mein nächstes Buch. Es ist wieder ein Tatsachenroman und ich frage euch: Wovon würdet ihr gern mehr lesen? Welche meiner Themen haben euch berührt? Ich wäre über Rückmeldungen sehr dankbar und freue mich schon, von euch zu lesen.

Herzlichst eure glückliche Sybille

Rückkehr zur „Normal“ität?

Was passiert, wenn die Krise vorbei ist? Nun, inzwischen sehe ich mehr Chance als Krise. Der Virus und seine Folgen haben mir so viele positive Nebeneffekte gezeigt: Die Kreativität, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Dankbarkeit der Menschen (In Spanien fahren jeden Abend zwischen 19h und 20h Polizeiwagen mit riesigen Lautsprechern übers Land: Die Polizei dankt der Bevölkerung, dass sie sich an die Ausgangssperre halten!), die Rückkehr und Erholung der Natur und meine kritische Bewusstwerdung meines Lebens … ich möchte nicht einfach nur zurückkehren, ich möchte Anderes erschaffen!

 

So ist Dankbarkeit, Wertschätzung und Wohlwollen zu meinen ständigen Lebensbegleitern geworden. Mein bewusster Fokus ruht immer mehr auf all dem Schönen und Guten in der Welt. Und ich pflege die Stille und gesunde Ernährung als Zeichen meiner Selbstliebe.

Fazit: Was nimmst du aus dieser besonderen Situation mit? Was für eine Welt möchtest du erschaffen? Sind Dankbarkeit, Wertschätzung, Wohlwollen und Freundlichkeit auch für dich wichtige Werte geworden?   

Grundsätzlich freue ich mich über Kommentare, Anregungen, Meinungen (Dazu bitte die Seite durch Anklicken der Überschrift extra aufrufen!). 

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Die andere Seite

Ich weiß nicht, wie es dir grad geht, aber mir tut es total gut, mich mit all den positiven Folgen von Corona zu beschäftigen: Klare Kanäle in Venedig,  Delfine in den Mittelmeerhäfen, nachbarschaftliches Einkaufen, Briefe und Postkarten von Unbekannten an Bewohner in Altenheimen, vermieten von Spargelreihen, nähen von Atemschutzmasken, Vermieter, die die Mieten halbieren oder sogar aussetzen … und die vielen lustigen Filmchen bei fb. Corona ist für mich ein Lehrmeister in Kreativität, Hilfsbereitschaft und  menschlichem Miteinander.

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Fazit: Jeder Schatten, jede Krise, verdeutlicht das Licht. Und so ist mir noch mal klarer vor Augen geführt geworden, wie wichtig bewusste, dankbare Lebensführung ist. Ich hoffe, dass auch du dich nicht in den Zahlen und Negativmeldungen verlierst! 

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Corona und kein Ende

Was macht das alles mit dir? Anfangs hab ich den hipe echt belächelt, hielt das Aufbauschen für eine medienwirksame Ablenkung von anderen, ungelösten Themen. Dann ließ mich die spanische Ernsthaftigkeit, mit der für das Einhalten der Notstandsgesetze gesorgt wird, innehalten. 

Jetzt lebe ich in Quarantäne de luxe, bin von der Notlage berührt und staune über all die positiven Ergebnisse: Die Natur erholt sich, fremde Menschen begegnen sich freundlich, höflich und hilfsbereit und auch bei fb nehmen die Hetztriaden ab! Es ist, als ob ein übergroßer Finger droht und fragt: Wie willst du wirklich leben, Mensch?!

Fazit: Inzwischen überwiegen bei mir die Momente großer Dankbarkeit: Gesundheit, der Frieden überall, die Natur, Sonnenschein, freundliches Miteinander, atmen können, Vogelgezwitscher, essen, inspirierende Bücher … Wie ist das bei dir? Kannst du den Frieden spüren und dankbar annehmen? 

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Ausnahmezustand in Spanien

Hier herrschen Notstandsgesetze im ganzen Land, dh, alle Geschäft, Lokale und Veranstaltungen sind geschlossen und fallen aus. Es finden keine Märkte statt!  Die Strände sind von den Freistehern geräumt und abgesperrt. Nur Hundebesitzer dürfen spazieren gehen, Wanderungen sollen nicht stattfinden.

Supermärkte und Apotheken haben geöffnet. Man ist angehalten, zu Hause zu bleiben und den Kontakt mit anderen Menschen sehr bewusst zu gestalten. Polizei und Militär sind dazu da, die Menschen auf diese Massnahmen hinzuweisen und die Quarantäne einzuhalten. 

Fazit: Was macht das mit mir? Einerseits habe ich ein Gefühl von Sicherheit: Die Ansteckungsgefahr wird eingedämmt. Andererseits bin ich wieder im Campo, da ich nicht allein sein wollte. Hier kippen manche in makabere Stimmung und es kostet Kraft, klar, wach und achtsam zu sein und zu bleiben.

Wie ist das in Deutschland? Wie bleibst du wach und achtsam bei dir, lässt dich weder von Panik noch von Gleichgültigkeit überrollen?

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