Wie alles begann

In jetzt scheinbar grauer Vorzeit machte sich große Unzufriedenheit in meinem Leben breit. Ich lieb(t)e meinen Beruf und trotzdem gab es so viele stressige Tage, die ich mit Frustkäufen sublimierte. Es sammelten sich die Besitztümer an, mein Häuschen wurde voller du voller, am Ende des Monats war mein Konto trotz gutem Verdienst häufig im Miesen, was wiederum zu mehr Unzufriedenheit führte.

Irgendwann fing ich mit einem Haushaltsbuch an. Mir wurde mein Verhalten bewusst, ich sah die Zusammenhänge und „fastete“ (andere Zeiten) die Frustkäufe. Plötzlich war am Ende des Monats noch genug Geld da, das ich ansparte. Immer, wenn genug Geld auf dem Sparkonto war, kaufte ich mich in einen Fond ein. Auch legte ich ein Fondsparen mit regelmäßigen Abbuchungen an. Am Ende des Jahres kam da ein nettes Sümmchen zusammen … und legte es an (Susanne Lebemann, der entspannte Weg …)

Ich hatte „Blut geleckt“ und kürzte meine Stundenzahl. So hatte ich jede Woche 2 Stunden weniger Unterricht! Dabei bemerkte ich, dass ich in der Steuerprogression runterrutschen würde, wenn ich noch weniger arbeitete. Also am Ende mehr Geld für weniger Arbeit. Wie geil ist das denn!!?? Ich „sparte“ auf ein Sabatical.

Ich lernte einen Mann kennen, der mich vom Unsinn der vielen Versicherungen überzeugte. Ich überlegte mir, welche Versicherung wirklich nötig ist, übrig blieben nur noch Haftpflicht, Gebäudeschutz und Hausrat. Das gesparte Geld kam in den Fond. Inzwischen wechselte ich, dank Veits Interviews zu gutem Reichtum, zu Ökofonds. Der Bänker war erst nicht so begeistert … aber am Ende des Jahres von der hübschen Summe doch überzeugt. Auch meine Lebensversicherungen!!! flossen in die Fonds. (frugalisten.de) Zwischendurch gingen dann hin und wieder größere Summen in die Renovierung des Hauses (neues Dach, schöne Küche, kuscheliges Bad) und meine Zufriedenheit wuchs.

Leider habe ich dann viel meiner gewonnenen Zeit in den Mann „investiert“, eigentlich einen Riesenanteil seines Berufes übernommen, aber das ist ein anderes Thema. Finanziell gesehen hat das Model der Mann als Versorger, zumindest bei mir, ausgedient. Ich komme prima allein zurecht!

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der Weg

In meinem Inneren finden größere Wandlungen statt. Früher ging ich von A nach B. Jetzt stehe ich auf B und visiere C an, mache den ersten Schritt und bin so fasziniert vom Weg, dass ich C fast aus den Augen verliere.

Auf mich übertragen: Ich sitze hier, gesettelt, mit Besitz und Verbindungen und empfinde alles als Ballast, wie ein Betonklotz hält es mich hier an diesem Ort. Also Ausgangspunkt B.

Am Horizont leuchtet das WoMo, das –mal-hier-mal-dort- , wo ich flexibel und unabhängig je nach Situation handeln kann. Der Leuchtturm am Horizont C.

Der nächste Schritt jetzt: Reduzieren auf die Essenz. Und plötzlich bin ich voll im Prozess: Was ist meine Essenz? Wer bin ich ohne die Dinge? Was ist wirklich wesentlich? Und das ist so spannend, dass ich C (das Leben im WoMo) häufig vergesse.

„Es scheint, dass Vollkommenheit nicht erreicht ist, wenn nichts mehr hinzuzufügen ist, sondern dann, wenn man nichts mehr wegnehmen kann.“ der Autor vom kleinen Prinzen, Antoine de Saint-Exupery.

Also bin ich auf dem Weg zur Vollkommenheit … In meine Tiefen … und gefunden hab ich das erste tiefe Schattenkind (Stephanie Stahl, das Kind in dir …), ca 3 bis 4 Jahre mit Brille, fühlt sich abgelehnt und absolut hässlich. Außerdem nimmt es die Welt doppelt wahr, ist verwirrt und unsicher. Und mein Herz geht auf für dieses Wesen … ihre Bemühungen, alle zu lieben, es schön zu machen, zu helfen und ihr Unvermögen, die Liebe der Anderen zu empfangen, wirklich zu spüren.

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Weniger ist mehr

Schon beim Baumschmücken (unter dem Gesichtspunkt: was ist mir wertvoll, nehme ich mit, kommt in den Bus?) kamen mir große Zweifel: Die Berge der Dinge, die ich mitnehmen will, sind einfach immer noch viel viel viel zu groß!

Die Frage sollte also nicht lauten: Was ist mir wichtig? Was will ich mitnehmen? sondern viel eher: Worauf bin ich bereit zu verzichten? Was kann/will/evt. sogar muss ich loslassen, um mich wirklich für das neue Leben zu öffnen?

Bisher habe ich die Überfülle reduziert, mich auf das Wesentliche beschränkt. Aber auch dies ist noch weit zu viel für 11 fahrende Quadratmeter. Nun geht es an die Essenz. Wer bin ich ohne all das und was ist zwingend notwendig?

Wie erhält man Essenz im normalen Leben? Einkochen! Das Feuer für meine Essenz wäre Loslassen und Vertrauen. Scheinbar wichtige Dinge loslassen und darauf vertrauen, dass ich sie, wenn ich sie wirklich brauche, wieder bekomme. Im Kopf läuft so ein Mangelfilm (Schattenkind nach Stefanie Stahl), der mich am Loslassen hindert. Dabei ist es in dieser Welt der Überfülle doch ziemlich unwahrscheinlich, dass ich irgendetwas nicht bekomme!!! Beispiel dieses Buch oder ein Kleid oder eine Haarspange, das sind die Dinge, von denen ich immer noch sehr sehr viel mehr als genug habe.

Eine andere Essenzherstellung ist das Gefriertrocknen. Da bleibt in der Regel (Beispiel Himbeeren) nur die besonders hübsche Form übrig. Aber der Geschmack geht flöten. Also ist Kälte und Austrocknen (für mich zB Einsamkeit und keinen Kontakt) nicht der Weg.

Der 3. Weg zur Essenzerstellung ist die alkoholische Lösung. Wie macht man das? Laut Internet 3 Wochen in Alkohol lagern. Danach ggf. sogar destillieren … oder für mich: Wüsste ich betrunken genau, was ich wirklich mitnehmen sollte?

Wie gut, dass mein Bus erst im Herbst kommt ….

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Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht.

Was bedeutet Weihnachten für dich?

Ich erinnere mich an die Kindheit, in der wahre Geschenkeorgien stattfanden. Üppig, teuer und nur selten entsprach es meinen wirklichen Wünschen und Vorstellungen. Sinnentleerte Imagepflege!

Und ein Bild aus meiner letzten Liebesbeziehung: Wir saßen unter dem geschmückten Baum, ein riesiger Berg zerrissenes Geschenkepapier in der Mitte des Raumes, ich hatte Kopfschmerzen und fühlte mich leer, hungrig und ungeliebt.

Gestern Abend bin ich wieder mit Frida durch das Dorf gegangen, sah die teilweise liebevoll geschmückten Häuser und plötzlich überfiel mich ein zartes Gefühl von tiefer Schönheit, ich bin schön, die Welt ist schön.

Und ich erinnerte mich an mein wahres Weihnachten: Ich stapfte spät abends durch die klirrende Kälte ins Nachbardorf, denn ich wollte zur Mitternachtsmesse. Über mir der kristallklare Himmel, die funkelnden Sterne, unter mir der glitzernde Schnee. Und plötzlich erfasste mich das geballte Gefühl von DaSein, AngekommenSein, Ja zu allem und ich fühlte mich so maßlos geliebt und willkommen. Es berührte mich am/im ganzen Körper und tief in meiner Seele. Ein totales, wertfreies Ja voller Liebe.

Nach einer Weile drehte ich mich um und ging wieder nach Hause. Mehr konnte mir die Kirche auch nicht geben, dies war und ist Christus in mir. Das Kind war angekommen. Danke.

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Abschied

Dies ist ja wohl wahrscheinlich der letzte Winter hier oben im Norden und so genieße ich seine Anteile mit vollen Zügen: Lange Strandspaziergänge in Sturm und Regen, Tee mit Klüntjes, Sauna, Badewanne, Videoabende und stricken. Treffen mit Freundinnen und gute Gespräche!

Ich bin echt gespannt auf den nächsten Winter, das nächste Weihnachtsfest.

Dieses Jahr werde ich noch mal alles „rausholen“ was so bisher mein Fest ausmachte: Ich hab schon die Kiste mit dem Baumschmuck aus dem Keller geholt und werde beim Schmücken auch an das Feiern und den begrenzten Platz im Bus denken. Erste Lebensmittel sind bestellt, Bienenwachskerzen besorgt … dieses Jahr alles ganz bewusst, ganz besinnlich Abschied nehmen von einer Gewohnheit.

Und nächstes Jahr ist alles neu, alles anders … mal sehen.

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Ja, und irgendwie ist das `ne Haltung, die ich gern ins neue Leben mitnehmen will:

  1. ich genieße alles beim letzten mal
  2. ich genieße es auch noch bewusst!
  3. ich werde mir des Wertes dieser Handlung plötzlich klar
  4. und ich schaffe Platz für Neues, Anderes, Besseres

 

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Sehnsucht

Heute Morgen ist die Sehnsucht riesengroß! Nach Sonne, Weite, Unabhängigkeit, mich treiben lassen und Abenteuer.

Ich bekomme wunderschöne Bilder in der fb-Gruppe „überwintern in Portugal/Spanien“ und „leben im WoMo“ aus Griechenland zu sehen und nun ist auch der letzte Bekannte von früheren weiten WoMo-Touren aufgebrochen … und ich sitze immer noch hier. Eine solche Sehnsucht … dass es richtig weh tut!!!! Und auch die Idee, nächstes Jahr um diese Zeit bin ich auch unterwegs, kann mir momentan den Schmerz nicht nehmen. Ich komme mir vor wie gefesselt, be- und verhindert, gezwungen.

Es ist eine Sehnsucht nach Weite, losgelöst sein, Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. In Teilen kann ich das alles auch hier haben und sein … aber es kommt mir vor wie Zwergenformat: Schrebergarten statt Prärie, Ostsee statt Atlantik.

Und es hilft auch nicht, wenn ich mich gedanklich in mein WoMo setze und innerlich fahre: Ich will es endlich real!!!! Ich will los, will da sein, will es erleben!!!! Will fremde Welten sehen, will mich und meinen Horizont weiten, will Leben in ganz anderer Form!

Sehnsucht, die richtig weh tut!

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Warten ….

Momentan stehe ich in einer Warteschlaufe: Unbekannt, wann das Auto kommt, unbekannt, wann das Haus einen Käufer findet, unbekannt, wann es endlich weiter geht. Bin nicht so unbedingt die Geduldigste! Ich nutze die Zeit zum Ausräumen. Täglich geht was weg, meist verschenke oder spende ich es. Und langsam fange ich an, Lücken zu sehen.

Wie viel Platz ist in dem Auto? Was werd` ich wirklich mitnehmen können? Unbekannt. Viele Unbekannte und trotzdem bin ich zufrieden. Früher hätte ich das nicht ausgehalten, hätte ich schnell nach einer schützenden Decke gegriffen: Neuer Mann, neues Hobbie, neue Anschaffung. Nur um diese Unsicherheit nicht spüren zu müssen!

Heute bin ich gern damit, es ist irgendwie eine Tür geöffnet, aber ich bin noch nicht im Raum. Ich stehe im Türrahmen und schaue mich um. Bin voller Vorfreude, weil ich überall interessante Dinge/Möglichkeiten sehe … aber ich darf mir Zeit lassen. Irgendwie wie ein erwachsenes Weihnachten: Viele Geschenke unter dem Baum aber die momentane Situation, das Umfeld, meine Mitmenschen sind so viel spannender als alle Geschenke dort.

Und sie warten ja auf mich, laufen nicht weg!

Erst einmal hinsetzen, tief einatmen, ausatmen, umschauen, ankommen. Ungewohnt, neu und gut!

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