Copito, der Hofhund Schneeflöckchen, ist zu einem strammen Burschen herangewachsen. Das hat Frida animiert, in kürzester Zeit ein 2. Mal läufig zu werden. Auch das Gebell des Dorfcasanovas lockt sie, so dass sie nur noch unwillig gehorcht. Aber 15 Babies im WoMo? Eine muss vernünftig bleiben.
Inzwischen ist 3 Jahreszeitenwetter: Morgens zum ersten Spaziergang sind lange Hosen, Strümpfe, feste Schuhe und eine wärmende Jacke angebracht, die ich aber meist schon auf dem Rückweg, wenn die wärmenden Sonnenstrahlen ankommen, um die Taille knote. Mittags reichen kurze Hose und T-Shirt, abends erfreut sich ein Wintermäntelchen großer Beliebtheit .
Ansonsten ist es diesmal ein eher lockerer lockdown, bewegen in der Gemeinde erlaubt, so dass auch die langen Spaziergänge stattfinden können. Die Menschen sind weiterhin freundlich und zurückhaltend. Ich fühle mich sicher, es geht uns gut und ich bin sehr dankbar!

Herbst

Dieser November ist, verglichen mit den beiden Vorjahren, besonders mild, warm und trocken. Nachts sind überwiegend 14* bis 16*, tagsüber leichtes T-Shirt und kurze Hose Wetter. Hin und wieder mal ein kälterer Windstoß. Und Regen hatten wir bisher erst an 2 Tagen. Irre!
Nachts, bei Neumond, erstrahlt ein unendlich tiefer Sternenhimmel mit Milliarden von Lichtpunkten. So schön, so bezaubernd, so Wunder voll.
Die Stare bevölkern weiterhin die Landschaft. Vor meiner Schiebetür tummeln sich die Spatzen und picken dankbar das Vogelfutter. Über das Campo streift häufig ein Kiebitz auf der Suche nach Futter. So majestätische Vögel!
Ich bin dankbar für den Frieden, die Ruhe, die Wärme, den blauen Himmel und die Weite der Landschaft. Es ist, als ob meine Seele aufatmet.

Impressionen

Am Wochenende von Halloween wurde hier ein lockdown light eingerichtet, damit die Madrider nicht an den Strand fahren: Ganz Spanien darf sich nur in seinen Regionen bewegen. Nun, Andalusien ist groß und so haben wir die Zeit genutzt und einen Ausflug nach Garrucha und Mojacar gemacht.
In Garrucha war sogar Markt, über den wir gemütlich gebummelt sind. Nach einem spanischen Frühstück (getoastetes Baguette mit Olivenöl, Tomatenmus und Käse) fuhren wir weiter an der Küste entlang und schließlich in die Berge, wo das weiße Mojacar in der Sonne gleißte. Kleine Gässchen mit winzigen Geschäften schlängeln sich den Hang hinauf.


Vor ein paar Wochen waren die Schwalben hier auf Durchzug. Dieses Jahr ist scheinbar keine hier geblieben, um erneut zu brüten. Jetzt sind ganze Heerscharen von Staren da. Sie sitzen auf den Stromkabeln und beäugen die dürre Steppenlandschaft.


Vor einer Woche zog eine dicke braune Regenwolke auf, regnete sich ab und alle Autos waren mit braunen Lehmklecksen versehen. Ich musste meinen Bus 3mal waschen, um die Pampe abzubekommen.


Inzwischen ist der lockdown auf die Gemeinden beschränkt. Man soll unnötige Fahrten unterlassen. Da die Spanier sehr diszipliniert damit umgehen, fühle ich mich im Moment sicher.

Leider komme ich mit diesem neuen WordPress immer noch nicht klar. Bitte schaut euch die passenden Fotos auf instagram (frauontour) an.

Alptraum

Heute Morgen bin ich aufgewacht und war fest davon überzeugt, dass ich in Norddeutschland auf einer Wiese stehe. Draußen ist es nebelig und kalt. Total erschrocken fragte ich mich, wie ich hierher gekommen bin. Wieso nicht Spanien? Wieso nicht warm?

Bis ich den Schutz vom Dachfenster entfernte und den blauen Himmel sah. „Ein Glück, nur geträumt!“ Ich war so froh und befreit, dass ich ganz freudig aus dem Bett rutschte, alle Fenster von der Verdunkelung befreite und die warme, helle Sonne in mich aufsog! Was für ein Glück ich doch habe!!!!

Nicht so glücklich glich bin ich mit diesen neuen Gestaltungen dieser website. Ich wollte eine neue Seite eingeben, auf der ich dann Teile meines neuen Buches veröffentlichen könnte. Aber ich bekomme es einfach noch nicht hin! Trotz Befragung von Herrn Google … Ich verstehe es einfach nicht. Daher hier also mein Tipp:

unter http://www.sybilleschreibt.com läuft jetzt die Seite -abgefahren-. Dort habe ich den ersten Abschnitt veröffentlich. Bis ich das Problem hier gelöst habe, gehts dort immer wieder weiter.

Olivenernte

Die Oliven fallen von den Bäumen, also ist die Ernte angesagt. Ich mag diese fast archaischen Frauenkreise: Wir sitzen zusammen, die Hände sind fleißig und dabei wird geratscht und gelacht, über alle Themen von Gott über Klamotten und natürlich Männer.

Sie sind beruhigend, diese heiligen Frauenmomente, bereichernd und sehr nahe. Gleichzeitig sehe ich in eine lange Ahnenreihe zurück bis in graue Vorzeiten, denn selbst als die Menschheit noch nomadisch war, werden die Frauen gemeinsam gesammelt und geerntet, dabei geschnattert und gelacht haben.
Ich fühle mich heimisch in diesen Kreisen auf eine ganz tiefe, unanzweifelbare Art.
Kennst du diese Momente auch? Gibt es heilige Frauenkreise in deinem Leben? Wertschätzt du sie? Ich wünsche es dir von Herzen.

Wie geht’s weiter?

Es scheint sich mal wieder ein Umbruch anzudeuten. Momentan bin ich voller Zweifel, ob dieser blog hier noch Sinn macht. Ich schreibe zwar gern, allerdings fehlen mir hier häufig die Rückmeldungen und so habe ich mich momentan mehr meinem Buch und einzelnen Gruppen bei fb gewidmet.
Gerade in den Schreib- und Reisegruppen erhalte ich viel Zuspruch und auch einige Denkanstöße. Und so frage ich mich, ob dieser blog hier überhaupt das richtige Format ist. Zwar sehe ich, dass einige ihn abonniert haben, aber ich vermute, dass die tägliche Datenflut häufig nur ein schnelles überlesen erlaubt. Und schon kommt die nächste Info und der Gedankenblitz, der sich bei meinem Artikel zeigte, verlöscht unbemerkt. Das ist sehr schade, aber verständlich!

Ein weiterer Gedanke war, hier eine neue Seite einzurichten und immer mal wieder Abschnitte aus meinem Buch zu veröffentlichen. Nur ist das nicht noch mehr Informationsflut?

Vielleicht könntet ihr ja mal ein paar Minütchen erübrigen und dazu eine Rückmeldung geben. Da wäre ich sehr dankbar. Ich weiß, dass Zeit das kostbarste ist, das wir haben und so weiß ich es schon zu schätzen, dass ihr überhaupt hier mal reinschaut. Aber ich möchte euch auch gut unterhalten, und bereichern mit meinen Ideen und nicht nur vollblubbern.
In diesem Sinne: Möge es uns nie schlechter gehen.

Im Fluss

Es gibt Momente, da fühle ich mich einsam. Und es gibt lange Zeiten, da bin ich voll zufrieden mit dem, was gerade ist. Manchmal finde ich es schön, mit Anderen zu sein, zu spielen, zu reden, zu lachen, und dann bin ich wieder froh, nur mit mir, meinen Gedanken und meinen Büchern sein zu dürfen. 

Das einzig Sichere im Leben ist die Veränderung und es ist schön, so im Fluss mit allem sein zu dürfen.

Eigentlich wollte ich dazu nette Bilder posten, aber ich gebe auf. Irgendwie hat sich hier alles verändert und ich schaffe es nicht, die Bilder auf die website zu laden. Bei Interesse: Auf instergram unter frauontour.

Sybille vom Feinsten

Letzten Mittwoch hatte ich einen superschönen Stellplatz: An einem Restaurant mit leckerem menue de dia, ca 100m vom Strand, mitten im Nirgendwo, ganz allein in einem netten Garten. Nach dem Essen und einer Mittagsruhe ging ich an den Strand. Zwar Kiesel aber doch fein zum Baden. Ich genoss die Zeit, las, schaute, schwamm, ließ Frida schwimmen.

Als ich wieder zu meinem Camper wollte (und meine bisher größte Panik war immer, irgendwo auf dem Klo eingeschlossen zu sein, keiner hört mich und handy leer), waren beide Tore zum Stellplatz zu. Ich drehte am Griff … nix. Ich hämmerte mit der flachen Hand dagegen, schrie hola, aber … nichts rührte sich. Keine Telefonnummer zu finden, kein versteckter Eingang, nichts.

Langsam bekam ich Panik, es war schon nach 18h. Was machen? Ich hielt also Autofahrer an. Da ich nicht wirklich spanisch spreche, fragte ich immer erst, ob englisch gesprochen wird. Bei einer Frau hatte ich Glück. Ich erklärte ihr mein AusgeschlossenSein und dass mein Camper da drin stehe. Sie schüttelte missbilligend den Kopf und versuchte, ihren Vater zu erreichen, der, oh Wunder, ein Freund vom Restaurantsbesitzers ist. Aber … Vater meldete sich nicht. Sie fuhr weiter mit dem Hinweis, sie werde sich bemühen. 

Der nächste englisch verstehende Fahrer hatte einen Freund, der kannte die Telefonnummer des Restaurants. Aber … es meldete sich nur der Anrufbeantworter. Was nun? Schließlich fiel ihm ein anderer Freund ein, der jemanden kennt, der …Nach einigem hin und her meldete sich der Besitzer … und versprach zu kommen. 

Ich wartete … und wartete … inzwischen war es 19h … ich beschloss, wenn in der nächsten halben Stunde nichts passiert, rufe ich die Polizei mit meinem Reststrom im handy, und Spanier mögen die Polizei nicht! 

Endlich tauchte der Besitzer auf, lächelte, ging mit mir über die Straße … und schob einfach das Tor auf. Es war gar nicht  abgeschlossen! Nur zugezogen!!!

Fazit: In meiner Angst war ich panikartig besessen von dem Gedanken, dass alles verschlossen sei, ohne das Naheliegendste zu überprüfen.

Wie oft ich mich im Leben von den Gefühlen -ich störe-, -ich werde nicht geliebt-, -ich bin nicht gut genug- eingrenzen/ausschließen lasse! 

Wann lässt du dich von deiner Angst, deinen Gedanken beherrschen? Und wie wirst du geweckt?

Mir war es erst ziemlich peinlich, doch der Besitzer lachte nur, vor allem als ich ihm meine Panik vormachte (er sprach nur spanisch). Und so lachten wir schließlich gemeinsam über mich.

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Wieder unterwegs

Diese Woche war ich also in Lourdes. Eine berührende und eine zwiespältige Erfahrung! Berührend waren die sichtbar kranken Menschen, die voller Demut sich dem Ritual hingaben. Auch habe ich die Innigkeit der Gemeinschaft der Gläubigen gespürt, die durch die bekannte Abfolge der Liturgie erschaffen wurde. Aber ich war auch voller Abwehr gegenüber der Institution der katholischen Kirche und deren Vertreter, die stillschweigend den Missbrauch von Kindern und Kirchenspenden dulden.

Die Anlage um die Grotte liegt in einem zauberhaften kleinen Tal mit Fluss und natürlichen Grünflächen. Aber weder durfte die Pilgerin mit Esel und Hund den Bereich betreten, noch war es mir erlaubt, Frida mitzunehmen. Alles war eingezäunt und mit Videokameras gesichert. Eine Tür wurde nur geöffnet, wenn man den Rufknopf betätigte. Hochsicherheitstrakt gegen vierbeinige Geschöpfe! Mir ein unverständliches Gebaren.

Fazit: Wie gehst du mit solchen inneren Kontroversen um? Mich hat es behindert, vielleicht doch eine Spur von etwas Heiligem, etwas Besonderen an diesem Ort zu finden.

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Helfen

Was mir momentan sehr klar wird, ist, dass -helfen- eine extreme Schattenseite hat. Ich habe eine 2er-Fixierung, dass heißt, dass -helfen- für mich immer den Beigeschmack von -ich werde gebraucht=geliebt- hat. 

Jetzt wird mir jedoch sehr klar deutlich, welche Arroganz und welcher Stolz auch hinter meinem Helfen liegen. Das ist so, als wüsste ich die Lösung, als wüsste ich mehr als andere Menschen, mehr als das Leben. Ich hoffe, dass dieses Bewusstsein anhält, ich höchstens mit Fragen inspiriere, einen individuellen, von mir unabhängigen Lösungsweg zu finden. Und möglichst nicht mehr ungefragt, Dinge/Handlungen übernehme, denn das kann auch wie ein -an mich reißen- ankommen.

Fazit: Aus welcher Motivation heraus hilfst du?

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