kurzes Update

Ihr Lieben, ich habe lange nichts von mir „hören“ lassen, ich war so vertieft in meinen Schreibprozess. Inspiriert durch den Jahreskurs bei Ulrike Dietmann ist mein Romanentwurf zu 90% fertig: Es werden wohl 350 Seiten. Jetzt erfolgt die erste Überarbeitung sowohl zum Vertiefen des Inhalts als auch in Grammatik und Rechtschreibung.


Um mich herum tobt der spanische Frühling. Vor einigen Wochen zogen Schwärme von Staren durch die Gegend, blieben ein paar Tage und flogen dann weiter. Bis Vorgestern schwirrten Schwalben um uns, jetzt haben die meisten davon uns wieder verlassen, nur vereinzelte Pärchen bleiben zum Brüten hier.


Nachdem wilde Winden, Wandelröschen, wilde Löwenmäulchen und Klee zu Lavendel, Rosmarin und Thymian blühen, habe ich gestern sogar die erste Kaper ihre Knospen bereiten sehen. Noch betören uns die Orangenbäume mit dem schweren Neroli, ein für mich unvergesslicher Duft!
Die Temperaturen zeigen sich meist dem nordischen Hochsommer ähnlich, nur in Trägertop und kurzer Hose in der Sonne zu „ertragen“. Manchmal verdeutlichen ein paar bewölkte „kalte“ Tage, dass der spanische Sommer noch fern ist.


Alles ist so wunderbar und ich bin so glücklich! Ich grüße euch von Herzen und schicke warme Sonnenstrahlen und ein Lächeln in eure Gesichter.

Regenzeit

Vor 2 Wochen „tobte“ hier die Regenzeit, dh, der Himmel war durch dunkelgraue Wolken verdeckt und es wehte ein lausiger Wind. Dann fing es eines Abends endlich an zu regnen! Die ganze Nacht pladderte es gemütlich auf mein Autodach, ich lag warm und trocken.
Am anderen Morgen wachte ich in Venedig auf. Ich stand mitten in einer Lagune, der Hundenapf vor der Tür war nicht mehr zu sehen, was eine Wassertiefe von 20cm bedeutete. Trockenen Fußes bzw. Pfote kamen wir hier nicht raus! Außerdem hatte mein Stromkabel sicher unter dem Auto gelegen, was nun einen Kurzschluss für das gesamte Gelände bedeutete. Also tauchen, Kabel abziehen und endlich umparken. So schnell wie der Regen kam, ist auch die Lagune wieder verschwunden.
Heute scheint schon wieder die Sonne, der Wind ist zwar noch kühl aber erfrischend beim Sonnenbaden.

Wie sieht’s aus?

Hier in Spanien liegen die Coronaentscheidungen bei den einzelnen Regionen (Bundesland) und die reichen sie häufig an die Gemeinden weiter. So sind die Bedingungen sehr unterschiedlich. Da in Aguilas die Zahlen der Infektionen deutlich gesunken ist, sind Restaurants und Geschäfte wieder geöffnet. Auch hier in der Gemeinde Pulpi gibt es deutlich weniger Kranke, daher finden auch Märkte statt. Der Wechsel zwischen den Regionen wird jedoch kontrolliert.
In der Natur hat der Frühling voll Einzug gehalten. Vor ein paar Tagen flogen über uns ein Kraniche, heute stoben die wiedergekehrten Stare aus den Gebüschen.
Momentan gibt es einen „Winter“einbruch: 17*, bewölkt und regnerisch. Wobei hier, wo ich stehe, Regen einen kräftigen Schauer von wenigen Minuten bedeutet und dann atmet alles auf, denn die Luft ist vom Staub gereinigt, der dann dick und hartnäckig auf den Autos klebt.

-abgefahren-

Und schon wieder ist eine Woche vorbei. Da ich hier nur sehr begrenzt das Campo verlassen kann, verschwimmen mir die Wochentage. Ich sitze täglich und schreibe. Der Roman ist im Rohbau fertig, in der Durchführung zu 2/3. Nun schreibe ich noch einige verbindende Kapitel und beginne mit der ersten Überarbeitung.

Echt spannend.

Manchmal frage ich mich, wer das da geschrieben hat. Mein eigener Text, der teilweise so unbeschwert aus mir herausfloss, kommt mir so unbekannt vor. Und manche Stellen finde ich echt gut. Bin gespannt, was ihr LeserInnen dazu sagt.

Momentan habe ich die Idee, es am Jahresende erst einmal als Kindle zu veröffentlichen. Mein erstes Buch hat im Druck so einiges gekostet, was ich nicht wieder reinbekommen habe. Also will ich es diesmal vorsichtiger angehen. Erst wenn es gut angenommen wird, werde ich in Druck gehen.

Aber vielleicht kommt ja eine gute Fee und zaubert mir einen Verlagsvertrag?

tiefe Dankbarkeit

Was macht Corona mit dir? Ich höre gerade Dinge von Freunden, die mich traurig machen. Und dann komme ich mir so lächerlich vor, hier in meiner Wohlfühlblase. Es geht mir, uns, hier so gut: Warm, sicher, Sonne, genug leckeres Essen. Ich bin jeden Tag und auch immer mal wieder zwischendurch so, so dankbar dafür, dass ich mein Leben umgekrempelt habe und wie sehr mich das Leben dabei unterstützt. 

Ich darf lernen, genießen, Freude empfinden und Gutes tun. Danke, Leben, danke Universum, danke dir.

Kakiblüte, aus dem Internet

Danke

Danke liebe/r Leser:in! Ich glaube ich habe mich noch nie bei dir bedankt, dass du meinen kleinen Geschichten folgst, dich inspirieren lässt, schmunzelst oder einfach nur meinen Ideen folgst. Auch wenn ich es noch nie geschrieben habe, so bedeutet es mir doch sehr viel, dich hier immer wieder anregen zu dürfen. Deine Kommentare sind Wind unter meinen Flügeln. Sie zeigen mir, dass ich nicht allein bin mit meinen Träumen, meinen Ansichten, meinen Gedanken und Ideen. Danke!

Meine zweite Heimat

Zu Beginn des Jahres hat es hier mehrere Tage stark geregnet. Dann fielen die Temperaturen und nachts sanken sie bis auf 3 Grad. Doch seit 2 Tagen ist der Winter nun vorbei: Tagsüber strahlend blauer Himmel und eine wärmende Sonne, nachts nähern sich die tiefsten Werte dem zweistelligen Bereich. Es ist einfach wundervoll!
Und diese reichhaltige Fülle an Obst: Saftig-süße Mangos, saftig-knackige Äpfel, Mandarinen, Apfelsinen und mein Favorit – die süßen festen Kakis oder Sharonfrüchte, die hier angebaut werden. Leider neigt sich deren Saison langsam dem Ende, aber es dauert nicht mehr lang, dann kommen die ersten hiesigen Erdbeeren auf den Markt.
Und Gemüse? Ich liebe den zarten länglichen Kürbis, die leckeren Süßkartoffeln und vor allem die vollmundigen grünen oder schwarzen Tomaten.
Das alles ist mir so zur Heimat geworden …

Heilige drei Könige

Am 6.1. war hier der Tag für die Kinder, denn hier bringen die Könige die Geschenke und nicht der Weihnachtsmann oder das Christkind. Vor Corona gab es riesige, karnevalsähnliche Umzüge durch die Stadt. Jetzt zog eine kleine Reiterschar sehr stilecht durch die Natur. 

Spatzen

Überall, wo ich stehe, habe ich einen Trinknapf für die Vögel und verstreue Futter vor der Tür. So locke ich Rotkehlchen, Rotschwänzchen, Bachstelzen und Spatzen hier an. Gestern hat wieder ein Spatz darin gebadet. In Deutschland setzen sich die Vögel mitten in die Schale, schlagen mit den Flügeln und nehmen so ein Vollbad. Hier in Spanien hockt der Spatz auf dem Rand und schlägt mit dem Köpfchen ein bisschen das Wasser, so dass Hals und Kopf benetzt werden.
Fazit: Hier wissen selbst die Spatzen, dass Wasser ein kostbares Gut ist.

Besitz

Gestern war der Tag der Haushaltspflege: Bett beziehen, Wäsche waschen, Teppiche ausschütteln, saugen und Staub wischen. Im Gegensatz zu früher mit ca. 90qm war ich schon nach nicht mal 4 Stunden inklusive einer gemütlichen Kaffeepause fertig. Nachmittags habe ich mich noch geduscht, abends dann die trockene Wäsche zusammengelegt und im Schrank verstaut und danach zufrieden ins wohl duftende Bettchen geschlüpft. Besitz belastet und weniger ist mehr (Freizeit).
Fazit: Habe ich Besitz oder werde ich besessen, vom Besitz verschluckt?

Ich wünsche dir eine friedvolle, leichte Adventszeit.