Die Liste wird immer länger

Ich hatte schon auf der sc, nach meinem Geburtsgespräch mit Sabine und Joe, angefangen, eine to-do-Liste zu schreiben. Brainstorming: Was alles vor der realen Abfahrt erledigt werden muss. Die Punkte darauf reichen von WoMo-Kauf bis Postadresse, Krankenkasse und Schnäppchenmärkte bei mir … also alles, was bedacht und abgearbeitet werden muss. Inzwischen ist die Liste so lang, dass ich mir ein extra Büchlein angelegt habe. So ist genug Platz, jeden neuen Gedanken sofort zu notieren.

Und ich beginne, einzelne Punkte schon mal anzugehen! Am 16.9. findet mein erster Schnäppchenmarkt statt: Alles geht raus, was nicht zu den Kategorien

–vielleicht für später-   und   –muss unbedingt mit-       gehört! Weitere werden folgen.

Liebe Freunde haben mir einen link zu einer Sendung des WDR geschickt, in der Gisela, 75 Jahre jung, mit dem WoMo bei ihren Touren in Marokko, Polen und Deutschland begleitet wird. Sie spricht mir aus der Seele: Diese völlige Unabhängigkeit, morgens den Tag annehmen, wie er ist, keine Spaß bremsenden Absprachen … oh ich kann es kaum abwarten!!!!

Momentan bin ich am Schaalsee, mit einer Freundin und in einer gegrenzten Wohnung. Ich merke, dass mir dieses Leben nur noch zu eng, zu klein und zu begrenzt ist! Heute war ich in Lassahn, im Landtag. Total nett mit veganem Eis und Kunstwerken. Lebensfreude pur, trotz regnerischem Wetter!

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Davor eine knapp 10km lange Wanderung auf Teilen des Elfenweges mit wundervollen großen, knorrigen Bäumen, geheimnisvollen Höhlen und Hohlwegen. Zauberschön!

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Der komplette Umbruch

Nachdem ich nun fast 2 Jahre nichts mehr hier geschrieben habe (Grund: Frida hatte einen Meniskusriss im linken Knie, OP, alles toppi verheilt) kommt hier nun der Knaller:

Ich habe beschlossen, mein sesshaftes Leben komplett aufzugeben! Mich überfordert dieser ganze Besitz, die Pflege, das In-Stand-Halten. Das alles verschlingt meine Zeit, meine Kraft und mein Geld und macht mir keinen Spaß mehr! Es langweilt mich! Ich möchte meine gesamte Energie lieber für neue Abenteuer nutzen. Und da SuperSabine mich anregte, gleich schon mit der Planung öffentlich zu beginnen, ist ein neuer Startpunkt für diese Seite gefunden.

 

Es fing schon mit der Menschenlehrer Ausbildung an. Die Fragen wozu? wofür? stießen mich in wie willst du in 5 Jahre, in 10 Jahren und nächstes Jahr? leben. Ja und da ist für mich das Rumzigeunern zum Traum-Visions-Ziel geworden.

 

Auf der SummerCelebration war Joe, der reisende Klavierspieler Ansprechpartner für meine erste größte Angst: Aber dann verliere ich doch alle meine Freunde?!

Joe: Ja, manche werden gehen, einige bleiben und neue kommen hinzu.

Ich: Und die leben doch alle ihr ganz anderes Leben weiter …

Joe: und manche wirst du anregen, über Vieles nachzudenken.

Aber schließlich kam Joe mit seiner Initiationsfrage: Warum erst in 2 Jahren?

Ich: Menschenlehrer Ausbildung …

Joe: Wie sind denn die Blöcke so verteilt?

Ich: 3 pro Jahr.

Joe: Und das kannst du nicht mit deinen Touren verbinden?

PÄNG!!!!!!!!!!!!!!

 

Nun sitze ich hier zu Hause, in meinem alten, gar zu kleinen Leben und hadere und schmolle mit mir (ich hätte ja auch gleich loslegen können …)

Nun, die Vereinbarung ist, bis Silvester alle to-do-Listen fertig und schon angefangen. Und nun liegt schon mal eine Liste vor und der Berg wird höher und höher und ich immer kleiner und kleiner …

Und es geht weiter! Dicker Punkt: Alles durchforsten nach -kommt mit-, -wird eingelagert-, -kann weg-. Das kann weg aufhübschen und verkaufen, verschenken, spenden. Genug zu tun. Ich werde ab 20.8. fasten und mein Besitz auch.

Und klirrende, flirrende Vorfreude macht sich breit ….

grobe Richtung nach Hause

Gestern bin ich von dem first class Campingplatz in Bautzen (mit Waschmaschine und Trockner!!!) gestartet. Frida hat noch ein Bad im Stausee genommen und dann los Richtung Nordost: Weißwasser, Forst, Guben, Eisenhüttenstadt, Frankfurt (Oder). Dazu Passenger all the little light . Gleich das erste Lied erinnerte mich an love the one you`r with von CSNY, das lieben, womit man ist, was das Leben grad anbietet.

Ich fuhr durch`s Land, anfangs noch herrliche Wälder, Kiefern und Akazien, wurde es zunehmend bedrückender … rechts üppiges Grün, links nackte Bäume auf totem, verbrannten (?) Boden, bis ich die Ursachen sah: Tagebau. Die paar Meter Bewuchs an der linken Straßenseite waren nur Makulatur, sie verdeckten die Wunden, die aufgerissene Erde von Mutter Natur. Und ich trug Indianerzöpfe!!!! Ich hab Reiki geschickt, mich bei der Erdenmutter entschuldigt im Namen aller Unwissenden …. aber dieses Gefühl von Schmerz, Gewalt und ausgeliefert sein wollte nicht weichen. Es wurde sogar immer schlimmer und ließ erst nach, als ich mich bei Frankfurt bewusst von der polnischen Grenze abwandte. Plötzlich wieder ein flash: Kam meine kleine Hannah, die im Lager Birkenau starb (genaueres letzte Reise), eigentlich aus Polen?

Fridel und ich fuhren in einem großen Bogen weiter zum Oderbruch, den ich wegen der Natur schon immer sehen wollte. Die Landschaft bestand aus immer größer werdenden Feldern, Hecken, kleinen Dörfern. Auf dem Weg durch diese Natur sah ich Eichelhäher, Störche

und Kraniche. Bei einer Pause nutze Frida natürlich sofort die Gelegenheit ….

DSC_2524jetzt ist sie mit allen Wassern gewaschen … auch Oder ….

Bei Eberswalde wuchs dann der Wunsch nach einem Stellplatz, aber ich war schon bei der letzten Reise nödlich von Berlin enttäuscht worden: Hier hab ich bisher keine Stellplatzangebote entdeckt! Und so auch diesmal, bin noch fast bis Rheinsberg gefahren! Jetzt stehe ich hier auf einem ruhigen Campingplatz, direkt am See, mäßige Belegung, saubere neue Sanitäranlagen … aber mit berliner Schnodderschnauze. Da muss ich aufpassen und diesen in meinen Ohren verächtlich klingenden Tonfall nicht persönlich nehmen.

Es hat die ganze Nacht lang geregnet, fing mit Donnergrollen an. Jetzt morgens ist alles nass und ziemlich kühl verglichen mit den bollig heißen Tagen in Bautzen und Görlitz … ich will wieder nach Hause!

Wiedersehen mit Steffi

Ein totaler Frauenpowertag mit allem, was Mädchen lieben:

– gemütlicher brunch auf dem Balkon in der Sonne mit total leckerem Essen, wunderbarem Quatscherchen und herrlich viel Zeit

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– shoppen und bummeln mit neuen Kleidern, gemütlichen Pausen und viel viel schnacken

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– ein bisschen Sightseeing mit interessanten Fakten über Bautzen und noch mehr reden, bummeln und shoppen

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Im Dom, in dem beide Konfessionen vertreten sind, wohnt jemand!!!!

Glücklicher Weise hat uns Steffi dann mit dem Auto wieder zum Campingplatz gefahren, denn die angeblichen 4km galten wohl nur bis Stadtgrenze. Bis in die Innenstadt fühlte es sich nach 40km an, durch viele Vororte und am riesigen Gefängnisgelände vorbei. Abends schlief Frida schon auf der Matte vor dem Auto ein und ich fiel nach dem Duschen ins Koma bei offener Campertür. Ein schöner Tag!!!!! Danke, Steffi

 

Sonntag: Görlitz

Mit      Mut zur Veränderung    und     Alles kann besser werden      und vor allem     gib dich nicht auf         ging`s heute nach Görlitz. Filmkulissen … wunderschön restauriert, sehr liebevoll gestaltet. Auf Tipp der „Herbergseltern“ gestern war ich in der Kirche Peter und Paul und habe mir die restaurierte Sonnenorgel mit Führung „angetan“. Extrem empfehlenswert!!!! Dieser volle Klang, wenn alle Register gezogen werden … GÄNSEHAUT pur. Mir standen die Haare zu Berge. So wat schönes!

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Fridel wartete in der Zwischenzeit ganz lieb im Schatten vor der Kirche (wir hatten so um die 30°), flirtete alle Umstehenden an und animierte sie zum Kraulen. Einhellige Meinung als ich raus kam: So ein netter Hund. Jupp, das ist sie und so reisefreundlich. Immer interessiert, neugierig, offen … macht Spaß mit ihr.

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So, ein paar Eindrücke von Görlitz:

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Zum Abschluss meldete sich dieses nette Städtchen mit:

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bei dem Wetterchen heute kein Problem ….

Samstag: Radebeul und Bautzen

Gestern, Samstag, wieder gemütliche Fahrt durch schöne Gegend. Von der Steigemühle Richtung Südwesten durch weite Felder, sanfte Landschaft, üppiges Grün. Dann ein kurzes Stück Autobahn mit Xavier Naidoo: Ich brauche dich und das war noch nicht alles

bis Radebeul: Karl May. Kindheitserinnerungen, Winnetou und Rhibanna …

… im Jugendstilhaus mit Gartenlaube! Villa Shatterhand und Villa Bärenfett

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Herr May war ein Knacki, mehrere Gefängnisaufenthalte wegen Eigentumsdelikten und Betrügereien. Erst ein Gefängnispfarrer brachte ihn auf die Idee, sich doch mal seine Erlebnisse von der Seele zu schreiben. So entstanden seine Phantasieromane. Das Schattenprinzip ist grad sehr mein Thema: Alles, was man nicht will, in den Untergrund drückt kommt an anderer Stelle vermehrt auf mich zu. Statt Freiheit ewige Kontrolle, statt geliebt werden Verachtung, statt Verständnis niederbrüllen, statt miteinander reden end- und liebloses Schweigen. Das Leben ist doch eins der interessantesten …

 

Dann ging`s weiter Richtung Bautzen

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und zum gelben Elend: Ein Gefängnis für über 1000 Insassen, dass von den Nazis zuerst, später von der DDR für unliebsame Regimegegner genutzt wurde. Auch heute ist es ein Gefängnis. Besichtigen kann man die Gedenkstätte, ehemals ein Gefängnis für VIPs der Stasi. Auch das bedrückend genug.

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Eine bedrückende, unangenehme Atmosphäre!

 

Downtown Bautzen wurde der Frühling gefeiert mit jede Menge Aufführungen, Musik, Buden und Büdchen … ein breites Angebot, in dem wir uns treiben ließen. Fridel ist immer noch sehr unruhig bei solchen Menschenmengen! Zur Belohnung gab`s einen Erdbeerbecher und für Fridel die Sahne.

Und heiß war es! Und es zog mich auf`s Land. Eigentlich wollte ich südlich der BAB zwischen Bautzen und Görlitz übernachten, aber von diesem Bischdorf gab es mehrere und so zog mich das Navi fast bis in den Spreewald, bis ich das endlich merkte und ich nach Südosten abbog. Nun stehen wir auf einem Naturcampingplatz (herrliche Ruhe und Vogelgezwitscher) ca 25km vor Görlitz.

Vor dem Schlafengehen waren Fridel und ich noch spazieren. Wir sind ins Nachbardorf gegangen und dort gab es Wildsülze, die ich mal probieren wollte: gar nicht fett und knorpelig mit feinen Bratkartoffeln und einem sehr guten Gurkensalat. Dazu Rhabarberschorle! Oberlecker!!!

 

Habe wunderbar geschlafen. Heute geht`s nach Görlitz, Filmkulisse anschauen!

zu Besuch bei Alex und Armin

Gestern waren wir in Wittenberg, Lutherstadt. War irgendwie enttäuschend: In der Kirche war jegliche Atmosphäre wegrenoviert, alles aalglatt, schier und nur schön. Ich mag diesen Perfektionismus nicht mehr!  Es gab keine Gänsehaut, keine verdichteten Gefühle. Außerdem war es ziemlich heiß, also sind Fridel und ich schnell wieder auf`s Land geflüchtet.

Auf der Fahrt dann wieder Natur pur: Die Akazien blühen und die Linden und der Flieder. Eine Geruchsorgie nach der anderen. Falken, Rot- und Schwarzmilane, Bussarde, Störche und Grau- und Silberreiher begleiteten uns.

Und dann kamen wir in Fridas Paradies an:

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bringen, holen, bringen … ohne Ende!

Und es gab noch Interessantes zu schnuppern: Ein Nutriababy hatte sich auf dem Hof verlaufen.

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Aber auch für Menschen die Idylle pur: Die Steigemühle

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Abends probte Jenny dann ihe Feuershow: Sinnlich, meditativ, beflügelnd und für Frida voll aufregend!

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Ein WUNDERvoller Abend. Ich hab herrlich geschlafen zu Wasserrauschen und Vogelgezwitscher.

 

on the road again

Und wieder geht`s ab in den wilden Osten! Diesmal aber, dem HT sei Dank, eine friendship-tour (komm mir vor wie ein road star).

Zuerst Zwischenstop in Schwerin, treffen mit Lukas. Nettes Quatscherchen bei Pizza und Apfelschorle. Irgendwie geht`s uns doch alle ähnlich! Irgendwann gab es einen Bruch im Leben … wir kamen ins Stolpern, Trudeln, fielen hin, es tat höllisch weh. Erstaunt saßen wir da … nichts war mehr wie vorher. Dann rappelten wir uns auf, schüttelten uns, schauten uns erstaunt um … suchten und fanden unsere Werte und machten uns wieder auf den Weg. Anfangs vorsichtig, unsicher, zögerlich … dann immer stolzer, sicherer, zuversichtlicher! Mutiger!

Lucas brachte mich noch zum Auto und auf dem Weg trafen wir die Blumenfrau und die, die die Blumenfrau kannte …

BILD folgt

Jetzt stehe ich wieder auf dem tollen Naturstellplatz in Brandenburg, direkt am Wasser und genieße den Abend und den Ausklag des wundervollen Tages.

Morgen geht`s dann über die Lutherstadt Wittenberg zu Armin und Alex. Freu mich schon!!!

Die Winterpause ist beendet!

Schneeweißchen befindet sich beim Fachmann meines Vertrauens, sie wird durchgecheckt, der TÜV kommt morgen und dann geht`s ab! Diesmal Richtung Sachsen! Auf dem Weg werden Freunde besucht, interessante Sehenswürdigkeiten betrachtet, das Wetter und die Landschaft genossen … und … ich lass mich überraschen ….

VORFREUDE!!!!!!!!!!!!!!!!