Olivenernte

Die Oliven fallen von den Bäumen, also ist die Ernte angesagt. Ich mag diese fast archaischen Frauenkreise: Wir sitzen zusammen, die Hände sind fleißig und dabei wird geratscht und gelacht, über alle Themen von Gott über Klamotten und natürlich Männer.

Sie sind beruhigend, diese heiligen Frauenmomente, bereichernd und sehr nahe. Gleichzeitig sehe ich in eine lange Ahnenreihe zurück bis in graue Vorzeiten, denn selbst als die Menschheit noch nomadisch war, werden die Frauen gemeinsam gesammelt und geerntet, dabei geschnattert und gelacht haben.
Ich fühle mich heimisch in diesen Kreisen auf eine ganz tiefe, unanzweifelbare Art.
Kennst du diese Momente auch? Gibt es heilige Frauenkreise in deinem Leben? Wertschätzt du sie? Ich wünsche es dir von Herzen.

Wie geht’s weiter?

Es scheint sich mal wieder ein Umbruch anzudeuten. Momentan bin ich voller Zweifel, ob dieser blog hier noch Sinn macht. Ich schreibe zwar gern, allerdings fehlen mir hier häufig die Rückmeldungen und so habe ich mich momentan mehr meinem Buch und einzelnen Gruppen bei fb gewidmet.
Gerade in den Schreib- und Reisegruppen erhalte ich viel Zuspruch und auch einige Denkanstöße. Und so frage ich mich, ob dieser blog hier überhaupt das richtige Format ist. Zwar sehe ich, dass einige ihn abonniert haben, aber ich vermute, dass die tägliche Datenflut häufig nur ein schnelles überlesen erlaubt. Und schon kommt die nächste Info und der Gedankenblitz, der sich bei meinem Artikel zeigte, verlöscht unbemerkt. Das ist sehr schade, aber verständlich!

Ein weiterer Gedanke war, hier eine neue Seite einzurichten und immer mal wieder Abschnitte aus meinem Buch zu veröffentlichen. Nur ist das nicht noch mehr Informationsflut?

Vielleicht könntet ihr ja mal ein paar Minütchen erübrigen und dazu eine Rückmeldung geben. Da wäre ich sehr dankbar. Ich weiß, dass Zeit das kostbarste ist, das wir haben und so weiß ich es schon zu schätzen, dass ihr überhaupt hier mal reinschaut. Aber ich möchte euch auch gut unterhalten, und bereichern mit meinen Ideen und nicht nur vollblubbern.
In diesem Sinne: Möge es uns nie schlechter gehen.

Im Fluss

Es gibt Momente, da fühle ich mich einsam. Und es gibt lange Zeiten, da bin ich voll zufrieden mit dem, was gerade ist. Manchmal finde ich es schön, mit Anderen zu sein, zu spielen, zu reden, zu lachen, und dann bin ich wieder froh, nur mit mir, meinen Gedanken und meinen Büchern sein zu dürfen. 

Das einzig Sichere im Leben ist die Veränderung und es ist schön, so im Fluss mit allem sein zu dürfen.

Eigentlich wollte ich dazu nette Bilder posten, aber ich gebe auf. Irgendwie hat sich hier alles verändert und ich schaffe es nicht, die Bilder auf die website zu laden. Bei Interesse: Auf instergram unter frauontour.

Sybille vom Feinsten

Letzten Mittwoch hatte ich einen superschönen Stellplatz: An einem Restaurant mit leckerem menue de dia, ca 100m vom Strand, mitten im Nirgendwo, ganz allein in einem netten Garten. Nach dem Essen und einer Mittagsruhe ging ich an den Strand. Zwar Kiesel aber doch fein zum Baden. Ich genoss die Zeit, las, schaute, schwamm, ließ Frida schwimmen.

Als ich wieder zu meinem Camper wollte (und meine bisher größte Panik war immer, irgendwo auf dem Klo eingeschlossen zu sein, keiner hört mich und handy leer), waren beide Tore zum Stellplatz zu. Ich drehte am Griff … nix. Ich hämmerte mit der flachen Hand dagegen, schrie hola, aber … nichts rührte sich. Keine Telefonnummer zu finden, kein versteckter Eingang, nichts.

Langsam bekam ich Panik, es war schon nach 18h. Was machen? Ich hielt also Autofahrer an. Da ich nicht wirklich spanisch spreche, fragte ich immer erst, ob englisch gesprochen wird. Bei einer Frau hatte ich Glück. Ich erklärte ihr mein AusgeschlossenSein und dass mein Camper da drin stehe. Sie schüttelte missbilligend den Kopf und versuchte, ihren Vater zu erreichen, der, oh Wunder, ein Freund vom Restaurantsbesitzers ist. Aber … Vater meldete sich nicht. Sie fuhr weiter mit dem Hinweis, sie werde sich bemühen. 

Der nächste englisch verstehende Fahrer hatte einen Freund, der kannte die Telefonnummer des Restaurants. Aber … es meldete sich nur der Anrufbeantworter. Was nun? Schließlich fiel ihm ein anderer Freund ein, der jemanden kennt, der …Nach einigem hin und her meldete sich der Besitzer … und versprach zu kommen. 

Ich wartete … und wartete … inzwischen war es 19h … ich beschloss, wenn in der nächsten halben Stunde nichts passiert, rufe ich die Polizei mit meinem Reststrom im handy, und Spanier mögen die Polizei nicht! 

Endlich tauchte der Besitzer auf, lächelte, ging mit mir über die Straße … und schob einfach das Tor auf. Es war gar nicht  abgeschlossen! Nur zugezogen!!!

Fazit: In meiner Angst war ich panikartig besessen von dem Gedanken, dass alles verschlossen sei, ohne das Naheliegendste zu überprüfen.

Wie oft ich mich im Leben von den Gefühlen -ich störe-, -ich werde nicht geliebt-, -ich bin nicht gut genug- eingrenzen/ausschließen lasse! 

Wann lässt du dich von deiner Angst, deinen Gedanken beherrschen? Und wie wirst du geweckt?

Mir war es erst ziemlich peinlich, doch der Besitzer lachte nur, vor allem als ich ihm meine Panik vormachte (er sprach nur spanisch). Und so lachten wir schließlich gemeinsam über mich.

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Wieder unterwegs

Diese Woche war ich also in Lourdes. Eine berührende und eine zwiespältige Erfahrung! Berührend waren die sichtbar kranken Menschen, die voller Demut sich dem Ritual hingaben. Auch habe ich die Innigkeit der Gemeinschaft der Gläubigen gespürt, die durch die bekannte Abfolge der Liturgie erschaffen wurde. Aber ich war auch voller Abwehr gegenüber der Institution der katholischen Kirche und deren Vertreter, die stillschweigend den Missbrauch von Kindern und Kirchenspenden dulden.

Die Anlage um die Grotte liegt in einem zauberhaften kleinen Tal mit Fluss und natürlichen Grünflächen. Aber weder durfte die Pilgerin mit Esel und Hund den Bereich betreten, noch war es mir erlaubt, Frida mitzunehmen. Alles war eingezäunt und mit Videokameras gesichert. Eine Tür wurde nur geöffnet, wenn man den Rufknopf betätigte. Hochsicherheitstrakt gegen vierbeinige Geschöpfe! Mir ein unverständliches Gebaren.

Fazit: Wie gehst du mit solchen inneren Kontroversen um? Mich hat es behindert, vielleicht doch eine Spur von etwas Heiligem, etwas Besonderen an diesem Ort zu finden.

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Helfen

Was mir momentan sehr klar wird, ist, dass -helfen- eine extreme Schattenseite hat. Ich habe eine 2er-Fixierung, dass heißt, dass -helfen- für mich immer den Beigeschmack von -ich werde gebraucht=geliebt- hat. 

Jetzt wird mir jedoch sehr klar deutlich, welche Arroganz und welcher Stolz auch hinter meinem Helfen liegen. Das ist so, als wüsste ich die Lösung, als wüsste ich mehr als andere Menschen, mehr als das Leben. Ich hoffe, dass dieses Bewusstsein anhält, ich höchstens mit Fragen inspiriere, einen individuellen, von mir unabhängigen Lösungsweg zu finden. Und möglichst nicht mehr ungefragt, Dinge/Handlungen übernehme, denn das kann auch wie ein -an mich reißen- ankommen.

Fazit: Aus welcher Motivation heraus hilfst du?

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Ich melde mich zurück

Was habe ich in diesem Sommer gelernt? 

  • Ich habe eine tiefe innere Stimme in mir gefunden, die klar und sehr analytisch seziert.
  • Ich habe erfahren müssen, dass es Menschen gibt, die in Wirklichkeit sehr viel anders sind, als sie sich im Außen zeigen.
  • Ich habe angefangen, meine inneren Schatten anzunehmen und mich mit ihnen anzufreunden. 
  • Ich habe spüren dürfen, dass manche Menschen weit weg wohnen, mir innerlich aber ganz nahe sind, während andere in meiner Umgebung mir fremd bleiben.
  • Und ich erlebe, dass Corona in Deutschland die Menschen entzweit.  

Fazit: Was hat dir der Sommer gezeigt? Was hast du gelernt? Wo und wie geht es bei dir weiter?

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Zeitweiser Abschied

Liebe LeserIn, danke für deine Treue, dass du immer mal wieder auf diese Seite geschaut hast. In den letzten Wochen habe ich ja nicht mehr so regelmäßig hier geschrieben und das liegt daran, dass ich so mit meinem Roman beschäftigt bin. Wenn ich mehrere Stunden geschrieben habe, bin ich leer. Dann fällt mir nur noch Blabla ein und das möchte ich hier nicht veröffentlichen. 

Also habe ich beschlossen, eine Pause einzulegen. Ich bin inzwischen heil und gesund wieder in Deutschland angekommen und wurde von Freunden und  in meiner WG sehr herzlichst begrüßt. Ich melde mich auf dieser Seite wieder, wenn ich mich im Herbst erneut auf den Weg in den Süden mache. Bis dahin bleib gesund und genieß das Leben!

Falls jemand Lust hat, mein Buch in der Entstehungsphase mitzulesen: Ich suche Testleser, Rückmeldungen erwünscht und gefordert. Falls du dazu bereit bist, bitte melde dich. Ich freue mich. 

Sei herzlichst umarmt und ich freue mich auf ein „Wiederlesen“ im Herbst.

tarraaaaa

Ihr Lieben, heute tue ich es. Hier kommt ein Appetizer zu meinem Buch, ein Vorgeschmack. Ich bitte euch herzlichst um Feedback … Es ist der allererste Entwurf, unüberarbeitet, also mit jeder Menge Möglichkeiten zur Verbesserung.

1. Teil: Wie alles begann

Der Zusammenbruch

Ich bin Ella Mutzek, 57 Jahre und schuldig. 

Mein ganzes Leben war ich nicht gut genug, nicht fleißig genug, nicht ordentlich genug, nicht schön genug … ich bin einfach nirgends genug!

Ich musste 3x die Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium ablegen und niemand ließ damals einen Zweifel daran, dass ich letztendlich die Aufnahme nur dem Einsatz meines Vaters verdanke. Ich war einfach nicht schlau genug. 

Schließlich schaffte ich das Abitur, ging endlich sogar an eine Universität und absolvierte sogar ein Studium zum Lehramt und nun bin ich seit langer Zeit Lehrerin. Ich mag meinen Beruf, finde es manchmal sogar echt erstaunlich, dass ich dafür sogar Geld bekomme … aber …

Es gibt Kinder, die verstehen meine Erklärungen nicht oder nicht richtig. Ich finde es schrecklich, denen dafür in der Arbeit eine schlechte Note zu geben. Ich hätte das doch besser erklären müssen. 

Es gibt Kinder, die langweilen sich im Unterricht, andere sind überfordert, manche haben so viele Probleme zu Hause … und dann sollen sie hier die Klasse wiederholen? 

Ich habe eine andere Unterrichtsform eingeführt: Offenen Unterricht. Jedes Thema ist so aufbereitet mit Spielen, Informationen und Übungen, dass jedes Kind selbst entscheiden kann, wie viel es davon wissen will. Jede Ferien, jeden Nachmittag, jedes Wochenende sitze ich und bastle, schnipple, klebe und suche Informationen zusammen. 

Der Nachteil: Ich habe keine freie Zeit mehr für mich. Ich habe keine Freunde, und keine Liebesbeziehung mehr, nur noch der Hund und ich. Und nun ist auch noch der Hund tot. Das ist einerseits gut, denn ich liege im Krankenhaus und hätte niemanden, der sich um sie kümmert, aber wenn ich daran denke, wieder nach Hause zu gehen, in das leere Haus … Sofort schießen mir die Tränen in die Augen. Das ist kein zu Hause, das ist eine leere Bude mit Schreibtisch und Bett.

Ich schluchze, kann mich kaum einkriegen, die Tränen schießen mir nur so aus den Augen. Ich setze das ganze Bett unter Wasser …

„Ach Liebe, was ist denn?“ Schwester Gertrud schaut ganz bekümmert. „Tut Ihnen was weh?“

„Ja,“ jammere ich „mein ganzes Leben.“

„Ach Kindchen,“ sie ist kaum älter als ich. „Sie haben doch so einen schönen Beruf! Und sie bekommen sogar Post von Ihren Kindern!“

Eine Kollegin war heute hier und hat einen dicken Umschlag mit vielen lieben Briefen, Karten und Bildern vorbei gebracht. 

„Ja,“ japse ich, „aber ich kann das nicht mehr!“ Jetzt ist es raus. Ich kann das einfach nicht mehr. Seit Jahren fühle ich mich überfordert, stehe eigentlich permanent mit dem Rücken an der Wand und befürchte, dass irgendwer es endlich entdeckt. 

Entdeckt, dass ich unfähig bin, dass ich zu Unrecht diesen Posten bekleide, dass ich gar keine ordentliche, gute Lehrerin bin, dass ich unfähig bin. Bei diesen Sätzen breche ich innerlich zusammen und schwimme in meinen Tränen. Der Hals ist wie zugeschnürt, in der Brust wird es eng und der Schwindel setzt wieder ein. Alles um mich herum dreht sich, ich komme mir vor, als wäre ich auf einem Schiff bei Windstärke 12. Mir wird übel und ich befürchte, gleich in Ohnmacht zu fallen. 

Um mich herum piept es, irgendwie bricht Hektik aus, aber mir ist das alles egal: Ich lasse los und verschwinde.  

—> würdet ihr gern weiterlesen?

 

dankbar

Liebe LeserIn, ich möchte mich ganz herzlich bei dir bedanken, dass du immer wieder meine Gedankensplitter liest und auch zeitweise kommentierst. Ich liebe euch dafür! Und ich bin froh und dankbar, dass ich in all den Jahren, in denen ich mich hier so auslasse nur 2 echt bösartige Rückmeldungen bekommen habe. Was für ein Glück! 

Bei beiden Schreiben vermute ich männliche Dinosaurier dahinter, die noch nicht mitbekommen haben, dass Frauen heute selbstbestimmte, freie Wesen sind, die sich selbst erwählen, mit wem sie ihre kostbare Lebenszeit verbringen wollen.

Heute habe ich eine Bitte an euch: Ich schreibe (endlich!!!) mein nächstes Buch. Es ist wieder ein Tatsachenroman und ich frage euch: Wovon würdet ihr gern mehr lesen? Welche meiner Themen haben euch berührt? Ich wäre über Rückmeldungen sehr dankbar und freue mich schon, von euch zu lesen.

Herzlichst eure glückliche Sybille