Dazu gehören

Seit der Trennung von meiner Tagesmutter im Alter von 5 Jahren habe ich mich immer danach gesehnt, mich wieder so aufgehoben und so dazu gehörig zu fühlen. Statt dessen: In der Grundschule wurde ich gemobbt, die damaligen Freunde hielten mich für arrogant, im Gymnasium zählte nur Leistung (Erwachsenenseite) und Wildheit (Kinder/Jugendliche) und beides konnte ich nicht so perfekt hinkriegen. Es gab eine kurze Spanne, da waren WIR das erste Schulsprecherkollektiv. Da gab es meinen ersten Freund. Dann Berufswahl, später Studium … immer gab es Gruppen, zu denen ich irgendwie nicht ganz gehörte.
Ich will hier nicht als Opfer rumjammern, ich will nur meinem Lebensgefühl nachspüren: Ich wollte gern eingewoben sein in ein Gewebe und fiel doch aus allen raus! Geht das allen so?

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Noch heute gibt es Momente/kurze Phasen, da fühle ich mich ganz dazu gehörig: Manchmal in tiefen Gesprächen, bei stillen Spaziergängen in der Natur, beim Toben und Spielen mit Frida und bei der Meditation. Ein tiefes Gefühl von Ja und EinsSein durchzieht mich dann. Selten und Wunder-schön.

Meine Freundin Marita sagte mal, dass es auch in der Ehe tiefe Einsamkeit gäbe, dass es eben auch da Phasen gibt, wo sie sich nicht eingewoben fühlt. Welcher Teil überwiegt? Bei mir ist es ein Grundgefühl, dass ich draußen bin, nicht dazu gehöre, allein klar kommen muss und mich bemühe, dass es nicht so auffällt, dass es nicht so tragend wird.

Wie wird das sein, wenn ich nur noch umherziehe? Damals, in meiner ersten Hippiezeit, fand ich eine tiefe Verbundenheit mit Mutter Erde. Ein tiefes, tiefes Heimatgefühl in der Natur! Ganz verwoben mit dem reißenden Fluss in Griechenland (Hades), dem Vollmondaufgang am Olymp, den Kastanienwäldern in Oberitalien, der Salzwüste in Tunesien und letztlich den Rapsfeldern hier in Schleswig-Holstein. Dieses Gefühl ist mir ziemlich abhanden gekommen, streift mich nur noch manchmal in tiefen Momenten bei Spaziergängen am Strand, in den Wäldern …

Letztlich sind wir alle Finger einer Hand, Teil eines Körpers … Nicht immer kann ich mir das vorstellen und nur selten ist es mir bewusst!

Und dann kam heute in der Kirche (Goldene Konfirmation!) kam der Gedanke, WIR, das ist die Gemeinschaft, die wir gemeinsam schaffen. Und meine ist dann örtlich mehr global, mit Freunden in Belgien, Schweiz, Österreich und überall in Deutschland.

Ich freue mich, wenn ihr meine blog-Artikel teilt und hinterlasst auch sehr gern Kommentare! Die hier veröffentlichten Aquarelle sind teilweise noch zu kaufen.

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