tiefe Dankbarkeit

Was macht Corona mit dir? Ich höre gerade Dinge von Freunden, die mich traurig machen. Und dann komme ich mir so lächerlich vor, hier in meiner Wohlfühlblase. Es geht mir, uns, hier so gut: Warm, sicher, Sonne, genug leckeres Essen. Ich bin jeden Tag und auch immer mal wieder zwischendurch so, so dankbar dafür, dass ich mein Leben umgekrempelt habe und wie sehr mich das Leben dabei unterstützt. 

Ich darf lernen, genießen, Freude empfinden und Gutes tun. Danke, Leben, danke Universum, danke dir.

Kakiblüte, aus dem Internet

Danke

Danke liebe/r Leser:in! Ich glaube ich habe mich noch nie bei dir bedankt, dass du meinen kleinen Geschichten folgst, dich inspirieren lässt, schmunzelst oder einfach nur meinen Ideen folgst. Auch wenn ich es noch nie geschrieben habe, so bedeutet es mir doch sehr viel, dich hier immer wieder anregen zu dürfen. Deine Kommentare sind Wind unter meinen Flügeln. Sie zeigen mir, dass ich nicht allein bin mit meinen Träumen, meinen Ansichten, meinen Gedanken und Ideen. Danke!

Meine zweite Heimat

Zu Beginn des Jahres hat es hier mehrere Tage stark geregnet. Dann fielen die Temperaturen und nachts sanken sie bis auf 3 Grad. Doch seit 2 Tagen ist der Winter nun vorbei: Tagsüber strahlend blauer Himmel und eine wärmende Sonne, nachts nähern sich die tiefsten Werte dem zweistelligen Bereich. Es ist einfach wundervoll!
Und diese reichhaltige Fülle an Obst: Saftig-süße Mangos, saftig-knackige Äpfel, Mandarinen, Apfelsinen und mein Favorit – die süßen festen Kakis oder Sharonfrüchte, die hier angebaut werden. Leider neigt sich deren Saison langsam dem Ende, aber es dauert nicht mehr lang, dann kommen die ersten hiesigen Erdbeeren auf den Markt.
Und Gemüse? Ich liebe den zarten länglichen Kürbis, die leckeren Süßkartoffeln und vor allem die vollmundigen grünen oder schwarzen Tomaten.
Das alles ist mir so zur Heimat geworden …

Heilige drei Könige

Am 6.1. war hier der Tag für die Kinder, denn hier bringen die Könige die Geschenke und nicht der Weihnachtsmann oder das Christkind. Vor Corona gab es riesige, karnevalsähnliche Umzüge durch die Stadt. Jetzt zog eine kleine Reiterschar sehr stilecht durch die Natur. 

Spatzen

Überall, wo ich stehe, habe ich einen Trinknapf für die Vögel und verstreue Futter vor der Tür. So locke ich Rotkehlchen, Rotschwänzchen, Bachstelzen und Spatzen hier an. Gestern hat wieder ein Spatz darin gebadet. In Deutschland setzen sich die Vögel mitten in die Schale, schlagen mit den Flügeln und nehmen so ein Vollbad. Hier in Spanien hockt der Spatz auf dem Rand und schlägt mit dem Köpfchen ein bisschen das Wasser, so dass Hals und Kopf benetzt werden.
Fazit: Hier wissen selbst die Spatzen, dass Wasser ein kostbares Gut ist.

Besitz

Gestern war der Tag der Haushaltspflege: Bett beziehen, Wäsche waschen, Teppiche ausschütteln, saugen und Staub wischen. Im Gegensatz zu früher mit ca. 90qm war ich schon nach nicht mal 4 Stunden inklusive einer gemütlichen Kaffeepause fertig. Nachmittags habe ich mich noch geduscht, abends dann die trockene Wäsche zusammengelegt und im Schrank verstaut und danach zufrieden ins wohl duftende Bettchen geschlüpft. Besitz belastet und weniger ist mehr (Freizeit).
Fazit: Habe ich Besitz oder werde ich besessen, vom Besitz verschluckt?

Ich wünsche dir eine friedvolle, leichte Adventszeit.

Winter?

Über Nacht hat ein Wetterwechsel stattgefunden. Ein eisiger Wind bläst aus Westen in norddeutscher Stärke. In Portugal soll es sogar geschneit haben! Hier sitzen die Stare dicht beieinander auf den Stromkabeln. Frida hat ihr Wintermäntelchen ausgepackt und sieht jetzt richtig kuschelig aus und ich bin dankbar für meine Truma, die regelmäßig bei den einstelligen Nachttemperaturen anspringt.

Tagsüber wärmt die Sonne mit gewohnter Kraft und so lässt es sich im Windschatten gut aushalten. Ich wünsche euch allen einen fröhlichen, Wunder-vollen Nikolaus und 2. Advent. Bleibt gesund!

Copito, der Hofhund Schneeflöckchen, ist zu einem strammen Burschen herangewachsen. Das hat Frida animiert, in kürzester Zeit ein 2. Mal läufig zu werden. Auch das Gebell des Dorfcasanovas lockt sie, so dass sie nur noch unwillig gehorcht. Aber 15 Babies im WoMo? Eine muss vernünftig bleiben.
Inzwischen ist 3 Jahreszeitenwetter: Morgens zum ersten Spaziergang sind lange Hosen, Strümpfe, feste Schuhe und eine wärmende Jacke angebracht, die ich aber meist schon auf dem Rückweg, wenn die wärmenden Sonnenstrahlen ankommen, um die Taille knote. Mittags reichen kurze Hose und T-Shirt, abends erfreut sich ein Wintermäntelchen großer Beliebtheit .
Ansonsten ist es diesmal ein eher lockerer lockdown, bewegen in der Gemeinde erlaubt, so dass auch die langen Spaziergänge stattfinden können. Die Menschen sind weiterhin freundlich und zurückhaltend. Ich fühle mich sicher, es geht uns gut und ich bin sehr dankbar!

Herbst

Dieser November ist, verglichen mit den beiden Vorjahren, besonders mild, warm und trocken. Nachts sind überwiegend 14* bis 16*, tagsüber leichtes T-Shirt und kurze Hose Wetter. Hin und wieder mal ein kälterer Windstoß. Und Regen hatten wir bisher erst an 2 Tagen. Irre!
Nachts, bei Neumond, erstrahlt ein unendlich tiefer Sternenhimmel mit Milliarden von Lichtpunkten. So schön, so bezaubernd, so Wunder voll.
Die Stare bevölkern weiterhin die Landschaft. Vor meiner Schiebetür tummeln sich die Spatzen und picken dankbar das Vogelfutter. Über das Campo streift häufig ein Kiebitz auf der Suche nach Futter. So majestätische Vögel!
Ich bin dankbar für den Frieden, die Ruhe, die Wärme, den blauen Himmel und die Weite der Landschaft. Es ist, als ob meine Seele aufatmet.

Impressionen

Am Wochenende von Halloween wurde hier ein lockdown light eingerichtet, damit die Madrider nicht an den Strand fahren: Ganz Spanien darf sich nur in seinen Regionen bewegen. Nun, Andalusien ist groß und so haben wir die Zeit genutzt und einen Ausflug nach Garrucha und Mojacar gemacht.
In Garrucha war sogar Markt, über den wir gemütlich gebummelt sind. Nach einem spanischen Frühstück (getoastetes Baguette mit Olivenöl, Tomatenmus und Käse) fuhren wir weiter an der Küste entlang und schließlich in die Berge, wo das weiße Mojacar in der Sonne gleißte. Kleine Gässchen mit winzigen Geschäften schlängeln sich den Hang hinauf.


Vor ein paar Wochen waren die Schwalben hier auf Durchzug. Dieses Jahr ist scheinbar keine hier geblieben, um erneut zu brüten. Jetzt sind ganze Heerscharen von Staren da. Sie sitzen auf den Stromkabeln und beäugen die dürre Steppenlandschaft.


Vor einer Woche zog eine dicke braune Regenwolke auf, regnete sich ab und alle Autos waren mit braunen Lehmklecksen versehen. Ich musste meinen Bus 3mal waschen, um die Pampe abzubekommen.


Inzwischen ist der lockdown auf die Gemeinden beschränkt. Man soll unnötige Fahrten unterlassen. Da die Spanier sehr diszipliniert damit umgehen, fühle ich mich im Moment sicher.

Leider komme ich mit diesem neuen WordPress immer noch nicht klar. Bitte schaut euch die passenden Fotos auf instagram (frauontour) an.