Auf dem Weg

Weiter geht die Fahrt gen Norden, angereichert mit vielen lieben Besuchen. Bin jetzt in D gelandet.

  • Der Sohn von B. zu mir: Du siehst aus wie eine junge Frau aus dem letzten Jhdt. Stimmt, die 60er waren im letzten Jhdt :))
  • Ich stehe an einem einsamen Stellplatz. Sehr schön am Baggersee, dessen Ufer vollgekackt ist von den Wasservögeln. Trotzdem baden die Städter darin Sehen sie das nicht? Haben sie nichts besseres?
  • Ich war zu Besuch in B-B, wollte doch mal sehen, wo Andrea und Veit leben. Ich habe viele freundliche, höfliche KellnerInnen getroffen, bin mehrfach von Touristen angesprochen worden. Sie hielten mich für eine Einheimische. Aber die Preise? Verglichen mit Spanien der totale Wahnsinn!
  • 5x nachfragen vom Kellner … ist das wirklich Fürsorge oder eigentlich drängeln?
    Bisher keinen Stellplatz mit Ver- und Entsorgung unter 10€ gefunden. Warum meckern dann so viele bei Beata über den Preis????
  • Kaum in D angekommen, habe ich schon 2 schwere Unfälle und diverse tote Tiere auf der Straße gesehen.
    Stellenweise einfach kein Internetempfang.

Gemischte Impressionen von unterwegs:

Der Stellplatz in Castelo ist zur Sommerzeit echt nicht anfahrbar. Man steht so dicht nebeneinander, dass nicht aus beiden Bussen gleichzeitig ausgestiegen werden kann.

Auf meinem nördlichsten Stellplatz in Spanien ist mir wieder aufgefallen, wie sauber die Spanier doch eigentlich sind. Es war Marktende, als ich ankam, und 2 Stunden später war alles auf- und weggeräumt, die Straßen und Wege gefegt, der Müll abtransportiert.

Wie grün schon Nordspanien ist und wie sehr es mich an Südfrankreich erinnert. Die Häuser, die Straßen … alles so ähnlich!

In Nordspanien standen oder saßen die Damen mit nur knappsten Bikinis bekleidet an den Straßenrändern. Wie groß muss das Elend sein, um auf den Straßenstrich zu gehen.

Dieses Mal habe ich die Route NII über Figueras gewählt. In Le Pethou downtown, erster Ort an/nach der Grenze, herrscht der Kaufwahnsinn. Schon vor der Grenze sah ich Menschen bepackt mit Alkoholika zu ihren Autos strömen, nach der Grenze standen sie mehrreihig, „km“weit an den Tabacostores an, Wartezeit mindestens 1/2 Stunde. Es strömten Massen Menschen in und aus den Shops, bepackt mit Kisten, Tüten und Kartons, eilten über die Straße in den nächsten Laden. Was die Menschen auf sich nehmen, um ihre Süchte, trinken, rauchen, Klamotten/Dinge, zu befriedigen. Es war wie kurz vor dem Weltuntergang: Totale, blinde Gier.

In Südfrankreich habe ich mich über Wolken und leichten Regen gefreut! Endlich konnte ich etwas abkühlen. Abends habe ich dann allerdings gefroren.

Frida findet Beziers schreck-lich. Der Mistral, der hier momentan mit erstaunlicher Stärke weht, schüttelt nicht nur Bäume und Büsche und hebt meinen Rock ganz ungeniert in erstaunliche Höhen, er bewegt auch Pappe, Tüten und Kabel, was meine Lütte zutiefst erschreckt. Abends gab es dann anlässlich des morgigen Feiertages ein gigantische Feuerwerk von über einer halben Stunde: Immer größer, immer bombastischer, immer lauter, immer schreck-licher, immer beängstigender.

Zu Besuch in Südfrankreich werde ich wieder an den Spruch: Leben wie Gott in Frankreich erinnert. Das gilt nicht nur für die zahlreichen, kostenlosen, häufig wundervollen Stellplätze, sondern hier auch für das leckere, üppige Essen. Ich werde total verwöhnt und genieße es.

Morgen geht es weiter, mal schauen, wohin es mich führt.

Hello again …

Ich bin auf der Rücktour. Gerade rechtzeitig, denn nun kommt die Sommerhitze mit Macht. Glücklicherweise hat Gipsy Klima, denn gestern und heute bin ich durch Gegenden mit 42° gerauscht. Too much!
Ansonsten bietet sie einfach ein wundervolles Fahrfeeling: Wendig, spritzig, und ich komme gut mit ihr klar, obwohl ich immer noch nicht alle Funktionen der Hebel am Lenkrad kenne. ;))


Gestern noch in Castalon ein letztes Bad im Mittelmeer genossen, das jetzt BadewannenTemperatur hat, piewarm. Frieda hat sich vor unserer Abfahrt noch einmal in die Fluten gestürzt und wurde mehrfach von den Wellen überrollt.
Morgen geht’s über die Grenze nach Frankreich. Vorher noch einmal tanken, bis es rausläuft.

Ja, hallo Deutschland, wir kommen und adios espania, bis hoffentlich sehr bald.

Sommer

Die schöne Zeit neigt sich dem Ende, es waren wundervolle, bereichernde, erfüllende Monate. Aber nun wird es Sommer und mir viel zu heiß. Tagestemperaturen von über 30° bis in die späten Abendstunden machen mich körperlich zu schlapp und träge. Heute haben wir 32° und es fällt mir extrem schwer, mein Buch angemessen zu überarbeiten.
Also plane ich die „Heim“reise, mache mich nächsten Samstag auf in den Norden. Ich will gemütlich durch Frankreich tuckern, bevor ich die deutsche Grenze überfahre und hoffentlich zahlreiche Freunde:innen besuchen kann.
Letzte Woche war ich das erste Mal von Spanien und seinen Bewohnern enttäuscht: Ich hatte in einer Werkstatt einen Termin für einen Ölwechsel vereinbart. Ab 9h, spätestens gegen Mittag sollte der Bus fertig sein. Als wir gegen 13h dort auftauchten, war noch nichts geschehen! Zum ersten Mal habe ich dieses von uns immer so verspottete maniana erlebt. Beim 2. Termin war der Wechsel dann um 50€ teurer als vorher verabredet. Schade, das hat keiner verdient.

update im Juni

Einen wundervollen Geburtstag hatte ich mit gutem Essen, wunderbarer Gemeinschaft, schönen Gesprächen, baden im Mittelmeer und abends kleinem Lagerfeuer. Reich beschenkt durch unzählige Gratulanten. Alles freudvoll, friedlich, harmonisch. DANKE


Jetzt sitze ich wieder beim Korrekturlesen meines Romans. Es wechseln sich Stolz und Zweifel miteinander ab und wie immer auch ne große Portion Ungeduld. Ich bin gespannt, ob das Buch Leser finden wird, ob sie es als bereichernd ansehen, ob sie sich inspiriert fühlen oder nur als blöden Schmarren abtun.


Ansonsten stehe ich immer noch bei Beata auf dem Campo, genieße ihre wunderbaren Kochfähigkeiten und kann mich so ganz auf mein Buch konzentrieren. Es ist wirklich sommerlich warm, doch da der eigentliche Sommer erst gestern anfing, kann ich mir die Hitze, die noch kommt, gut vorstellen. Wir hatten einige Tage über 30* und da hatte ich viel Kreislauf. Werde mich also Mitte nächsten Monats Richtung Norden aufmachen und irgendwann gegen Ende Juli in Schleswig-Holstein landen.


Ich hätte Lust auf Besuche, also wenn ihr das auch gut findet, schreibt mir, ich nutze den „Heimweg“ gern für Abweichungen!

Bin wieder da!

Am 24.5.21 habe ich unter mein Buch ein `Final Feliz´ gesetzt, 356 Seiten für den Erstentwurf waren fertig. Abends haben wir es mit einer Dorade und Sekt gefeiert. Danach gab ich mir das WoEnde frei und seit gestern sitze ich an der Überarbeitung.
Nun habe ich wieder mehr Fantasie und Kapazitäten, hier von mir zu berichten.

Was gibt es Neues?

Es hat sich ein ziemlich stabiles nordisches Hochsommerwetter festgesetzt, unterbrochen von hin und wieder Regen und Gewitter. Die Natur explodiert.
Auf dem Markt gibt es köstliche Kirschen, samtige Aprikosen und erste Feigen. Die Fahrbeschränkungen sind aufgehoben, man plant hier sogar, die Maskenpflicht im Freien zu lockern. Die schrumpfenden Zahlen der Neuerkrankten legen es nahe.
In diesem Jahr fand die Schule in Spanien täglich statt, durch Halbieren der Klassengröße und zeitversetztem Unterricht konnte der Abstand in den Räumen einhalten werden (auf Kosten der Lehrerarbeitszeit?). In Deutschland gab es wohl viel online-Unterricht, doch wie das bei dem lückenhaften Wlan durchgeführt wurde, ist mir schleierhaft.
Fridel war schon mehrfach baden, ich habe heute meine Füße ins Mittelmeer getaucht: Wärmer als die Ostsee im Sommer!
Auch die Märkte werden längst wieder durchgeführt, die anfänglichen Temperaturkontrollen an den Eingängen sind inzwischen aufgehoben. Ich bin meiner Klamottenlust ziemlich erlegen, habe meine Bestände durch- und aussortiert, damit ich sie mit Neuem wieder bestücken kann. Und ich trage wieder Absatzschuhe! Das konnte ich nach dem Schlaganfall ja jahrelang nicht, doch nun genieße ich wieder das Schreiten auf hohem Schuhwerk.
Fotos stelle ich auf Instagram, frauontour, und auf fb bei Frauentour-Sybille Schmidt-Grundmann rein.

Momentaufnahme

Ich bin im Schreibwahn: Mit 250 Seiten bin ich jetzt bei der Hälfte des Romans angekommen und die Ideen sprudeln nur so und purzeln. Zwischendurch hatte ich eine schwierige Phase: Ulrike (meine Schreibcoach von Pegasus) war unzufrieden, nannte mein Ding Reiseführer mit Delikatessen und mahnte immer wieder an, dass sie die Hauptfigur, Ella, nicht spüren würde. Oh, das tat so weh und ich wusste einfach nicht, was sie meinte.
Irgendwann fiel mir dann beim Tagebuch schreiben die Frage zu: Warum schreibe ich eigentlich? Warum mache ich mir diese Arbeit, sitze stundenlang am Laptop und tippe, statt an den Strand zu fahren und mit Frida zu spielen. Dann fielen mir alle meine Erkenntnisse ein, die ich unbedingt anderen Menschen zukommen lassen will … und plötzlich verstand ich Ulrike!
Ich hatte im Roman nur noch die Tatsachen, die Handlung, erzählt und die Wandlung, die meine Heldin in der Geschichte durchmacht, eben all die Erkenntnisse, völlig vergessen.
Ja und seither flutscht es wieder.
Ansonsten hat der viele Regen hier die Blüten zum Explodieren gebracht. Es ist solch eine Pracht, eine Duftorgie. Ich wandere schnuppernd durch die Wildnis.
Die Sonne entwickelt eine enorme Kraft und Frida leidet, trotz Bikinifrisur, unter der Hitze. So gehen wir nur noch morgens und am späteren Nachmittag längere Touren. Zwischenzeitlich verkneift sie sich das Pieschen, denn, wenn ich sie frage, erfolgt keine Reaktion.
Ich habe bei fb eine Autorin-Seite eingerichtet: Frauentour-Sybille Schmidt-Grundmann. Hier werde ich auch mehr Fotos reinsetzen, da ich mit wordpress da scheinbar immer noch nicht zurechtkomme.

kurzes Update

Ihr Lieben, ich habe lange nichts von mir „hören“ lassen, ich war so vertieft in meinen Schreibprozess. Inspiriert durch den Jahreskurs bei Ulrike Dietmann ist mein Romanentwurf zu 90% fertig: Es werden wohl 350 Seiten. Jetzt erfolgt die erste Überarbeitung sowohl zum Vertiefen des Inhalts als auch in Grammatik und Rechtschreibung.


Um mich herum tobt der spanische Frühling. Vor einigen Wochen zogen Schwärme von Staren durch die Gegend, blieben ein paar Tage und flogen dann weiter. Bis Vorgestern schwirrten Schwalben um uns, jetzt haben die meisten davon uns wieder verlassen, nur vereinzelte Pärchen bleiben zum Brüten hier.


Nachdem wilde Winden, Wandelröschen, wilde Löwenmäulchen und Klee zu Lavendel, Rosmarin und Thymian blühen, habe ich gestern sogar die erste Kaper ihre Knospen bereiten sehen. Noch betören uns die Orangenbäume mit dem schweren Neroli, ein für mich unvergesslicher Duft!
Die Temperaturen zeigen sich meist dem nordischen Hochsommer ähnlich, nur in Trägertop und kurzer Hose in der Sonne zu „ertragen“. Manchmal verdeutlichen ein paar bewölkte „kalte“ Tage, dass der spanische Sommer noch fern ist.


Alles ist so wunderbar und ich bin so glücklich! Ich grüße euch von Herzen und schicke warme Sonnenstrahlen und ein Lächeln in eure Gesichter.

Regenzeit

Vor 2 Wochen „tobte“ hier die Regenzeit, dh, der Himmel war durch dunkelgraue Wolken verdeckt und es wehte ein lausiger Wind. Dann fing es eines Abends endlich an zu regnen! Die ganze Nacht pladderte es gemütlich auf mein Autodach, ich lag warm und trocken.
Am anderen Morgen wachte ich in Venedig auf. Ich stand mitten in einer Lagune, der Hundenapf vor der Tür war nicht mehr zu sehen, was eine Wassertiefe von 20cm bedeutete. Trockenen Fußes bzw. Pfote kamen wir hier nicht raus! Außerdem hatte mein Stromkabel sicher unter dem Auto gelegen, was nun einen Kurzschluss für das gesamte Gelände bedeutete. Also tauchen, Kabel abziehen und endlich umparken. So schnell wie der Regen kam, ist auch die Lagune wieder verschwunden.
Heute scheint schon wieder die Sonne, der Wind ist zwar noch kühl aber erfrischend beim Sonnenbaden.