Überraschung!!!

Ich bin wieder weitergezogen. Jetzt stehe ich bei Monika und Beate, die in Jaravia einen kleinen Stellplatz betreiben. Er ist wunderbar begrünt und 2x wöchentlich wird im Bistro Essen angeboten: Leckere spanisch-portugiesische-polnische Küche. Auch hier stehen wieder die „alten Hasen“, die zum xten Mal hier überwintern und ich freue mich immer über Tipps, was ich unternehmen könnte.

So bin ich Mittwoch mit der Eisenbahn ins ca 20km entfernte Aguilas gefahren, 2 Stationen, für Fridel und mich Hin- und Rückfahrt 2,40€. Die Bahn kam pünktlich, Karte konnte ich beim freundlichen Schaffner im Zug kaufen, Fridel wurde mal wieder geschmust, und der Zug stand zur Rückfahrt schon lange vorher im Bahnhof! Im Zug war alles gepflegt und sauber … Eben spanische Verhältnisse!

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Aguilas ist ein kleines Städtchen, malerisch teilwiese an die Klippen gebaut mit wunderschönen Kachelelementen.

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Fazit: Lebe deinen Traum und lass dich überraschen!

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Fridas Lektion

Letzte Nacht Schafgeblöke und Discomucke. Was da wohl abging?

Momentan stehe ich bei der „deutschen Bäckerin“, Bärbel, die eine Idee plietsch ausgebaut hat: Sie beliefert 3x wöchentlich die Stellplätze im Umkreis von 100km (an der Küste) mit sehr leckerem deutschen Kuchen, Brot/Brötchen und Fleisch-/Geflügelsalat. Und 100km sind hier echt keine deutschen 100km!!! Sie hat meine vollste Hochachtung! Mich hat ihr sehr leckeres Walnussbrot, das ich am ersten Morgen sogar warm ans WoMo geliefert bekam, sowie die Neugierde hergelockt.

Sie, ihr Mann und ihre Mutter leben hier abseits und doch in Dorfnähe mit ärztlicher/medizinischer- und Konsumentenversorgung, inmitten von Gemüsefeldern, auf denen ich gestern Brokkoli „stoppelte“ (letzte Köpfe nach der Ernte einsammeln wie in meiner Jugend auf den Kartoffelfeldern).

Aber das größte Ereignis war vorgestern: Frida und ich haben gelernt, in einer Meute von insgesamt 5 Hunden und 2 Menschen ruhig und gelassen spazieren zu gehen, auch wenn zeitweise sich bis zu 5 wilde Hunde dazugesellten. Echt Abenteuer!!! Anfangs war Frida so eingeschüchtert, dass sie sich zwischen meinen Beiden versteckte, aber wir haben beide geschaut und gemerkt, dass nichts Schlimmes passierte. Frida wies sogar aufdringliche Hunde in ihre Schranken und als ein Wilder ihr zu nahe kam, wurde sie von Rolfs Rudel verteidigt. Anfangs Geknurre, dann Respekt und schließlich Frieden! Echt beeindruckend! Und meine Kleine mittenmang. Danke für diese Lektion!

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Fazit: Lebe deinen Traum und bleib im Vertrauen (alles hat seinen Sinn)!

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Mutter Erde

Gestern und heute war ich wandern … in einem ausgetrockneten Flussbett ist ein Fern-Rad-Wanderweg angelegt worden. Spanien ist ein so reiches, üppiges Land: Es ist die Gemüsekiste Europas. Unverständlich, dass es politisch und in der Welt so unsicher dasteht.

Ich jedenfalls bin von dieser Fülle begeistert, Mutter Natur zeigt hier ihr überaus reichhaltiges Angebot: Wilde Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Oregano, Arnica, Eukalyptus, daneben von Menschen gezogene Tomaten, Artischocken, Paprika, Auberginen und Kohlsorten, übervolle Orangen-, Zitronen- und Mandarinenbäume und die Mandelbäume fangen an zu blühen! Zarte rosa Blüten auf kahlen Ästen!

Wilde Blumen am Wegesrand, die wir nur als Ziergewächse oder in Töpfen kennen wie Ringelblumen, Lavendel und Hibiskus. Fülle, Fülle, Fülle! Und ich bin so dankbar, dass ich hier sein darf!

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Ich glaube, meine Kirche ist Mutter Erde, die Natur, Gaia. Nirgends sonst fühle ich mich so stimmig, so eins, so erhaben und doch so klein, so zugehörig! Um mich nur Stille, Insektengesumse, Fridas und meine Schritte, Windhauch und hin und wieder ein Vogelgezwitscher …

Und wenn ich im Laufe meines Lebens je geahnt hätte, dass das Ende so üppig und reich ist, ich wäre bei vielem viel gelassener geblieben. So war rückschauend viel Kampf. Aber wenn Zeit nicht linear ist, dann kann ich ja alle meine möglichen Versionen befragen … und die Zeit des Kampfes, des Positionierens und des settelns ist überall. Es gehört wohl dazu. Um so dankbarer bin ich jetzt …

Fazit: Einfach nur immer wieder DANKE!!!!

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fahrendes Volk

Ich bin jetzt morgen seit 6 Wochen unterwegs. Es kommt mir so viel länger und reichhaltiger vor …

Natürlich treffe ich auch ganz viele Menschen, die wie ich on the road sind: allein reisende Frauen, Männer und auch Pärchen. Manche fahren in Kolonne zu 2 oder mehr WoMos, andere bevorzugen das Alleinreisen. Was allen Dauer- oder Langzeitreisenden gemein ist. Alle haben eine extreme Erfahrung hinter sich, die sie auf- bzw. wachgerüttelt hat: schwere Krankheit, Todesnähe, Todeserfahrung, absolute Hilflosigkeit und/oder Abhängigkeit. Und dann stand die Frage im Raum: Was will ich noch erleben, erfahren? Und allen war klar, dass dieses unbewusste Hamsterrad für sie nichts ist, und auch das zu viel des scheinbar Guten sie in diese Situation geführt hat. Das Leben war völlig aus der Balance geraten. Sie lebten fürs anerkannt werden, nicht weil sie es von Innen heraus so wollten.

Fazit: Lebe deinen Traum und gönne dir „Ungereimtheiten“ (sei auch unvernünftig!).

ich liebe dich

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deep shit im Paradies

Manchmal schickt das Leben mir eine Versuchung, in Form einer blinkenden, blitzenden Illusion: Schau mal, wär das nicht was … Und wupps bin ich drauf reingefallen. Jaaaa … und schwupp lag ich mal wieder mit der Nase im Sand. Wolltest du nicht eigentlich …? Hei! Sei achtsam und schau, was du wirklich – wirklich willst!!!

Also bin ich aufgestanden, hab ein bisschen geweint, die Krone gerichtet und bin lecker essen gegangen, nette Gespräche gehabt, Sangria getrunken, auf`s Meer geschaut und die Sonne genossen. Ja, auch im Paradies kann man sich Wunden holen, aber zum Glück gibt’s hier viele schöne Pflaster.

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Aber letztlich bringt es mich zu der Frage: Was will ich wirklich-wirklich? Da ist eine Sehnsucht tief in meinem Inneren, nach Verschmelzen, nach EinsSein. Aber ist es wirklich die Sehnsucht nach diesem Mann? Es scheint mir eher die Sehnsucht nach dem Verschmelzen mit dem Moment, nach dem total Aufgehen und EinsSein mit dem Leben, nach der Hingabe ins Jetzt. Der Mann war/ist nur ein Weg, das Ziel ist dahinter. Jetzt, kein Denken, kein Fühlen, keine Zweifel, nur Hingabe, aufgehen und angenommen sein. JA!

Fazit: Lebe deinen Traum, übe dein standing und bleibe im Jetzt, im Hier, im JA.

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Was ich an Spanien …

… wundervoll finde:

  • In jedem Supermarkt kann man sich für wenig Geld ganz frischen Orangensaft selbst pressen.
  • Die Menschen sind dermaßen freundlich und bemüht, mich zu verstehen, obwohl ich wirklich kein Spanisch spreche.
  • Die Frauen haben eine sehr burschikose, selbstbestimmte Art, sich zu geben, zu reagieren, im Leben zu stehen.
  • Die Landschaft ist grandios. Wilde Hügel, tiefe Schluchten, gigantische Felsformationen und sanfte Wiesen voller Lavendel, Raps und kleinen lila und weißen, sehr gut duftenden Blümchen und zauberhafte, einsame Buchten.
  • Das Essen ist voll lecker, frisch und üppig. Man bestellt sich alles separat.
  • Die Fruchtbarkeit des Landes ist gigantisch: Riesige Gemüsefelder mit verschiedenen Salaten, Artischocken, Brokoli, Blumen- und Weißkohl, Möhren …
  • Die Lebenshaltungskosten sind so was von himmlisch!!! 1l Diesel für 1,05€, Essen gehen mit Getränk und Kaffee für 10€, im Luxus 15€.
  • An jedem Dorfende stehen große Müllboxen mit großen Öffnungen, die alle benutzen dürfen und fast täglich geleert werden.

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…  verwunderlich finde:

  • Die Straßen verlaufen irgendwie gegen mein inneres Gefühl. Man nähert sich dem Wunschort scheinbar im riesigen Zickzack. So häufig wie hier hab ich mich noch nie verfahren. Aber immer tolle Landschaften gesehen, Neues gelernt.
  • Die massiven Mauern, Hunde und Warnschilder zu Video- und Sicherheitsdienstüberwachung, mit denen die Spanier ihren Besitz schützen.

…  grässlich finde:

  • Plastik all over und leider auch in Massen an Straßen- und Feldrändern und am Strand.

Noch eine Bemerkung zum Schluss: Neulich bekam ich eine ziemlich üble Anmache, ob ich diese Bettelei am Ende denn nötig hätte. Nein, ich komme wirklich gut klar, danke. Ich sehe es eher als eine Möglichkeit der Anerkennung für meine Schreiberei. Genauso freue ich mich über Kommentare und steigende Statistiken (Seitenaufrufe). Ich find`s einfach nur nett und zwinge niemanden, den Käffchenbuttom zu benutzen. Ihr dürft auch alles so lesen!!!! Aber nochmals danke an alle, die ihn nutzen!

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Der Goldklumpen diese Woche …

… es passiert immer das, was passt. So ein wunderbarer Satz!

Und was passte? Mir wurde bewusst, dass ich wohl eine Freundin mit meiner Entscheidung, die geplante Route in Orleans abzubrechen, schwer enttäuscht hatte. Woran lag`s? Sie hat nicht mitgeteilt, dass sie es sich eigentlich wünscht, dass wir uns treffen. Ich hatte nicht mitgeteilt und nicht mal mir selbst eingestanden, dass so vorgefertigte Ziele mich einengen. Nicht wahrhaftig kommuniziert!

Es ist so wichtig, sich wirklich alles aufrichtig und wahrhaftig mitzuteilen, denn nur so kann letztlich Nähe und Liebe entstehen, weil ich mich dann ganz zeige, weil die/der andere sich ganz zeigt, weil wir uns nackt und ehrlich begegnen.

So wichtig!

Mein Fazit: Lebe deinen Traum so authentisch und wahrhaftig wie möglich!

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Ein Dank noch mal an alle SpenderInnen und Dankesager! Diesmal hab ich die Spenden genutzt, um bei der Post den Nachsendeantrag zu stellen!