Spanien … Land voller Gegensätze?

Ich bin durch Castello de la Plage gelaufen auf der Suche nach shoping, einem Friseur, ein Cafè, nette Kontakte ….

Ich ging zuerst nach rechts vom Meer aus gesehen, denn auf der Autobahn bin ich an ganz viel City vorbeigefahren. Dort fand ich riesige Häuser, Villen mit großen Gärten hinter hohen Mauern mit großen Schildern von Sicherheitsfirmen und tiefem Gebell von großen Wachhunden. Alles gepflegt, sauber, ordentlich, einsam. Kein Mensch auf der Straße, kein Café, kein Geschäft. Nur das Hundegebell begleitete uns von Parklandschaft zu Parklandschaft.

Dann ging`s, weiter vom Strand entfernt, wieder zurück. Nach einiger Zeit wurden die Häuser etwas kleiner, die Gartenstücke etwas kürzer, aber weiterhin Mauern oder Sichtschutz zur Straße, kein Mensch, keine Autos, aber Hundegebell und Hinweise auf Videoüberwachung. Kein Café, kein Restaurant, kein Leben. Alles erschien mir wie eine riesige Schlafstadt und alles sah irgendwie gleich aus.

Dann wurden die Häuser noch kleiner, Reihenhäuser, das Hundegebell höher (kleinere Hunde), Autos standen an der Straße, nur noch vereinzelt Hinweisschilder auf Videoüberwachung, weiterhin kein Mensch aber immerhin ein Restaurant. Geschlossen. Mir kam alles so künstlich, wie sortiert, vor.

Denn als nächstes kamen die Wohnblöcke und plötzlich einige Menschen auf der Straße, kleine Hunde an der Leine und ein Mercato (großer Supermarkt). Und schließlich kam ich ins Zentrum, eine kleine Altstadt, schiefe, phantasievolle Häuschen, alle verschieden. Leben auf der Straße! Cafès, Bars, Restaurants, viele Menschen saßen da, kleine Geschäfte, quirlige Lebendigkeit und schließlich auch ein Friseur!

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Wie fühlen sich die Reichen hinter ihren hohen Mauern und Sicherheitsmaßnahmen? Zu Fuß über eine halbe Stunde vom Zentrum entfernt. Warum schotten sie sich so ab? Ist bei uns in den Städten auch so eine deutliche Trennung zu sehen? Solche Einsamkeit? Ist mir nie aufgefallen … Und wozu diese Sicherheitsmaßnahmen? Ist die Schere zwischen arm und reich hier so prägnant?  Ich habe keine ärmlich gekleidete Menschen auf den Straßen hier gesehen, anders als in Frankreich, wo sich mir die Altersarmut sehr deutlich zeigte.

Mein Fazit: Lebe deinen Traum und teile! Sei Teil der Menschheit und schotte dich nicht ab!

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Manchmal schäme ich mich …

… ein Mensch zu sein, wenn ich Tiere auf der Weide bis zu den Knien in Matsche stehen sehe oder total abgemagerte Kühe oder die Bilder der schreienden Mütter, denen die Kälber weggenommen wurden, oder die verängstigten Schweine auf einem Transporter … Leider verdränge ich diese Bilder auch immer wieder, so dass ich beim Verzehr gar nicht genug deren Leiden würdige und dankbar bin! Wie würden wir uns als gesamte Menschheit fühlen, wenn wir das Leiden der Tiere beenden und ihnen ihre Würde zurückgeben würden? Gäbe es dann auch unter uns weniger Streit, Misshandlungen, Objektivizierungen, Depressionen? Würde all die Wertschätzung auf uns zurückfallen? Wäre es nicht lohnenswert, das auszuprobieren?

Am Montag nun hab ich mir meine ganz private Hölle geschaffen: Irgendwie das Navi falsch programmiert und so fuhr ich über 400 km statt der geplanten 250. Doch das reichte noch nicht, ich wollte ja nach Montblanc (wie blöd kann man sein, da schwingt doch schon alles mit), kam also völlig übermüdet und hungrig im Dunkeln an … und kein Stellplatz weit und breit. Campingplatz bis März geschlossen, privater Stellplatz unauffindbar! Scheiße, Kacke, merde … hab mich mal wieder vor den CP gestellt. Doch auch das reichte noch nicht: Wache nachts bibbernd auf … MINUS!!!! 4 Grad!!!!! Morgens die Scheibe gefroren. Bin schon um 7h los, denn diese Friererei ist echt nichts mehr für mich … doch das reichte immer noch nicht!

Das Navi war irgendwie noch auf das alte Ziel ausgerichtet … ich fuhr als diverse km zurück, bis ich es merkte. Umprogrammiert … und dann kam ich durch die Massenzuchtanlagen Spaniens. Eine Schweinefleisch“fabrik“ nach der anderen … bis mir endlich klar wurde, dass ich gestern ganz schön egomäßig unterwegs war. Siehe oben! Da schimmert es doch klar durch, ich halte mich unten drunter für was besseres … Danke Leben für den klaren Fingerzeig.

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Leben wie Gott in Frankreich …

Mein persönliches Fazit aus meiner bisherigen Frankreichtour:

Wundervolle Landschaften, üppige Natur, ein Reichtum an Tieren und Vögeln, ganz selten überfahrene Tiere auf der Straße, viele abwechslungsreiche Landschaften, wenig befahrene N und D Straßen, gepflegte Autobahnen, viele achtsame Fahrer, ganz wenig Müll an den Straßenrändern und echt viel weniger Weihnachtsgedöns.

Am meisten haben mich die vielen Vögel beeindruckt, die ich im Vorbeifahren sehen durfte: Habichte, Weihen, Bussarde, Eichelhäher, Schwalben, Stare, Meisen, Kraniche, Silber- und Graureiher, vielleicht Störche … und am letzten Stellplatz in Port-au-Nouvell … Flamingos! Wunderschöne, grazile, elegante Tiere … mit einer gruseligen Krächze.

Also Landschaft und die Üppigkeit der Natur sind einfach unbeschreiblich!

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Da ich eigentlich gar kein Französisch spreche, war/ist der Kontakt zu den Menschen sehr eingeschränkt gewesen. Aber es war immer freundlich, um Verständnis bemüht und viel Lachen! Und ich bin nie angeeckt, obwohl ich mich häufig, wenn ich keinen WoMoStellplatz fand, irgendwo hingestellt habe: Am Schwimmbad, vor einer Kirche, vorm geschlossenen Campingplatz.

Meine größten Herausforderungen waren technischer Art:

  • Die menschenlosen Kassierhäuschen an der Autobahn. Hier war der anonyme Sprecher am Notfallknopf einmal genervt von mir, dass er mich schließlich einfach durchgewunken hat: GO!!!!
  • Die Zapfsäule, die nur mit Kartenzahlung funktionierte.
  • Aber das WLAN-Netz war überall erste Sahne, flott und Flächen deckend!

Beim Einkaufen gefielen mir am meisten die kompostierbaren Plastiktüten, und dass neben den Preisen beim Gemüse auch ganz groß das Herkunftsland ausgewiesen war. Kein Suchen mit der Lupe!

Jetzt geht’s rüber nach Spanien und ich bin gespannt, welche Abenteuer und Erfahrungen mich dort erwarten.

Erste Eindrücke: Plastik ohne Ende, jeder raucht und die Lebenshaltungskosten traumha… Diesel teilweise unter 1,20€, Obst und Gemüse preiswerter als bei uns. Erste technische Herausforderung: mit Handy als Karte durch Figueres zum Dali-Museum. ES HAT GEKLAPPT. Bin so was von stolz auf mich …

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Im Dali-Museum fand ich die Drachenschalen am Schönsten.

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Wenn eine eine Reise tut …

Frankreich, was mir auffällt:

  • Die Lebensmittelgeschäfte haben sonntags alle bis 13h auf. Nicht, dass ich für Mehrarbeit plädiere, aber dieser Schnack, dass wir die fleißigste Nation Europas seien, muss kräftig überdacht werden!
  • Die Autofahrer halten sich zum größten Teil wirklich an das Tempolimit.
  • Die Blitzer an der Straße sind sehr phantasievoll verklebt.
  • In jedem Dorf gibt es in der Ortsmitte Fußgängerüberwege, die mit extremen Hubbeln in einer 30er Zone sind.
  • Bei Lidl gibt es Tüten aus kompostierbarem Plastik. Bei uns auch?

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Und manchmal will es das Leben anders! Dann wird es Zeit, inne zu halten und nicht mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Bei mir: Letzten Samstag kam ich in extremen Zickzackkursen einfach nicht über Orleans hinweg. Die Gelbwesten versperrten die Kreiselabfahrten und leiteten um.

So verfuhr ich über 300km, um knapp 200km auf meinem Weg voran zu kommen. Außerdem waren alle Campingplätze geschlossen und WoMo-Stellplätze zwar ausgeschildert, aber ich fand sie einfach nicht.

Total genervt bat ich das Universum um Hilfe, fand ein ruhiges Plätzchen für die Nacht und schlief sturmumtost an der Loire.

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Am Morgen bei der Medi dann das Bild von den Pyrenäen auf der Atlantikseite … ich schaute später bei google und Wetter: -3 Grad und leichter Schneefall. Damit war mein Weg Richtung Portugal versperrt … und ich hab die Bretagne verschoben. Fahre im Frühjahr hin! Und wie schlug Don Juan bei Castaneda vor: Lass alles eine Bestätigung sein. Jepp!!! Kaum beschlossen, brach die Sonne durch.

Also, bleib deinem Traum treu, verfolge ihn und vielleicht musst du es manchmal andersherum probieren!

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Wem Gott will rechte Gunst erweisen …

kennt ihr das Lied? Seit etwas über eine Woche bin ich unterwegs und schon so viel erlebt!

Erkenntnisse:

  • Andere Bundesländer haben viel mehr Wald.
  • Der Verkehrswahnsinn an einem Wochentag um 14h um Stuttgart herum ist für Norddeutsche unvorstellbar.
  • Auch Deutschlands Süden ist wärmer: Temperaturen 2stellig, aber Regen.
  • Eine Norddeutsche/zumindest ich tue mich (noch) schwer mit dem Fahren in den Bergen. Bin keine Bergziege!
  • Und das Wichtigste: Freunde sind unbezahlbar!

Ich hab es so genossen, an dem Freiburger Holon teilnehmen zu dürfen! Ich war willkommen, konnte mich tief mitteilen, wurde gesehen, gehört und lauschte. Es ist unbeschreiblich, was diese Ausbildung mit uns allen macht! Wie sie uns trägt, zusammenfügt, bereichert und weckt.

Und meine zweite wichtigste Erfahrung/Erkenntnis: Angst beengt, behindert die Potentialentfaltung. In den letzten 2-3 Wochen war ich ja plötzlich sehr mit meinen Ängsten konfrontiert und es hat mich viel Kraft gekostet, ins Jetzt zu gelangen.

Durch Eigenbeobachtung habe ich bei mir erkannt, dass die Angst im Kopf beginnt: mit einem Bild aus der Vergangenheit, dazu ein paar Worte in Richtung mögliche Zukunft. Dann halte ich den Atem an oder atme flacher und schon macht sich eine Enge im Brustraum breit und ich beginne zu schwitzen. Diese Körpersensationen benenne ich dann mit Angst! Dazu erinnere ich mich vielleicht noch an meine Sterblichkeit und schon habe ich totale Schwierigkeiten, das Jetzt wahrzunehmen. Aber alles, wirklich all das, spielt sich nur im Kopf und ein bisschen im Körper ab!!!!! Im Außen ist Stille, nichts Sensationelles, meist Alltagsroutine.

Um im Außen weiterhin (trotz des inneren Towabou) zu funktionieren, hat sich jeder bestimmte, Unterwürfigkeit signalisierende Verhaltensweisen angewöhnt: Kleine Augen, Lächeln, buckeln/klein machen (meine Lieblingsform), Verwirrung … aber niemand, der sich so verhält, ist in seiner Kraft, Klarheit und Stärke! Und kann somit auch nicht sein Potential entfalten.

Und welche Potentiale habe ich erkennen dürfen!!!!! Hinter all der Angst!
Wie wichtig ist es doch, dass wir uns gegenseitig ermutigen, uns die Erlaubnis zum Strahlen erteilen, uns liebevoll wahrnehmen und hinter/unter all die Selbstkritik und Ängste schauen.

Von daher: Sei mutig, lebe deine Träume und unterstütze andere!

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JetztZeit

Es ist wahr, es ist gegenwärtig, es ist real. Ich bin angekommen! Ich habe die letzte Nabelschnur (Stromkabel zum Haus) „gekappt“ und mich verabschiedet. Nun lebe ich nur noch „auf der Straße“.

30 Jahre Heimat, Belastung, Aufgabe, Sicherheit … und nun das ganz andere, neue Leben.

Die letzten 2 Wochen haben mich ziemlich geschüttelt. Plötzlich waren Ängste da, Befürchtungen, Zweifel … ein riesengroßes Fragezeichen, ob ich wirklich das Richtige tue. Ich habe mir Zeit geschenkt: Ein Jahr gebe ich mir, sammle Erfahrungen in diesem neuen Leben und November 2019 denke ich erneut darüber nach, ob ich ein weiteres Jahr so leben möchte. Bis dahin sind Zweifel nicht angebracht, ich sehe nur Lernaufgaben und will mich um Lösungen bemühen. 

Ich komme immer mehr im Jetzt an und es ist so schön, so beglückend! Jetzt stehe ich auf einem Parkplatz vor einer Autobahnraststätte und der Wind umbraust mein kleines Heim. Fridel döst noch ne Runde, ich schreibe mit Käffchen an meiner Seite, habe gestern mich von der Ostsee, von Freunden auf dem Stellplatz und meiner langjährigen Freundin Marita verabschiedet. Bin voller Freude und Gelassenheit bis hinter Hildesheim gefahren und freue mich auf Margit morgen. Wie ruhig es sogar hier sein kann … zwischen den brausenden Autos, zwischen den Gesprächen draußen, Zwischenräume! Alles ist gut!

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