lecker! lecker!

Kennt ihr Film und Buch eat-pray-and love? Ich glaube, ich bin am ersten Punkt. Ich genieße das spanische Essen und möchte euch teilhaben lassen.

Ich trinke am liebste Sangria (Rotwein, Orangensaft und Orangen- und Zitronenstücke) oder tinto de verans, Sommerwein (Rotwein, Eiswürfel, Selter oder Zitronenbrause und Orangen- und Zitronenstücke). Beides herrlich leicht und lecker. Dazu Fischfilet im Backofen gegrillt mit patas a lo pobre (dünne Kartoffelscheiben und grüne Paprika aus der Fritteuse)

Neulich gab es dann Paella. Dazu gibt es hier eine bestimmte Reissorte, fallera oder aros bomba. Zuerst muss das Fleisch angebraten werden, dann Knoblauch, Zwiebeln, Gewürze und Kräuter dazu. Dann wird der Reis untergehogen, Erbsen und Safran dazu, sowie pürrierte Tomaten aus der Dose. Alles wird kurz aufgekocht und dann kommt unter vorsichtigem Rühren die vorher angefertigte Fischbrühe dazu. Dies wird nun langsam gegart, dabei vorsichtig rühren. Zuletzt werden die extra gebraten  Scampis und die Muscheln in die Paella gegeben.

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Heute wird es spanischen Fischtopf geben (unten Wintergemüse wie Porree, Möhren, Kübis, Sellerie etc. darauf verschiedene Fischsorten und Scampies, etwas Brühe und langsam durchschmoren lassen).

Und das Köstlichste ist das selbst hergestellte Aioli! Dazu wird eine Majonaise aus ganzen Eiern, Öl, Senf, Zitrone und Salz bereitet mit pfundweise frischem Knobel. Weißbrot, Sangria, fertig!

Und dann habe ich neulich Mandelpudding gegessen. Ich vermute, dazu werden gehackte frische Mandeln in süßer Milch eingekocht.

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Frida voll im Einsatz

Ich stehe immer noch bei Beata und Monika … und fühl mich sauwohl. Es ist für mich die ideale Mischung aus Rückzug und Kontakt. Tagsüber kann ich in der Sonne sitzen, lesen und/oder schreiben, malen Musik machen und abends hat das kleine Bistro auf, und ich kann mit Anderen quatschen und Sangria genießen. Und es gibt gemeinsame Unternehmungen!

So waren wir Freitag bei dem Orkan im ca. 4km entfernten Nachbardorf. Zu Fuß! Durch ein Flussbett, das aber stellenweise Wasser führte.

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Eine abenteuerliche Wanderung, die auf dem Rückweg gegen die extremen (selbst für eine Norddeutsche!) Windböen führte, was aber auch viel Spaß machte. Frida hat dabei ihre Fürsorge als achtsamer Hütehund voll ausgelebt und ihre Herde von insgesamt 8 Menschen und 3 Hunden zusammengehalten. Selbst von  Balu, dem schwarzen Schaf auf Abwegen, wusste Frida immer, wo er sich aufhielt. Wenn Herrchen rief und er nicht kam: Frida schaute in die Richtung, wo er stöberte.

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Fazit: Lebe deinen Traum, und bei schweren Wegen es ist immer gut, einen Hüter dabei zu haben!

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Überraschung!!!

Ich bin wieder weitergezogen. Jetzt stehe ich bei Monika und Beate, die in Jaravia einen kleinen Stellplatz betreiben. Er ist wunderbar begrünt und 2x wöchentlich wird im Bistro Essen angeboten: Leckere spanisch-portugiesische-polnische Küche. Auch hier stehen wieder die „alten Hasen“, die zum xten Mal hier überwintern und ich freue mich immer über Tipps, was ich unternehmen könnte.

So bin ich Mittwoch mit der Eisenbahn ins ca 20km entfernte Aguilas gefahren, 2 Stationen, für Fridel und mich Hin- und Rückfahrt 2,40€. Die Bahn kam pünktlich, Karte konnte ich beim freundlichen Schaffner im Zug kaufen, Fridel wurde mal wieder geschmust, und der Zug stand zur Rückfahrt schon lange vorher im Bahnhof! Im Zug war alles gepflegt und sauber … Eben spanische Verhältnisse!

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Aguilas ist ein kleines Städtchen, malerisch teilwiese an die Klippen gebaut mit wunderschönen Kachelelementen.

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Fazit: Lebe deinen Traum und lass dich überraschen!

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Fridas Lektion

Letzte Nacht Schafgeblöke und Discomucke. Was da wohl abging?

Momentan stehe ich bei der „deutschen Bäckerin“, Bärbel, die eine Idee plietsch ausgebaut hat: Sie beliefert 3x wöchentlich die Stellplätze im Umkreis von 100km (an der Küste) mit sehr leckerem deutschen Kuchen, Brot/Brötchen und Fleisch-/Geflügelsalat. Und 100km sind hier echt keine deutschen 100km!!! Sie hat meine vollste Hochachtung! Mich hat ihr sehr leckeres Walnussbrot, das ich am ersten Morgen sogar warm ans WoMo geliefert bekam, sowie die Neugierde hergelockt.

Sie, ihr Mann und ihre Mutter leben hier abseits und doch in Dorfnähe mit ärztlicher/medizinischer- und Konsumentenversorgung, inmitten von Gemüsefeldern, auf denen ich gestern Brokkoli „stoppelte“ (letzte Köpfe nach der Ernte einsammeln wie in meiner Jugend auf den Kartoffelfeldern).

Aber das größte Ereignis war vorgestern: Frida und ich haben gelernt, in einer Meute von insgesamt 5 Hunden und 2 Menschen ruhig und gelassen spazieren zu gehen, auch wenn zeitweise sich bis zu 5 wilde Hunde dazugesellten. Echt Abenteuer!!! Anfangs war Frida so eingeschüchtert, dass sie sich zwischen meinen Beiden versteckte, aber wir haben beide geschaut und gemerkt, dass nichts Schlimmes passierte. Frida wies sogar aufdringliche Hunde in ihre Schranken und als ein Wilder ihr zu nahe kam, wurde sie von Rolfs Rudel verteidigt. Anfangs Geknurre, dann Respekt und schließlich Frieden! Echt beeindruckend! Und meine Kleine mittenmang. Danke für diese Lektion!

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Fazit: Lebe deinen Traum und bleib im Vertrauen (alles hat seinen Sinn)!

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Mutter Erde

Gestern und heute war ich wandern … in einem ausgetrockneten Flussbett ist ein Fern-Rad-Wanderweg angelegt worden. Spanien ist ein so reiches, üppiges Land: Es ist die Gemüsekiste Europas. Unverständlich, dass es politisch und in der Welt so unsicher dasteht.

Ich jedenfalls bin von dieser Fülle begeistert, Mutter Natur zeigt hier ihr überaus reichhaltiges Angebot: Wilde Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Oregano, Arnica, Eukalyptus, daneben von Menschen gezogene Tomaten, Artischocken, Paprika, Auberginen und Kohlsorten, übervolle Orangen-, Zitronen- und Mandarinenbäume und die Mandelbäume fangen an zu blühen! Zarte rosa Blüten auf kahlen Ästen!

Wilde Blumen am Wegesrand, die wir nur als Ziergewächse oder in Töpfen kennen wie Ringelblumen, Lavendel und Hibiskus. Fülle, Fülle, Fülle! Und ich bin so dankbar, dass ich hier sein darf!

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Ich glaube, meine Kirche ist Mutter Erde, die Natur, Gaia. Nirgends sonst fühle ich mich so stimmig, so eins, so erhaben und doch so klein, so zugehörig! Um mich nur Stille, Insektengesumse, Fridas und meine Schritte, Windhauch und hin und wieder ein Vogelgezwitscher …

Und wenn ich im Laufe meines Lebens je geahnt hätte, dass das Ende so üppig und reich ist, ich wäre bei vielem viel gelassener geblieben. So war rückschauend viel Kampf. Aber wenn Zeit nicht linear ist, dann kann ich ja alle meine möglichen Versionen befragen … und die Zeit des Kampfes, des Positionierens und des settelns ist überall. Es gehört wohl dazu. Um so dankbarer bin ich jetzt …

Fazit: Einfach nur immer wieder DANKE!!!!

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fahrendes Volk

Ich bin jetzt morgen seit 6 Wochen unterwegs. Es kommt mir so viel länger und reichhaltiger vor …

Natürlich treffe ich auch ganz viele Menschen, die wie ich on the road sind: allein reisende Frauen, Männer und auch Pärchen. Manche fahren in Kolonne zu 2 oder mehr WoMos, andere bevorzugen das Alleinreisen. Was allen Dauer- oder Langzeitreisenden gemein ist. Alle haben eine extreme Erfahrung hinter sich, die sie auf- bzw. wachgerüttelt hat: schwere Krankheit, Todesnähe, Todeserfahrung, absolute Hilflosigkeit und/oder Abhängigkeit. Und dann stand die Frage im Raum: Was will ich noch erleben, erfahren? Und allen war klar, dass dieses unbewusste Hamsterrad für sie nichts ist, und auch das zu viel des scheinbar Guten sie in diese Situation geführt hat. Das Leben war völlig aus der Balance geraten. Sie lebten fürs anerkannt werden, nicht weil sie es von Innen heraus so wollten.

Fazit: Lebe deinen Traum und gönne dir „Ungereimtheiten“ (sei auch unvernünftig!).

ich liebe dich

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deep shit im Paradies

Manchmal schickt das Leben mir eine Versuchung, in Form einer blinkenden, blitzenden Illusion: Schau mal, wär das nicht was … Und wupps bin ich drauf reingefallen. Jaaaa … und schwupp lag ich mal wieder mit der Nase im Sand. Wolltest du nicht eigentlich …? Hei! Sei achtsam und schau, was du wirklich – wirklich willst!!!

Also bin ich aufgestanden, hab ein bisschen geweint, die Krone gerichtet und bin lecker essen gegangen, nette Gespräche gehabt, Sangria getrunken, auf`s Meer geschaut und die Sonne genossen. Ja, auch im Paradies kann man sich Wunden holen, aber zum Glück gibt’s hier viele schöne Pflaster.

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Aber letztlich bringt es mich zu der Frage: Was will ich wirklich-wirklich? Da ist eine Sehnsucht tief in meinem Inneren, nach Verschmelzen, nach EinsSein. Aber ist es wirklich die Sehnsucht nach diesem Mann? Es scheint mir eher die Sehnsucht nach dem Verschmelzen mit dem Moment, nach dem total Aufgehen und EinsSein mit dem Leben, nach der Hingabe ins Jetzt. Der Mann war/ist nur ein Weg, das Ziel ist dahinter. Jetzt, kein Denken, kein Fühlen, keine Zweifel, nur Hingabe, aufgehen und angenommen sein. JA!

Fazit: Lebe deinen Traum, übe dein standing und bleibe im Jetzt, im Hier, im JA.

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