Letzte Woche …

 … sind 2 wichtige Ereignisse gewesen. Zum einen war die Firma Tanke da und hat meine Möbel zur Einlagerung geholt. Das ging ganz flott, schwupp-schwupp waren sie im Anhänger, es gab noch ein kleines Käffchen dabei übers Reisen geklönt … und natürlich Frida bespaßt … und weg waren sie.

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Das Beste kam dann am Nachmittag, ein Anruf von Herrn Tanke: Er hat alle Möbel in den schon angemieteten Container hineingekriegt! Nun geht zwar „keine Briefmarke mehr rein“ … aber wer braucht schon Briefmarken im Container. Das heißt für mich, mein restlicher Besitz ist für rund 75€ je 28 Tage sicher eingelagert. Bin voll häppie!!!!

Die 2. Sensation: Gestern war der Pflegetag auf der Streuobstwiese und „meine“ Blumenwiese kann doch zwischen den Obstbäumen angelegt werden!!!!! Dazu gibt es sogar die Aue entlang einen Lehrpfad. Und ich habe etwas Neues gelernt: Die große Süßwassermuschel, die es noch in der Aue gibt lebt in Symbiose mit dem Bitterling. Er legt seine Eier in die Muschel, sie lässt ihre Larven in seinen Kiemen wachsen. Wunderwerk Natur …

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Das gemeinsame Pflegen des Geländes hat Spaß gemacht. Anfangs fühlte ich mich etwas deplatziert, weil ja alle sich kannten, aber als einige Frauen von meinem Anliegen (Wildblumenwiese) erfuhren, brachte uns der Austausch über die in solcher Fülle erlebte Kindheit (mit Haarkränze flechten und Knabenkraut pflücken, riesigen Blumensträußen und Unmengen an Insekten) schnell näher. Und eine kleine Stärkung gab es auch noch!

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Ich bin voller Dankbarkeit über diese Fülle an Leben!

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Wo ich gerade stehe …

Rein äußerlich stehe ich vor meinem Haus, lebe aber schon vollkommen im Bus. Und es ist ein solcher Genuss, hier in meinem kleinen, beheizten Tippi auf Rädern dem Sturm nachzuspüren, der um den Wagen braust und ihn rüttelt, und dem Regen zu lauschen, der auf das Dach trommelt.

Anfangs war ich von all der neuen Technik etwas gefordert, aber ich bin so stolz, all das gemeistert zu haben! Ich habe gelernt, allein das Navigerät zu bedienen, Radio zu hören, die Heizung und warmes Wasser einzuschalten und mich von einer klaren Fehlermeldung H121E nicht beirren zu lassen. Da ich auch mit Gas koche, konnte ich so deutlich überprüfen: Die Gasflasche ist leer, keine Panik, nur die neue Flasche anschließen.

Der Vertrag für den Hausverkauf ist unterschrieben, die einzulagernden Möbel werden Donnerstag abgeholt … nun nur noch wenige Wochen und die Reise in den Süden kann starten.

Unglaublich! Was vor über einem Jahr mit der Aufdeckung eines alten Traumes begann, wird nun in wenigen Wochen gelebte Realität! Zwischenzeitlich stand ich ein paar Tage „um die Ecke“ in Scharbeutz auf dem Stellplatz und fühlte mich schon wie in einer anderen Welt!

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Jeden Tag …

Kennst du das auch dieses Gefühl, es einfach nicht mehr zu schaffen? Die Fülle der Aufgaben erschlagen dich? Ich habe es immer „die Nordseewellen schlagen über mir zusammen“ genannt: Dies Gefühl an der Masse der zu bewältigenden Aufgaben zu scheitern.

Heute wende ich den Momo-Trick an: Wenn alles dich hetzt, gehe langsamer. Ich setzte mich bewusst hin, atme mehrmals tief durch und schaue mir die Schönheit um mich herum an. Suche bewusst: Was ist hier jetzt gerade schön? Und finde plötzlich so viel: Die Blume in der Vase, die im Sonnenlicht tanzenden Staubpartikel, der Duft nach Kaffee, die drohenden Regenwolken, die Himmelsfärbung, die Herbstblätter … und dann mache ich geruhsam eine Dringlichkeitsliste. Was ist am Wichtigsten? Das zuerst … und ich schreibe alles auf, was noch getan werden muss. Dann fange ich oben an, streiche das Erledigte durch und gönne mir auch immer den Moment der Freude: Wow, das hab ich geschafft, Klasse! In diesem Sinne, wünsche ich dir ein Momo-reiches WochenEnde: Atme! Um dich ist Schönheit.

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Ich habe eine Bitte: Wann wäre für dich der beste Tag, an dem dich mein Blog erreichen soll? Am Beginn der Woche? Zum WoEnde? Mitten drin? Ich  möchte jetzt regelmäßig schreiben und am liebsten dich und dein Leben ein bisschen bereichern.

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Intuition

Ich jage Intuition, denn sie unterstützt meinen flow. Aber wie erkenne ich sie? Wie unterscheide ich sie von Plänen, die falsch oder richtig sein können?

Ein Beispiel: Jetzt auf der Rückfahrt hatte ich eigentlich vor, in Rothenburg Halt zu machen. Schöner Stellplatz, gute Ent- und Versorgung, stadtnahe. Kurz vor Rothenburg war ich gestern Nachmittag noch so fit, dass ich mich spontan entschloss, doch noch die 70km bis Hammelburg weiter zu fahren. Doch auf diesem letzten, kurzen Stück gab`s n Stau, ich musste runter von der Autobahn, auf dem Weg nur eine teure Tankstelle und ich kam so übermüdet auf meinem Stellplatz an, dass ich für die Ent- und Versorgung keinen Bock mehr hatte. Jetzt bin ich ausgeschlafen und will eigentlich weiter, müsste aber noch alles erledigen, was um 3h in der früh für die anderen echt nervig ist.

Die gute Intuition steckt hier schon in der Planung: Wacher und noch fitter am Stellplatz lässt mich alle notwendigen Verrichtungen noch ausführen und so könnte ich eher aufbrechen, Rothenburg wäre also die sehr viel bessere Wahl gewesen. Wie erkenne ich das im Vorfeld? Wo sind die Hinweise, die mich Intuition – Plan und einfach nur spontane Idee unterscheiden lassen?

Wann ist eine spontane Idee eine Intuition und wann ist sie einfach nur eine spontane Idee? Wann ist ein Plan besser? Auf alle Fälle hätte ich mich am Plan Rothenburg orientiert, wenn ich das jetzige HintergrundsWissen (Ent-/Versorgung, 5 Std. Schlaf reichen, Rücksicht auf andere Camper, LKW-Fahrer machen jetzt ggf. Pause …) bedacht hätte.

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Auf alle Fälle ist Hammelburg aber schön und der Stellplatz liegt idyllisch direkt an der Saale und hat einen schönen Spazierweg für Fridel. Letzteres hat Rothenburg nicht.

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Jungfernfahrt

Endlich kann es losgehen. Schon das Einpacken ist ein Genuss: Nie wieder werde ich auf der Fahrt etwas vermissen, denn alles ist an Bord. Los geht’s an den Geburtsort dieser Vision: Nach Kißlegg.

Auf dem Weg ein schier endlos wiederkehrender Stau – 30 – 60 – stehen – ein paar Kilometer freie Fahrt, dann wieder 30 – 60 – stehen. Ich bin so was von genervt und habe eigentlich kaum Strecke geschafft. Da leuchtet eine bekannte Ausfahrt auf: Hier wohnt doch Steph! Raus, anrufen, sie ist daheim, auf ein Käffchen. Daraus wurde ein gemütlicher Abend mit Spiegelei (seit gefühlten 100 Jahren nicht mehr gegessen), Salat (beigesteuert von mir), viel quatschen, auf der Terrasse sitzen und den letzten Sommerabend genießen. Und dann gehe ich heim in mein gemütliches Bettchen.

Erste Nacht im neuen Zuhause: Ein wilder Traum von einem Kind, dessen Rucksack ich nun nicht mehr trage, einer Abschiedsparty und mit einem Bick aufs andere Ufer, wo eine strahlende Sonne scheint … deutlicher kann mir mein Unterbewusstsein doch nicht sagen, dass ich auf dem richtigen Weg bin!!!! Nach einem gemütlichen Frühstück, herzlicher Umarmung und guten Wünschen fahre ich weiter zum geplanten Treffen mit Steffi nach Meißen.

Auch hier ein kostenloser Stellplatz, direkt an der Elbe mit freiem Blick auf das andere Ufer. Abends ist dort Disco mit Oldies aus den 60er und 70er … meine wilde Hippiezeit! Die Zeit, in der ich das erste Mal von diesem freien Leben träumte, in der ich mich Weltbürgerin nannte und alle Freunde in der Nachbarschaft wohnten.

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Dieser Frühstücksblick ist fast so schön wie meine erste tiefe Vision von diesem Leben.

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Eher geht ein Kamel …

durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt. Vielleicht erlebe ich das gerade jetzt. Ich habe immer noch viel zu viel: Zu viel Kleidung und zu viele Bücher, und jetzt schmerzt Trennung richtig.

Wie kann ich mich auf den jeweiligen Moment wirklich ganz einlassen, wenn ich noch so viel Ballast habe, so viel Ungelesenes, Ungeschautes und so viele geliebte Kleidungsstücke? Aber wie kann ich darauf verzichten, wenn ich die Weisheiten darin noch nicht kenne, mich in der Kleidung so wohl fühle?

Hier prallen meine beiden Bedürfnisse Stimulanz und Sicherheit voll aufeinander! Und beide sind gleichwertig. Wie schaut ein dritter Weg aus, einer der beide vereint? Wie kann ich mit meiner Sicherheit der geliebten Kleidung und der Weisheit verheißenden Bücher mit trotzdem frei und unbeschwert ins Abenteuer stürzen, meine Weisheiten finden und erkennen? Echt keine Ahnung! Dieser Weg, den ich eingeschlagen habe, aus einem vollen Haus in leichte 11qm fordert mich wirklich wirklich heraus, immer wieder!!!!

 

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Der große Tag ist da

Gestern war ich bei der KFZstelle, hab den Bus angemeldet und mein Wunschkennzeichen (kann man sich online vorbestellen) bekommen und heute hole ich ihn nun endlich ab. Eine lange Manifestationssequenz steht vor ihrer Erfüllung: Vor über einem Jahr habe ich den deutlichen Wunsch verspürt, mich auf den Weg gemacht und nun ist er da, der Tag der Erfüllung, der Aufbruch in ein völlig neues Leben.

Zeit für einen Rückblick: Was habe ich gelernt? Unendlich viel!

Mir ist sehr deutlich klar geworden, was es heißt, der Weg ist das Ziel. Es gab Momente, da war ich so erfüllt von Glück und Dankbarkeit, dass ich dachte, wenn ich jetzt sterbe, war alles gut so.

Ich habe so viel über mich gelernt, zB wie viel Kraft und Ausdauer ich habe, wenn ich etwas wirklich will. Vorher hielt ich mich für eine Sprinterin: Schnell alles erreichen, und wenn`s nicht sofort klappt, gleich Themenwechsel. Nee, jetzt war es so, wenn etwas nicht so klappte, wie ich es wollte, ließ ich einfach los, ließ das Leben wirken und schaute gespannt zu. Und Wunder geschahen …

Mir kamen dabei neue Ideen, wie ich das scheinbar Unmögliche doch noch erreiche. Ich wurde richtig erfindungsreich und halte mich jetzt für pfiffig und flexibel. Und/oder Engel erschienen, Helfer, Ideengeber …

Auch habe ich erfahren, wie viel Spaß es macht, Altes loszulassen und Freiräume anzunehmen, einfach so annehmen ohne sie gleich wieder zu füllen. Und dabei zu beobachten, wie sich die Leere mit völlig Neuem füllt.

Außerdem weiß ich jetzt, wie tragbar Visionen sind: Immer, wenn mein Tatendrang gen Null tendierte und ich einfach keinen Bock mehr zum Ausmisten hatte, hab ich mich in meine jetzige Küche gesetzt und mir vorgestellt, ich sitze im WoMo am Atlantik und mache eine kleine Pause, schaue auf`s Meer und bin einfach nur. Da strömte dann wieder so viel Energie in mich hinein, dass ich fröhlich und kraftvoll weitermachen konnte.

Und das Beste: Ich habe gelernt, meine Gefühle anzunehmen, meine Angst zu spüren und zu bejahen. Und daran zu glauben, dass alles gut wird, dem Leben zu vertrauen.

Daraus sind dann die Wunder entstanden: Jemand kaufte mir etwas ab, von dem ich dachte, dass ich das nie loswerden würde. Als mein Vermieter absprang, fand ich Freunde, bei denen dann mein Briefkasten steht und eine wunderbare Containerfirma.

 

 

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