Bin wieder da!

Am 24.5.21 habe ich unter mein Buch ein `Final Feliz´ gesetzt, 356 Seiten für den Erstentwurf waren fertig. Abends haben wir es mit einer Dorade und Sekt gefeiert. Danach gab ich mir das WoEnde frei und seit gestern sitze ich an der Überarbeitung.
Nun habe ich wieder mehr Fantasie und Kapazitäten, hier von mir zu berichten.

Was gibt es Neues?

Es hat sich ein ziemlich stabiles nordisches Hochsommerwetter festgesetzt, unterbrochen von hin und wieder Regen und Gewitter. Die Natur explodiert.
Auf dem Markt gibt es köstliche Kirschen, samtige Aprikosen und erste Feigen. Die Fahrbeschränkungen sind aufgehoben, man plant hier sogar, die Maskenpflicht im Freien zu lockern. Die schrumpfenden Zahlen der Neuerkrankten legen es nahe.
In diesem Jahr fand die Schule in Spanien täglich statt, durch Halbieren der Klassengröße und zeitversetztem Unterricht konnte der Abstand in den Räumen einhalten werden (auf Kosten der Lehrerarbeitszeit?). In Deutschland gab es wohl viel online-Unterricht, doch wie das bei dem lückenhaften Wlan durchgeführt wurde, ist mir schleierhaft.
Fridel war schon mehrfach baden, ich habe heute meine Füße ins Mittelmeer getaucht: Wärmer als die Ostsee im Sommer!
Auch die Märkte werden längst wieder durchgeführt, die anfänglichen Temperaturkontrollen an den Eingängen sind inzwischen aufgehoben. Ich bin meiner Klamottenlust ziemlich erlegen, habe meine Bestände durch- und aussortiert, damit ich sie mit Neuem wieder bestücken kann. Und ich trage wieder Absatzschuhe! Das konnte ich nach dem Schlaganfall ja jahrelang nicht, doch nun genieße ich wieder das Schreiten auf hohem Schuhwerk.
Fotos stelle ich auf Instagram, frauontour, und auf fb bei Frauentour-Sybille Schmidt-Grundmann rein.

Momentaufnahme

Ich bin im Schreibwahn: Mit 250 Seiten bin ich jetzt bei der Hälfte des Romans angekommen und die Ideen sprudeln nur so und purzeln. Zwischendurch hatte ich eine schwierige Phase: Ulrike (meine Schreibcoach von Pegasus) war unzufrieden, nannte mein Ding Reiseführer mit Delikatessen und mahnte immer wieder an, dass sie die Hauptfigur, Ella, nicht spüren würde. Oh, das tat so weh und ich wusste einfach nicht, was sie meinte.
Irgendwann fiel mir dann beim Tagebuch schreiben die Frage zu: Warum schreibe ich eigentlich? Warum mache ich mir diese Arbeit, sitze stundenlang am Laptop und tippe, statt an den Strand zu fahren und mit Frida zu spielen. Dann fielen mir alle meine Erkenntnisse ein, die ich unbedingt anderen Menschen zukommen lassen will … und plötzlich verstand ich Ulrike!
Ich hatte im Roman nur noch die Tatsachen, die Handlung, erzählt und die Wandlung, die meine Heldin in der Geschichte durchmacht, eben all die Erkenntnisse, völlig vergessen.
Ja und seither flutscht es wieder.
Ansonsten hat der viele Regen hier die Blüten zum Explodieren gebracht. Es ist solch eine Pracht, eine Duftorgie. Ich wandere schnuppernd durch die Wildnis.
Die Sonne entwickelt eine enorme Kraft und Frida leidet, trotz Bikinifrisur, unter der Hitze. So gehen wir nur noch morgens und am späteren Nachmittag längere Touren. Zwischenzeitlich verkneift sie sich das Pieschen, denn, wenn ich sie frage, erfolgt keine Reaktion.
Ich habe bei fb eine Autorin-Seite eingerichtet: Frauentour-Sybille Schmidt-Grundmann. Hier werde ich auch mehr Fotos reinsetzen, da ich mit wordpress da scheinbar immer noch nicht zurechtkomme.

kurzes Update

Ihr Lieben, ich habe lange nichts von mir „hören“ lassen, ich war so vertieft in meinen Schreibprozess. Inspiriert durch den Jahreskurs bei Ulrike Dietmann ist mein Romanentwurf zu 90% fertig: Es werden wohl 350 Seiten. Jetzt erfolgt die erste Überarbeitung sowohl zum Vertiefen des Inhalts als auch in Grammatik und Rechtschreibung.


Um mich herum tobt der spanische Frühling. Vor einigen Wochen zogen Schwärme von Staren durch die Gegend, blieben ein paar Tage und flogen dann weiter. Bis Vorgestern schwirrten Schwalben um uns, jetzt haben die meisten davon uns wieder verlassen, nur vereinzelte Pärchen bleiben zum Brüten hier.


Nachdem wilde Winden, Wandelröschen, wilde Löwenmäulchen und Klee zu Lavendel, Rosmarin und Thymian blühen, habe ich gestern sogar die erste Kaper ihre Knospen bereiten sehen. Noch betören uns die Orangenbäume mit dem schweren Neroli, ein für mich unvergesslicher Duft!
Die Temperaturen zeigen sich meist dem nordischen Hochsommer ähnlich, nur in Trägertop und kurzer Hose in der Sonne zu „ertragen“. Manchmal verdeutlichen ein paar bewölkte „kalte“ Tage, dass der spanische Sommer noch fern ist.


Alles ist so wunderbar und ich bin so glücklich! Ich grüße euch von Herzen und schicke warme Sonnenstrahlen und ein Lächeln in eure Gesichter.

Regenzeit

Vor 2 Wochen „tobte“ hier die Regenzeit, dh, der Himmel war durch dunkelgraue Wolken verdeckt und es wehte ein lausiger Wind. Dann fing es eines Abends endlich an zu regnen! Die ganze Nacht pladderte es gemütlich auf mein Autodach, ich lag warm und trocken.
Am anderen Morgen wachte ich in Venedig auf. Ich stand mitten in einer Lagune, der Hundenapf vor der Tür war nicht mehr zu sehen, was eine Wassertiefe von 20cm bedeutete. Trockenen Fußes bzw. Pfote kamen wir hier nicht raus! Außerdem hatte mein Stromkabel sicher unter dem Auto gelegen, was nun einen Kurzschluss für das gesamte Gelände bedeutete. Also tauchen, Kabel abziehen und endlich umparken. So schnell wie der Regen kam, ist auch die Lagune wieder verschwunden.
Heute scheint schon wieder die Sonne, der Wind ist zwar noch kühl aber erfrischend beim Sonnenbaden.

Wie sieht’s aus?

Hier in Spanien liegen die Coronaentscheidungen bei den einzelnen Regionen (Bundesland) und die reichen sie häufig an die Gemeinden weiter. So sind die Bedingungen sehr unterschiedlich. Da in Aguilas die Zahlen der Infektionen deutlich gesunken ist, sind Restaurants und Geschäfte wieder geöffnet. Auch hier in der Gemeinde Pulpi gibt es deutlich weniger Kranke, daher finden auch Märkte statt. Der Wechsel zwischen den Regionen wird jedoch kontrolliert.
In der Natur hat der Frühling voll Einzug gehalten. Vor ein paar Tagen flogen über uns ein Kraniche, heute stoben die wiedergekehrten Stare aus den Gebüschen.
Momentan gibt es einen „Winter“einbruch: 17*, bewölkt und regnerisch. Wobei hier, wo ich stehe, Regen einen kräftigen Schauer von wenigen Minuten bedeutet und dann atmet alles auf, denn die Luft ist vom Staub gereinigt, der dann dick und hartnäckig auf den Autos klebt.

-abgefahren-

Und schon wieder ist eine Woche vorbei. Da ich hier nur sehr begrenzt das Campo verlassen kann, verschwimmen mir die Wochentage. Ich sitze täglich und schreibe. Der Roman ist im Rohbau fertig, in der Durchführung zu 2/3. Nun schreibe ich noch einige verbindende Kapitel und beginne mit der ersten Überarbeitung.

Echt spannend.

Manchmal frage ich mich, wer das da geschrieben hat. Mein eigener Text, der teilweise so unbeschwert aus mir herausfloss, kommt mir so unbekannt vor. Und manche Stellen finde ich echt gut. Bin gespannt, was ihr LeserInnen dazu sagt.

Momentan habe ich die Idee, es am Jahresende erst einmal als Kindle zu veröffentlichen. Mein erstes Buch hat im Druck so einiges gekostet, was ich nicht wieder reinbekommen habe. Also will ich es diesmal vorsichtiger angehen. Erst wenn es gut angenommen wird, werde ich in Druck gehen.

Aber vielleicht kommt ja eine gute Fee und zaubert mir einen Verlagsvertrag?

tiefe Dankbarkeit

Was macht Corona mit dir? Ich höre gerade Dinge von Freunden, die mich traurig machen. Und dann komme ich mir so lächerlich vor, hier in meiner Wohlfühlblase. Es geht mir, uns, hier so gut: Warm, sicher, Sonne, genug leckeres Essen. Ich bin jeden Tag und auch immer mal wieder zwischendurch so, so dankbar dafür, dass ich mein Leben umgekrempelt habe und wie sehr mich das Leben dabei unterstützt. 

Ich darf lernen, genießen, Freude empfinden und Gutes tun. Danke, Leben, danke Universum, danke dir.

Kakiblüte, aus dem Internet

Danke

Danke liebe/r Leser:in! Ich glaube ich habe mich noch nie bei dir bedankt, dass du meinen kleinen Geschichten folgst, dich inspirieren lässt, schmunzelst oder einfach nur meinen Ideen folgst. Auch wenn ich es noch nie geschrieben habe, so bedeutet es mir doch sehr viel, dich hier immer wieder anregen zu dürfen. Deine Kommentare sind Wind unter meinen Flügeln. Sie zeigen mir, dass ich nicht allein bin mit meinen Träumen, meinen Ansichten, meinen Gedanken und Ideen. Danke!

Meine zweite Heimat

Zu Beginn des Jahres hat es hier mehrere Tage stark geregnet. Dann fielen die Temperaturen und nachts sanken sie bis auf 3 Grad. Doch seit 2 Tagen ist der Winter nun vorbei: Tagsüber strahlend blauer Himmel und eine wärmende Sonne, nachts nähern sich die tiefsten Werte dem zweistelligen Bereich. Es ist einfach wundervoll!
Und diese reichhaltige Fülle an Obst: Saftig-süße Mangos, saftig-knackige Äpfel, Mandarinen, Apfelsinen und mein Favorit – die süßen festen Kakis oder Sharonfrüchte, die hier angebaut werden. Leider neigt sich deren Saison langsam dem Ende, aber es dauert nicht mehr lang, dann kommen die ersten hiesigen Erdbeeren auf den Markt.
Und Gemüse? Ich liebe den zarten länglichen Kürbis, die leckeren Süßkartoffeln und vor allem die vollmundigen grünen oder schwarzen Tomaten.
Das alles ist mir so zur Heimat geworden …

Heilige drei Könige

Am 6.1. war hier der Tag für die Kinder, denn hier bringen die Könige die Geschenke und nicht der Weihnachtsmann oder das Christkind. Vor Corona gab es riesige, karnevalsähnliche Umzüge durch die Stadt. Jetzt zog eine kleine Reiterschar sehr stilecht durch die Natur.