Am Montag war war so weit. Der schwerste Gang in einer Mensch-Hunde-Beziehung stand mir bevor. Meine geliebte Frida konnte kaum noch gehen, verlor ihre Piesche und hatte immer wieder ganz schreckliche Krämpfe, Anfälle.
Wir gingen in die Praxis, sie lag auf dem Tisch, die Ärztin gab Zeit. Doch Zeit ist auch grausam. Sie verlängern das Leid, von beiden.
Ich nahm sie in den Arm, nickte der Ärztin zu und vergaß das Umfeld. Ich erzählte ihr von unseren Abenteuern, lachte mit ihr über manche Szenen, küsste ihren Hals, sie schlief ein. Ich redete weiter, die Tränen liefen, erzählte von Fahrten, erinnerte an das Meer, beschrieb unsere Spiele, streichelte ihren Bauch … und dann wurde sie schwer und ich wusste, es ist vorbei.
Das war der schwerste Gang meines Lebens. Nein, ich liebe Hunde, aber das kann ich nicht mehr. Fridel war die Letzte, die Beste, meine geliebte Partnerin.

